Schon gefahrenGoya Nitro 3 - Der Futterverwerter

Manuel Vogel

 · 20.10.2022

Schon gefahren: Goya Nitro 3 - Der FutterverwerterFoto: Leon Jamaer

Das neue Modell Nitro 3 von Goya soll magere Wellen-Kost bestmöglich verwerten. Wir haben das Stubby-ähnliche Waveboard getestet.

Der Nitro ergänzt die Modelle Custom 4 und Custom 3 und soll garantieren, dass man auch aus mäßigen Wave-Bedingungen möglichst viel herausholen kann.

Der Goya Nitro 3 an Land

Möglich machen sollen dies eine auf Speed optimierte Bodenkurve sowie eine reduzierte Länge in Verbindung mit breitem Swallowtail. Mit 220 Zentimetern fällt der von uns getestete Nitro 98 auch rund fünf Zentimeter kürzer aus als die beiden anderen Goya-Modelle. Das breite Heck soll gutes Angleiten und Durchgleiten beim Abreiten ermöglichen. Um gute Dreheigenschaften zu gewährleisten, sitzt die hintere Schlaufe sehr weit hinten. Schlaufen und Pads fallen tadellos und bequem aus.

Verlagssonderveröffentlichung
Den Nitro könnte man als Stubby-Shape bezeichnen – kompakt und mit breitem Heck.
Foto: Manuel Vogel

So fährt sich der Goya Nitro 3

Der Nitro 3 Pro nimmt Segelzug gut an, kommt ohne spürbare Gleitschwelle ins Rutschen und erreicht früh eine sportliche Gleitlage – damit wären die Grundvoraussetzungen für typische Euro-Bedingungen mit Strömung schon mal erfüllt. Die Wasserlage ist weniger satt und deutlich spritziger als beim Custom 4, insgesamt bietet der Nitro 3 eine gute Mischung aus sportlich-freiem Fahrgefühl und der im Kabbelwasser nötigen Kontrolle. Tipp: Mastfuß eher mittig oder leicht dahinter montieren, dadurch wird das Brett etwas freier.

Auch auf der Kante steht das Brett schön sicher und carvt ohne zu zicken durch die Halse. Auf der Welle zieht der Nitro durch mittlere und weite Radien mit gutem Grip und nimmt den Speed schön mit hoch zur Wellenlippe. Die Dreheigenschaften sind für ein Brett dieser Größe durchaus passabel – vor allem Turns mit wenig Speed und über den hinteren Fuß dreht man durchaus radikal. Das gilt auch für ambitionierte Wave-Moves wie Backside-360s, bei denen das Brett von seinen kompakten Maßen und einem hohen Grundspeed profitiert.

Foto: Manuel Vogel

surf-Fazit:

Der Goya Nitro wird seinem Anspruch, ein guter Kostverwerter zu sein, durchaus gerecht. Er überzeugt mit guter Gleit-Power, spritzigem Fahrgefühl und mehr als passablen Dreheigenschaften. Unserer Einschätzung nach positioniert sich der Nitro bezüglich Gleiteigenschaften und Drehfreudigkeit zwischen den Modellen Custom 3 und Custom 4 und dürfte damit für alle Waver eine Option sein, denen der Custom 3 etwas brav und der Custom 4 zu radikal ausfällt.

Technische Daten Goya Nitro 3 Pro

  • Größen: 89/98/106 Liter
  • Längen: 218/220/220 cm
  • Breiten: 58,6/59,3/59,9 cm
  • Preise: 2590 Euro
  • Infos: goyawindsurfing.com
Foto: Manuel Vogel