Spotguide Maasholm – Windsurfen auf der SchleiFoto: Manuel Vogel

SchleiSpotguide Maasholm – Windsurfen auf der Schlei

Manuel Vogel

 9/28/2013, Lesezeit: 2 Minuten

Ein Wochenende im Juli. Sonne, Ostwind – fünf Windstärken zaubern weiße Schaumkrönchen auf die Ostsee. Du zerrst dein Material ins Wasser, blickst dich um und fragst dich, warum hier niemand windsurft. Wo ist der Haken? Wir haben ihn gesucht und nicht gefunden. Es scheint so, als wurde der Surfspot Maasholm einfach irgendwie vergessen.

40, vielleicht 50 Windsurfer ziehen ihre Bahnen im Wormshöfter Noor, üben ihre Halsen oder stehen in kleinen Grüppchen im Wasser und halten einen kleinen Schnack. An der Surfschule Maasholm herrscht reger Betrieb, die Fahnen zerren an ihren Masten und der Westwind treibt kleine Schäfchenwölkchen über die gelben Rapsfelder und die Pappelalleen am Ortseingang. Ein paar Meter weiter hängen einige Fischer ihre Netze zum Trocknen auf und werfen den täglichen Fang in bunte Plastikkisten.

Das alles ist 20 Jahre her. "Damals war der kleine Fischerort an der Schleimündung unter Windsurfern sehr bekannt", erzählt einer, der es wissen muss: Holger Beer wuchs hier auf, radelte als kleiner Junge am Noor entlang und schaute den bunten Segeln auf dem Wasser zu, bevor er es schließlich selbst lernte und bis heute einer von Deutschlands besten Freestylern und Wavesurfern wurde. Vieles, was damals war, ist bis heute so geblieben: Die Surfschule Maasholm gab es auch damals schon (man munkelt sogar, dass sie eine der ältesten Windsurfschulen Deutschlands sei), noch immer fahren die Fischer mit ihren alten Kuttern auf die Ostsee und vor allem wenn im Frühjahr die Heringsschwärme zum Ablaichen in die Förden der Ostsee wandern, herrscht an der kleinen Hafenanlage noch reger Betrieb.

    Holger Beer freut’s – so gibt es Platz zum Tricksen.Foto: Manuel Vogel
Holger Beer freut’s – so gibt es Platz zum Tricksen.

Holger Beer steht am kleinen Deich, blinzelt in die Abendsonne und trimmt an seinem 5,3er herum. Zwar lebt und arbeitet er mittlerweile in Flensburg, doch auch heute noch fährt er regelmäßig für eine kleine Feierabend-Session nach Maasholm. "Ich finde einfach, dass dies ein wunderschönes Fleckchen Erde ist. Und die Windsurfbedingungen können sich ebenfalls sehen lassen. Egal bei welcher Windrichtung – hier findet man immer schöne Freeride- und Freestylebedingungen mit stehtiefem Flachwasser vor", erklärt Holger seinen Homespot. "Eigentlich muss Maasholm den Vergleich mit dem Burger Binnensee auf Fehmarn nicht scheuen. Und was dort an solch einem warmen Sommertag auf dem Wasser los wäre, will ich mir gar nicht vorstellen". Und in der Tat – alles was der Luftlinie nur 80 Kilometer entfernte Top-Spot auf Fehmarn zu bieten hat, kann Maasholm bei genauem Hinsehen auch.

Den gesamten Spotguide Maasholm mit den nachfolgenden drei Spots lest ihr HIER als PDF-Download.