Einzeltest 2017: Freeracesegel Neilpryde V8 Einzeltest 2017: Freeracesegel Neilpryde V8 Einzeltest 2017: Freeracesegel Neilpryde V8

Einzeltest 2017: Freeracesegel Neilpryde V8

  • Jeanette Borchers
 • Publiziert vor 4 Jahren

Hornet raus, V8 rein. Die NeilPryde-Palette wird 2017 ordentlich aufgemischt. Das 7,7er V8 haben wir schon mal ausgerollt.

Stephan Gölnitz Einzeltest 2017: Freeracesegel Neilpryde V8

Was waren das für Zeiten, als bei NeilPryde noch der Big Block blubberte. Als nicht mehr ganz zeitgemäß war das beliebte V8 zwischenzeitlich für einige Jahre aus dem Verkehr gezogen worden, das Hornet schloss die Lücke. 2017 wird das V8 – mit neuer Software und Powermanagement – wieder für alle Wasserstraßen zugelassen. Vor allem "frühes Gleiten und Beschleunigung" wollte Designer Robert Stroj dem Segel verpassen, damit es auch als Alternative zu Racesegeln etwas kleiner gefahren werden kann. Dabei kommt dennoch "viel Einfluss aus dem Race­segel", wie Stroj erklärt, aber "im Vergleich würde man das V8 etwa einen Quadratmeter kleiner wählen." Nach unseren ersten Vergleichsfahrten dürften sich vor allem Freerace-Fans über die Rückkehr freuen. Denn das V8 kommt mit vielen alten Tugenden im modernen Outfit zurück in die Zukunft:

Das Segel wirkt leicht und kompakt, der etwas weiter vorne platzierte Druckpunkt sitzt super stabil. So kann es sich nicht nur vom Hornet, sondern hausintern auch vom NoCam-Segel Ryde deutlich absetzen, es positioniert sich wesentlich sportlicher und ist auch für richtig angepowertes Surfen bei viel Wind geeignet. Eine Latte mehr, davon alles Tubelatten bis auf die Fußlatte und die im Vergleich zum Hornet breitere Masttasche sind wesentliche Zutaten. Das Segel steht extrem stabil über dem Board, lässt sich easy auf dem Deck abschließen und lässt in Böen dosiert oben den Druck raus, gerade so viel, dass eine immense Beschleunigung erhalten bleibt. Wie versprochen gleitet das V8 gut, noch besser fallen allerdings Beschleunigung und "Durchzug" aus. Im unteren und mittleren Gleitwindbereich wirkte das Segel wie aufgeladen, es kommt gleich nach dem Angleiten sehr schnell auf Top-Speed und hält diesen auch bei nachlassendem Wind extrem lange bei – was  bei langen Schlägen über den Gardasee zu einer Top-Durchschnittsgeschwindigkeit führte. Selbst in knackigen Böen blieb das Segel auch bei geringer Schothornspannung tadellos und leichthändig kontrollierbar.

Neu ist auch das Handling: Mit noch spürbarerer Rotation, aber deutlich weniger "krawallig" und für ein Freeracesegel mehr als akzeptabel.

NeilPryde V8 7,7 Modell 2017

Größen: 6,2 | 6,7 | 7,2 | 7,7 | 8,2 | 8,7 | 9,4 qm Vorliek: 434 | 454 | 472 | 490 | 507 | 524 | 542 cm Gabel: 187-192/ | 193-198 | 199-204 | 205-210 | 210-215 | 215-220 | 221-226 cm Preise: 829 | 849 | 899 | 949 | 999 | 1049 | 1099 Euro Infos: www.neilpryde.com

Stephan Gölnitz Alles neu: Das V8 zeigt deutlich mehr und gleichmäßigeres Loose im Achterliek als das Hornet. 

Stephan Gölnitz Die neue Schothorngeometrie erleichtert die Gabelmontage im Vergleich zur aktuellen NeilPryde-Zacke enorm. 

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Themen: FreeracesegelNeilPrydeTestV8


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