Schon gefahrenFreestyle-Segel GA-Sails Pure 2022

Manuel Vogel

 · 02.07.2022

Schon gefahren: Freestyle-Segel GA-Sails Pure 2022Foto: Marius Gugg

Freestyle Pur! Beim GA-Sails Pure wurde vor allem an der Lattenabstimmung geschraubt. Ob das erfolgreich war, haben wir ausprobiert.

Das Pure ist seit Jahren das reine Freestylesegel von GA-Sails. Für die neue Saison wurde das Segel überarbeitet und mit steiferen Latten im Mittelbereich ausgestattet, was die Kontrolle verbessern soll. Alle vier verfügbaren Größen fallen gestreckt aus, unsere Testgröße mit 4,8qm wird auf einem 400er Mast geriggt. Die Vorliekskurve ist – wie bei Freestylesegeln typisch – sehr moderat, bereits mit wenig Kraft zieht man das nötige Profil ins Segel. Dabei gilt: Am Vorliek nicht übertrimmen, ein leicht sichtbares Loose Leech nur zwischen den oberen beiden Latten sollte nicht überschritten werden. An der Gabel kann man das Pure hingegen windabhängig anpassen – von „sackig“ bei Leichtwind bis hin zu flach bei Starkwind. Die übrige Ausstattung ist auf hohem Niveau, geschützte Lattenenden, ein perfekter Mastprotektor und integrierte Carbonfäden lassen keine Wünsche offen.

Verlagssonderveröffentlichung
GA-Sails Pure mit  Kevlar-Patches auf den Lattentaschen.Foto: Marius Gugg
GA-Sails Pure mit Kevlar-Patches auf den Lattentaschen.

Auf dem Wasser:

In der Angleitphase lädt sich das Pure richtig gut auf und bietet demzufolge viel Gleitpower, egal, ob man man nur passiv auf dem Brett steht oder aktiv anpumpt. Wir konnten das Segel mit nur minimalem Loose im Topp-Bereich quasi über alle Windbereiche gut fahren, Trimmanpassungen finden, wenn nötig, über die Gabelspannung statt. Auch in starken Böen bleibt das Segel länger druckpunktstabil als wir es von früher kannten, und das insgesamt sehr leichte Segelgefühl bleibt jetzt auch bei mehr Wind erhalten, ohne, dass das Segel sich „sackig“ anzufühlt. Selbst im bauchigen Trimm zieht sich das Profil beim Ducken schön raus, was ein neutrales Handling bei Kono & Co bewirkt, wenngleich es hier Segel gibt, die sich noch etwas präziser Ducken lassen. Dafür liefert das Pure auf Knopfdruck dann wieder volle Leistung, um sich für Powermoves aus dem Wasser zu poppen.

surf-Fazit:

Das GA-Sails Pure deckt einen erfreulich großen Windbereich ab und liefert stets genügend Dampf für Powermoves und obendrein auch die nötige Neutralität. Damit ist es sowohl für Freestyle-Novizen als auch Cracks eine Empfehlung.

GA-Sails Pure mit 
doppelter Schothornöse.Foto: Marius Gugg
GA-Sails Pure mit doppelter Schothornöse.

Technische Daten GA-Sails Pure

  • Größen: 4,0/4,4/4,8/5,2 qm
  • Vorliek: 383/392/412/425/ cm
  • Gabel: 147/154/158/169/ cm
  • Preise: 889/899/919/929 Euro
  • Weitere Infos zu GA-Sails gibt es hier->

Fett gedruckte Daten = Testsegel