7 auf einen StreichIsland Hopping Ostfriesische Inseln

7 auf einen Streich: Island Hopping Ostfriesische InselnFoto: Dennis Gross

Island Hopping steht als Synonym für superreiche Business-Menschen, die im Helikopter für einen Drink auf die Nachbarinsel fliegen. Island Hopping kann man aber auch ganz anders interpretieren, weniger dekadent, dafür mit viel mehr unvergesslichen Erlebnissen. Dennis Müller – sonst auch gerne in der weiten Welt unterwegs – hat mit seiner Freundin Katrin den Mikrokosmos der Ostfriesischen Inseln mit Fahrrad, Zelt und Surfmaterial erkundet – ein Mikro-Abenteuer vom Feinsten über sieben Inseln.

Australien, Südafrika, Chile, Tarifa, Bretagne, Gardasee – alles Traumspots, von denen jeder Wassersportler schwärmt. Aber wer von euch hat Wangerooge, Langeoog oder Borkum auf dem Radar? Kann man dort wirklich gut Windsurfen? Das wollte ich unbedingt selbst erfahren. Ist Norderney der beste Windsurfspot der sieben Ostfriesischen Inseln? Habe ich mich vor acht Jahren für den richtigen Homespot mit den besten Bedingungen entschieden? Was ich euch bereits verraten kann, jede der sieben Ostfriesischen Inseln ist eine Reise wert. Auch ohne eine vierstellige Kilometer- leistung auf dem Tacho abzuspulen oder sogar in den Flieger zu steigen, kann man auf der heimischen Nordsee ideale Windsurfbedingungen erwischen.

Besonders der Erholungsfaktor bereits ab der Fähre – für einen Windsurftrip mit Partner oder der ganzen Familie – hat ein großes Wohlfühlerlebnis.

Seit acht Jahren lebe ich bereits mit meiner Freundin auf Norderney. Meist sucht man sich besondere Reiseziele auf anderen Kontinenten aus. Unser Plan war es, sich jedes Jahr auch zwei andere Ostfriesische Inseln anzuschauen. In der Zeit haben wir es zusammen leider nur auf die Nachbarinsel Juist geschafft. Der Reiz war doch immer größer, die wenigen Urlaubstage für besondere Reiseziele zu nutzen. Doch besonders schön sind oft die nahegelegensten Spots und ich kann jedem empfehlen, seine nahe Umgebung genau zu erkunden.

  Mit dem Bike zum Beach... und dann noch Camping-Romantik...Foto: Dennis Gross
Mit dem Bike zum Beach... und dann noch Camping-Romantik...

Seit längerer Zeit hatte ich die Idee, alle sieben Ostfriesische Inseln zu erkunden. Diesen August passte das Projekt ideal in unseren Zeitplan. Unsere Challenge war es, den Trip ohne unseren Bulli zu starten und möglichst CO₂-neutral mit eigener Beinkraft ans Ziel zu kommen. Optimal ausgestattet mit Maxx Fatbikes und reacha Surfanhängern für den Strand und minimaler Campingausrüstung wie Wurfzelt, selbstaufblasbare Matratzen, nachhaltigen Voited Schlafdecken, einem Kocher und einer mini Kühltasche starteten wir unser Mikro-Abenteuer. Dies ermöglichte uns maximale Flexibilität und autarkes Übernachten. Die größte Aufgabe stellte die richtige Materialwahl für 15 Tage dar. Nach der Wetterprognose mit leichtem Wind und Ausblick von 15 bis 18 Knoten aus Nordwest entschied ich mich sicherheitshalber für mein großes Foil-Set-up und Freestyler mit 5,0 und 5,7 qm, um für alle Bedingungen gewappnet zu sein. Während der Reise wurde mir schon klar, dass ich mich an der Nord- und nicht an der Ostsee befinde. Man lernt also nie aus bei der Materialwahl!

Den gesamten Revierbericht zu den Ostfriesischen Inseln mit diesen Spot-Beschreibungen und Windinformationen findet ihr als PDF unten im Download-Bereich:

  • Norderney
  • Baltrum
  • Langeoog
  • Wangerooge
  • Spiekeroog
  • Borkum
  • Juist & Norderney
Norderney
Foto: Valentin Böckler
Foto: SURF Magazin

INFOS

Unsere Ausrüstung: Maxx Fatbikes, ideal für den Strand, reacha Fahrradsurfanhänger, Zelt und Camping-Ausrüstung, regenfeste Taschen und Kleidung

Norderney:

Baltrum:

Fähre: www.baltrum-linie.de | Materialtransport: 28 Euro | Zeltplatz: www.jbs-baltrum.de

Langeoog:

Fähre: www.langeoog.de | Materialtransport: 20 Euro | Zeltplatz: aktuell geschlossen (bis 31.12.2022)

Spiekeroog:

Fähre: www.spiekeroog.de | Materialtransport: 43,20 Euro | Zeltplatz: www.spiekeroog.de/zeltplatz/

Wangerooge:

Fähre: www.siw-wangerooge.de | Materialtransport: 68 Euro | kein Zeltplatz

Um Transportkosten auf die autofreien Inseln zu sparen, könnt ihr für den Materialtransport den Frachter am Morgen nutzen.

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