Windsurf Fahrtechnik: Wave

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 3 Jahren

Der Ritt auf einer kleinen Ostseewelle endet bei auflandigem Wind oft schon nach dem ersten Turn. Damit dieser wenigstens Schmackes hat, ist die richtige Positionierung auf der Welle wichtig. Wir zeigen euch, wie ihr das Maximum aus Mikrowellen herausholt.

Fahrtechnik Wave: Bild 1

Bei (schräg) auflandigem Wind trennt sich beim Wellenabreiten die Spreu vom Weizen. Frontside-Ritte erfordern dann ein besonderes Timing und eine völlig andere Positionierung auf der Welle als beispielsweise bei Sideshore Bedingungen. Bei Sideshore oder gar Sideoffshore laufen Wellenritte in der Regel nach folgendem Schema ab: Positionieren am steilsten Teil der sich aufbauenden Welle ("Peak"), Abreiten nach Lee in Richtung des flacheren Teils ("Wellenschulter").

Weil bei auflandigem Wind die Wellen schneller in sich zusammenfallen und die Anfahrt zum Cutback aufgrund des ungünstigen Windwinkels länger dauert, ist mehr als ein Turn nach Lee in der Regel nicht drin. Damit wenigstens der eine Cutback ordentlich Schmackes hat, muss man sich auf der Welle richtig positionieren. Statt bei der Anfahrt also am Peak zu warten, lässt man diesen bewusst in Lee liegen (Bild 1, oben) und zieht weiter Höhe, bevor man in den Bottom Turn (Bild 2) geht. 

Fahrtechnik Wave: Bild 2

Ein breiter Griff am Gabelbaum und vorgedrückte Knie sind der Garant dafür, dass man im Bottom Turn möglichst viel Speed für den langen Weg zum Cutback generiert. Richtig positioniert hat man sich im Vorfeld dann, wenn einem der brechende Wellenteil jetzt entgegenkommt (Bilder 3 und 4). 

Fahrtechnik Wave: Bild 3

Fahrtechnik Wave: Bild 4

Um in dieser Phase den Segelzug nicht abzuwürgen, muss das Segel weit geöffnet werden, das Verrutschen der Segelhand Richtung Mast hilft dabei enorm. Je direkter man die Welle anfährt, desto mehr Segelzug baut sich während der Anfahrt auf der Segelhand auf.

surf-Tipp: Häufiges Problem in dieser Phase ist das Einparken im Wellental. Bei auflandigen Bedingungen hilft es daher, ein möglichst großes Waveboard zu fahren und das Segel mit mehr Bauch zu riggen, um mehr Drive im Turn zu generieren. Hat man den Abstand zum Peak im Vorfeld richtig eingeschätzt, trifft man den brechenden Teil der Welle genau im richtigen Moment (Bild 5), der aufgebaute Segelzug entlädt sich in einem krachenden Cutback – auch aus Mikrowellen kann man mit der richtigen Positionierung also einiges machen.

Fahrtechnik Wave: Bild 5

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 9/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.

Schlagwörter: Fahrtechnik Wave


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • RRD Freestyle Wave V2 116 LTD

    Invalid date

  • Mistral Joker Wave 95

    Invalid date

  • Twin Fin Boards 2008

    Invalid date

  • Breite Waveboards 2006

    Invalid date

  • JP-Australia Freestyle Wave

    Invalid date

  • RRD Wave Twin 74 LTD

    Invalid date

  • Video: Duck Jibe

    Invalid date

  • Waveboards 75 2002

    Invalid date

  • Freestyleboards- und -sails 2005

    Invalid date