Freemovesegel 2023NeilPryde Fusion 5,5 im Test

Stephan Gölnitz

 · 05.06.2023

Das NeilPryde Fusion gehört zu den kraftvollen Vertretern der Testgruppe.
Foto: Stephan Gölnitz
Das NeilPryde Fusion bringt viel Gleitpower bei Leicht- und Mittelwind, es ist stabil und kommt mit hohem Speed daher.

Sowohl auf dem 400er als auch auch einem 430er Mast lässt sich das Fusion 5,5 riggen. Das Segel gehört im direkten Gleitduell zu den stärksten Vertretern der Gruppe. Das liegt daran, dass sich das weiche Profil auch ohne Pumpzüge sofort auflädt und immer spürbaren Grundzug auf die Segelhand bringt. Dadurch kann man früh Druck auf die Finne geben, was für müheloses Angleiten, überdurchschnittliches Durchgleiten in Windlöchern und einen tollen Durchschnittsspeed sorgt. Nimmt der Wind zu, zollt das Konzept etwas Tribut, denn der Druckpunkt wandert in Böen früher nach hinten - umtrimmen an der Gabel ist dann nötig, damit das leichte Segelgefühl nicht verloren geht.

In Manövern liegen dem Fusion vor allem gecarvte Halsen, hier zieht es kraftvoll durch die Kurve, die Lattenrotation ist wunderbar weich. Natürlich sind mit dem Pryde-Modell auch Duckjibes, 360er und Spinloops drin, allerdings wirkt das Fusion aufgrund seiner längeren Gabel und des kraftvollen Profils weniger spielerisch als die HandlingWunder der Gruppe.

surf-Fazit zum NeilPryde Fusion 5,5

Das Fusion punktet bei Leicht- und Mittelwind mit top Gleitpower, Fahrstabilität und einem sehr hohen Durchschnittsspeed. So passt es besser zu Freeride- und Freemoveboards als für Basic-Freestyle und Ausflüge in die Brandung.

Gleitpower, Durchschnittsspeed

Kontrolle bei Starkwind

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Technische Daten NeilPryde Fusion 5,5

  • Preis: 819 Euro
  • Verwendeter Mast: Neilpryde SPX 400 RDM C 70, 1,90 kg, 70 % Carbon; Preis: 499 Euro
  • Segelgewicht: 3,94 kg
  • Mastgewicht: 1,80 kg
  • Gabelaussparung: 102-146 cm
Erhältliche Größen beim NeilPryde FusionFoto: surf-TestabteilungErhältliche Größen beim NeilPryde Fusion

Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Stellvertretender Chefredakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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