Racer of the Sea mit Rekord-Starterfeld beim Surf-FestivalFoto: Henning von Jagow

Racer of the Sea mit Rekord-Starterfeld beim Surf-Festival

Andreas Erbe

 6/2/2022, Lesezeit: 4 Minuten

Das Mercedes-Benz Surf-Festival hat auch dieses Jahr in gewohnter Manier seinen Platz im Eventkalender der Windsurf Branche gefunden. Die Kirsche auf der Torte des Events stellte dabei für viele Windsurfer der Racer of the Sea - powered by Starboard & Severne - dar. Mit 68 Teilnehmern konnte die fünfte Auflage des ROTS einen Rekord verbuchen. Leo Richter berichtet direkt aus Teilnehmersicht.

Wie auch im letzten Jahr stellte das Surf-Festival gelungene Rahmenbedingungen für die von Leon Delle und Oliver Tom Schliemann veranstaltete Jedermann Regatta. Die ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche des Festivals hinterließ bei einigen früher angereisten Teilnehmern ihre Spuren. Der ein oder andere schaffte es gerade so eben rechtzeitig zur Anmeldung des Racer of the Sea am Samstagmorgen. Egal ob frisch angereist oder stolzer Vollzeit-Festival-Camper, die Bedingungen ließen alle Surfer Herzen höher schlagen. Nach regnerischen Tagen erfüllte der Samstag alle Hoffnungen und es gab ordentlich Wind und vor allem: Sonne! Traumhaft! Die nahezu sommerliche Stimmung an Land stellte sich auf dem Wasser als ziemlich tough heraus. Chop und über 25 knoten Wind zeigten ihre volle Stärke. Einzelnen Teilnehmern waren die, für das Racing anspruchsvollen Bedingungen, etwas zu viel und sie wählten die Variante des Zuschauens. Für die 46 Starter, die sich auf den Kurs getraut haben, galt nur eins: Ballern! … und dabei natürlich ohne Bein- und Mastbruch das Wasser wieder zu verlassen.

Starkes Feld und starker Wind beim Racer of the SeaFoto: Henning von Jagow
Starkes Feld und starker Wind beim Racer of the Sea

Stürmischer Samstag beim Racer of the Sea

Das Feld beim Racer of the Sea wurde in zwei Divisionen unterteilt, welche getrennt gestartet sind. “Mixed”, heißt Finne und Foil zusammen, und “Fin Only”, in der nur mit Finne gefahren wurde. Trotz des vielen Windes fanden sich in der Mixed Division mit Michele Becker, Pawel Dietrich, Leopold Senst und Tjalve Böttger auch am Samstag einige tapfere Foiler wieder. Auch wenn die ersten paar Schläge mehr einem Rodeo-Ritt auf einem wild gewordenen Stier ähnelte als einem Slalomrennen, zeigten die Foiler doch welches Potenzial auch bei viel Wind in den Tragflügeln steckt. Michele Becker platzierte sich mit seinem fliegendem Brett nämlich auf dem Treppchen hinter Nico Prien und Dennis Müller auf der Finne. Ansonsten konnte frei gewählt werden, mit welchen Material an den Start gegangen wird. Von Slalom-, über Wave, bis hin zu Freestyle-Material war alles am Start.

Nico Prien siegt in der Miexd-WertungFoto: Henning von Jagow
Nico Prien siegt in der Miexd-Wertung

Von den 68 Teilnehmern beim Racer of the Sea waren mit 24 U19-Startern mehr als ein Drittel der Surfer Jugendliche. Die Freude seitens des Veranstalters war dementsprechend groß, dass der Einstieg für Jugendliche, wie gewollt, sehr einfach ist und sich die Jugend gegenseitig auf dem Wasser zum Racing animiert und motiviert. Der jüngste aller Teilnehmer war nur 10 Jahre alt und behauptete sich auf dem Kurs gegen Konkurrenten bis über 50 Jahre Alter hinaus. Die beste Dame im Feld wurde Nadia Jablonski, die nicht nur durch ihre Platzierung als beste Dame für Aufsehen sorgte. Für ihren Frontloop über die Ziellinie wurde sie vom Zielboot aus abgefeiert.

Mehr als ein Drittel jugendliche Starter verzeichnete der Racer of the SeaFoto: Henning von Jagow
Mehr als ein Drittel jugendliche Starter verzeichnete der Racer of the Sea

Abgefeiert wurde auch am Samstag Abend. Nachdem die Teilnehmer zusammen an der Racer of the Sea Pagode gegrillt haben und alle einen der vielen Preise aus der Tombola, die durch die vielen Partner wie beispielsweise Starboard & Severne bereitgestellt wurden, bekommen hatten, ging es auf die Tanzfläche. Das Set von Lina Erpenstein sorgte für gute Stimmung.

Sonniger Sonntag ohne Rennen

Der Sonntag brachte zwar viel Sonne, warme Temperaturen und sommerliches Feeling, von Wind war allerdings keine Spur. Die übermotivierten Foiler probierten zwar ihr Glück, aber kamen auch nur dümpelnder Weise voran.

Selbst die Foiler kamen am Sonntag nicht mehr richtig ins FliegenFoto: Henning von Jagow
Selbst die Foiler kamen am Sonntag nicht mehr richtig ins Fliegen

Der Tag war also der Siegerehrung vorbehalten. Bei dieser standen die Damen, Rookies und Nachwuchsfahrer im Vordergrund und freuten sich über den Sieg in ihrer Division. In der Mixed Wertung behauptete sich Kai Ravesloot als bester Regatta Einsteiger und bekam schon auf der Bühne Lust auf mehr Regatta Erfahrung. In der Finnen Kategorie ging der erste Platz der Rookies an Marius Bocker. Die beiden Rulff Brüder Merlin und Julian sicherten sich Platz 2 und 3. In der Mixed-Youth-Wertung gewann Leo Richter knapp vor Marlon Maethner. Dritter wurde Meno Büchler. Den ersten Platz in der Finnen-Youth-Wertung konnte Jesse Richter vor den beiden Young-Guns Philipp Köhlert (13) und Mika Henning (10) für sich behaupten.

Glückliches Teilnehmerfeld bei der SiegerehrungFoto: Henning von Jagow
Glückliches Teilnehmerfeld bei der Siegerehrung

Die besten Racer of the Sea in den unterschiedlichen Kategorien:

Mixed:
Rookie
1. Kai Raversloot

Overall
1. Nico Prien
2. Dennis Müller
3. Michele Becker

Jugendliche
1. Leo Richter
2. Marlon Maethner
3. Meno Büchler

Damen
1. Nadia Jablonski

Finne
Rookie
1. Marius Bocker

Overall
1. Kai Paustian
2. Tim Wunderlich
3. Markus Franziskowski

Jugendliche
1. Jesse Richter
2. Philipp Köhlert
3. Mika Henning

Weiter Infos zum Racer of the Sea und die nächsten Veranstaltungen findet ihr unter:
www.racerofthesea.de