Test 2016: WindSUP – Aufblasbare Windsurfboards

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 5 Jahren

Die komplette Ausrüstung verschwindet im Kofferraum eines Smart. Starboard und RRD bieten jetzt Freerideboards zum Aufblasen und RRD sogar das passende Faltrigg an. Das klingt verlockend wie nie – aber gesurft wird nicht im Kofferraum, sondern auf dem Wasser. Wir haben deshalb beides gründlich ausprobiert.

Die aufblasbare Windsurf-Ausrüstung passt in den Kofferram...

Wer braucht das denn überhaupt? Selten haben wir diese Frage häufiger gehört. Man wird sie immer treffen: Die Skeptiker und reinen Nutzwert-Surfer. Doch da sind auch die Visionäre, die Tüftler, die sich von kleinen Rückschritten nicht abschrecken lassen. Und nur die treiben die Entwicklung voran. So wie RRD und Starboard in diesem Fall. Und so haben wir am Strand ebenso oft wie die kritischen Blicke auch Staunen und Bewunderung erlebt, wenn sich unter dem rappelnden Gedröhne des Kompressors ein komplett surfbereites Board aus dem Kofferraum entrollte.

Zugegeben: Auch wir tun uns noch schwer, alle aufblasbaren Boards hundertprozentig zuzuordnen, punktgenau zu bewerten. Oft wird uns – dem Testteam – die Erwartung zugeschoben, den Daumen zu heben oder zu senken, die Empfehlung zu geben: "Kaufen" oder "Verkaufen". Bei diesem Test haben wir uns aber auch intern häufiger in Grundsatzdiskussionen verloren: warum man eigentlich überhaupt ein aufblasbares Board brauchen könnte, der Dachgepäckträger ist ja bereits erfunden und ein Auto "oben ohne" sieht sowieso komisch aus. Doch wir waren gleichzeitig davon begeistert, dass es überhaupt funktioniert. Egal wofür, oder für wen. Allein, dass es geht. Dass man mit einem frisierten Stand-up-Board über den See glühen kann, ist schon Faszination genug. Egal, ob es am Ende für die meisten Surfer (noch) keine geeignete Alternative bietet. Aufblasbares Windsurfen ist zumindest in der zeitlichen Entwicklung ungefähr auf der Stufe "Affe verlässt den Baum", doch die Evolution verläuft schneller als gedacht. 40 km/h mit einem Aufblasboard, fast 50 km/h mit einem 7,0er Faltsegel. Das war vor einem Jahr nicht denkbar und ist jetzt bereits möglich. Dabei findest du weniger geeignete Boards, aber auch solche, die schon recht ordentlich funktionieren und einige, die bei bestimmten Ansprüchen schon jetzt ein echter Kauftipp sein können. So wie die SUPs mit Gleitoption.

Stephan Gölnitz Die aufblasbaren Freerideboards benötigen alle ordentlich Druck im Segel. Bei Leichtwind an der Gleitgrenze kann das mühsam werden.

SUPs mit Gleitoption

Der Kniff ist eigentlich nahe liegend, genau wie bei der Büroklammer. Es muss nur jemand drauf kommen. Bisherige iWindSUPs, also aufblasbare Paddelboards mit Mastfußeinsatz, saugen sich wie jeder Verdränger bei zunehmender Geschwindigkeit mit dem Heck mal mehr mal weniger, aber eigentlich immer satter ins Wasser. Schwereloses Gleiten ist mit den runden, dicken Kanten am Heck aufblasbarer Boards schwer möglich. Erst die flexible, scharfe Abrisskante, die Starboard 2015 erstmalig am Airplane präsentierte, brachte die echte Befreiung von dieser Verdränger-Fessel. Auch auf den hier getesteten WindSUPs in 11’2” und 12’6” war das Tuning mit der zusätzlichen scharfen Gummileiste deutlich spürbar. 

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Test 2016: WindSUP – Aufblasbare Windsurfboards

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Die komplette Ausrüstung verschwindet im Kofferraum eines Smart. Das hat bisher nur nach Vorbehandlung in der Schrottpresse funktioniert. Starboard und RRD bieten jetzt Freerideboards zum Aufblasen und RRD sogar das passende Faltrigg an. Das klingt verlockend wie nie – aber gesurft wird nicht im Kofferraum, sondern auf dem Wasser. Wir haben deshalb beides gründlich ausprobiert. Dazu auch die neuen, zum Gleiten verbesserten SUPs mit Windsurfoption.

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