Aufsteiger-Spot des Monats: Haga Park auf ÖlandFoto: Tobias Frauen

SchwedenAufsteiger-Spot des Monats: Haga Park auf Öland

Tobias Frauen

 8/17/2021, Lesezeit: 4 Minuten

"Die Insel der Sonne und des Windes" wird Öland auch genannt - klingt vielversprechend. Mit Haga Park hat die schwedische Insel auch einen Allround-Surfspot, der kaum Wünsche offen lässt!

Die Station am Spot bietet Kurse, Leih-Material und Ersatzteile.Foto: Tobias Frauen
Die Station am Spot bietet Kurse, Leih-Material und Ersatzteile.
Auf der Wiese direkt am Spot lässt es sich entspannt aufriggen und pausieren.Foto: Tobias Frauen
Auf der Wiese direkt am Spot lässt es sich entspannt aufriggen und pausieren.
 Parken, Shop, Unterkunft - die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen.Foto: Tobias Frauen
Parken, Shop, Unterkunft - die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen.
Ein riesiger Stehbereich gibt Ein- und Aufsteigern SicherheitFoto: Tobias Frauen
Ein riesiger Stehbereich gibt Ein- und Aufsteigern Sicherheit
Die Station am Spot bietet Kurse, Leih-Material und Ersatzteile.Foto: Tobias Frauen
Die Station am Spot bietet Kurse, Leih-Material und Ersatzteile.
Auf der Wiese direkt am Spot lässt es sich entspannt aufriggen und pausieren.Foto: Tobias Frauen
Auf der Wiese direkt am Spot lässt es sich entspannt aufriggen und pausieren.
Auf der Wiese direkt am Spot lässt es sich entspannt aufriggen und pausieren.
 Parken, Shop, Unterkunft - die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen.
Ein riesiger Stehbereich gibt Ein- und Aufsteigern Sicherheit
Die Station am Spot bietet Kurse, Leih-Material und Ersatzteile.

Schweden ist vielleicht nicht ganz oben auf der Liste der Top-Reiseziele für Windsurfer, hat aber jede Menge tolle Spots zu bieten. Überfüllt ist es selten, trotzdem trifft man zumindest an den bekannteren Spots meistens freundliche Schweden, die sich über Gäste freuen. Auf Öland, einer langgestreckten Insel vor der Ostküste, bietet der Spot Haga Park ideale Bedingungen für Einsteiger, Aufsteiger und die ganze Familie!

Der Shop "Surfers" aus dem Kult-Spot Varberg betreibt hier eine kleine Filiale, die Kurse, Leihmaterial und die nötigsten Ersatzteile anbietet. Direkt nebenan sitzt der örtliche Surfclub, der Trainings und Regatten organisiert.

Haga Park selber ist ein größeres, aber immer noch gemütliches Feriengebiet mit diversen Hütten, Häusern und einem schönen Campingplatz. Je nachdem wo genau man unterkommt, kann man das Material bequem von der Unterkunft bis zur Wasserkante tragen oder man braucht einen Surftrolley. Direkt am Spot gibt es jede Menge Parkplätze für Tagesgäste. Eine Reihe Bäume und Sträucher schirmt den Campingplatz von westlichen Winden ab.

Anreise

Von Deutschland aus erreicht man Schweden am besten per Fähre von Travemünde oder Rostock aus. Die meisten Fährlinien steuern Trelleborg an der Südküste an, von dort aus sind es dann noch etwa vier Stunden Fahrt bis nach Öland.

Alternativ kann man auch über Dänemark fahren (Fähre Puttgarden-Rödby oder Rostock - Gedser, beziehungsweise den Landweg über Kolding, Fyn und die Störebaelt-Brücke) und dann über die Öresund-Brücke nach Malmö reisen.

Nach der Fahrt über die beeindruckende Ölands-Brücke, eine der längsten Brücken Europas, habt Ihr Öland erreicht und es geht rechts ab in den kleinen Touristenort Färjestaden. Nach ein paar Kilometern Landstraße ist dann Haga Park gut sichtbar rechts ausgeschildert.

Wind & Wetter

Der Spot funktioniert bei allen Windrichtungen von Süd bis Nord, am besten sind westliche Winde. Der Kalmar-Sund zwischen Öland und dem Festland beschleunigt vor allem Süd- und Südwestwind noch einmal spürbar, so dass man häufig etwa eine Segelgröße kleiner aufbauen kann als die Vorhersage verspricht.

Wie überall in Nordeuropa bietet der Sommer die angenehmsten Temperaturen, Frühling und Herbst die besten Windaussichten. Im Juli und August ist die Durchschnittstemperatur mit knapp über 20 Grad am höchsten, mit einem 4/3er Neo ist man dann gut bedient. Auch Herbststürme kann man mit einem 5/3er oder 5/4er noch gut mitnehmen.

Spots

Direkt hinter dem schmalen Strand am Spot liegt eine flauschig-grüne Wiese zu aufriggen und pausieren, inklusive Kinderspielplatz. Der stehtiefe Bereich erstreckt sich mehrere hundert Meter weit in den Kalmarsund hinein und gibt Ein- und Aufsteigern jede Menge Sicherheit. Etwa 1,5 Kilometer draußen liegen zwei kleine Stein-Inselchen, bis dorthin reihen sich mehrere Sandbänke in Nordnordwest-Südsüdost-Ausrichtung aneinander, die auch bei stärkerem Wind die Kabbelwellen etwas bremsen.

Südlich des Windsurf-Spots befindet sich ein ausgewiesener Kite-Spot, sodass sich beide Gattungen eher selten in die Quere kommen. Im Norden schließt sich direkt ein Naturschutzgebiet an, das auf keinen Fall befahren oder betreten werden sollte. Eine gut sichtbare Bojen-Kette zeigt an, wo Schluss ist.

Bei starkem, lang andauerndem Südwind kann es sein, dass das Wasser aus dem Sund herausgedrückt wird und der Wasserspiegel sinkt. Dann können die Sandbänke knapp unter der Wasseroberfläche lauern. Viele Locals haben für solche Tage ältere Finnen abgesägt oder fahren auffällig kleine Seegrasfinnen.

Im stehtiefen Bereich lassen sich ganz entspannt Halsen und Wenden trainieren. Fortgeschrittene können sich auch etwas weiter raus wagen, an den äußeren Sandbänken rollt schon mal eine durchaus brauchbare Ostsee-Dünung. Immer im Blick ist dabei Kalmar samt historischem Schloss und die markante Ölands-Brücke.

Und bei Flaute?

Öland ist für die Schweden eine sehr beliebte Urlaubsinsel mit vielen Angeboten. Nicht umsonst verbringt auch die schwedische Königsfamilie hier seit vielen Jahren den Sommer. Deren Wohnsitz Solliden kann man ebenso besuchen wie die direkt daneben liegende Ruine von Schloß Borgholm. Die gleichnamige Stadt ist ebenso wie Färjestaden abgesehen vom Tourismus eher beschaulich, wer es etwas urbaner mag, ist in knapp 20 Minuten in Kalmar.

Einen Ausflug wert sind die Nord- und Südspitze der Insel mit ihren markanten Leuchttürmen. Auf dem Weg dorthin fallen einem die unzählichen alten Windmühlen auf, mit denen die Bewohner den allgegenwärtigen Wind schon seit Jahrhunderten für ihre Zwecke genutzt haben. Im kargen Süden wurden einst die Steine von den Feldern geklaubt und zu kilometerlangen Mäuerchen gestapelt, die die Felder unterteilten und den Boden vor Erosion bewahren sollten.

Weitere tolle Schweden-Spots findet Ihr in unserem Spotguide für die Westküste!