Windsurf-Segel richtig reparieren – so wird’s gemachtFoto: Manuel Vogel

Windsurf-Segel richtig reparieren – so wird’s gemacht

Segel hin, Surttrip auch – schnelle Hilfe braucht man sich vom Segelmacher vor Ort während der Haupturlaubszeit meist nicht zu erwarten. Mit ein paar Tricks und günstigen Materialien kann man Windsurf-Segel oft selbst flicken.

Wer sein Segel schrottet, bringt es zum Segelmacher. Klingt logisch, ist sinnvoll – solange an den kommenden Tagen kein Wind angesagt ist. Denn wer an einem windigen Gardasee-Wochenende oder einer ausgeprägten norddeutschen Tiefdruck-Phase zum Segelmacher geht und damit gerne "morgen" wieder aufs Wasser möchte, erntet meist nur ein müdes Lächeln und einen dezenten Hinweis auf den Stapel Arbeit auf dem Nähtisch. Wenn eine Bahn komplett durchgerissen ist und das Segel in Fetzen hängt, gibt’s dazu leider keine Alternative, wer jedoch ein paar Utensilien im Reisegepäck hat, kann den Trip oft noch retten und selbst große Löcher so flicken, dass noch einige gute Sessions damit drin sind. Und reparieren lassen kann man Windsurf-Segel ja hinterher immer noch, sofern man auf schöne Optik Wert legt und bereit ist, ein paar Euro zu investieren.

  Shit happens!Foto: Manuel Vogel
Shit happens!

Den guten alten Basic-Trick mit Stickern oder Duct Tape kennen wohl die meisten, sobald ein Riss jedoch bis an die Nähte oder Dacronbahnen heranreicht, kommt man damit nicht mehr weiter. Alternativen müssen also her.

Wir zeigen euch, wie ihr mit ein paar Tricks, einer Tube Pattex und günstigen Materialien aus dem Segelsportbereich schnell wieder aufs Wasser kommt.

Loch im Windsurf-Segel: Reparieren oder weitersurfen?

Weitersurfen kannst du z.B. bei Beulen im Monofilm: Hat sich Monofilm einmal verformt, bleibt es wie es ist. Sieht nicht schön aus, ist aber eigentlich harmlos und weiterhin stabil! Auch bei kleinen Löchern im X-Ply muss die Session nicht beendet sein:

  Ein Loch im XPly muss nicht das Ende der Session sein!
Ein Loch im XPly muss nicht das Ende der Session sein!

X-Ply besteht aus zwei dünnen Monofilmlagen, zwischen die Fäden aus Polyester oder Aramid geklebt wurden. Diese verhindern ein Weiterreißen, die Session kann erstmal weitergehen. Zur Sicherheit solltest du das Loch aber nach dem Surfen mit Stickern oder Duct Tape notdürftig verarzten. Dies gilt auch für große, weißlich verfärbte Knicke im Monofilm, diese sind Sollbruchstellen, an denen das Windsurf-Segel früher oder später reißen wird:

  Selbstklebendes Dacron als Reparaturmaterial
Selbstklebendes Dacron als Reparaturmaterial

Reparieren solltest du in jedem Fall Löcher im Monofilm: Monofilm reißt nach einer Beschädigung bei Belastung bis zur nächsten Naht weiter. Aus einem kleinen Loch wird dann schnell ein Totalschaden. Auch wenn das Loch direkt an einer Naht endet, ist eine Reparatur nötig: Wie es geht, erfährst du in der Bildergalerie – klick dich rein!

Risse selbst reparieren – so geht’s!

Reparatur beidseitig durchführen. Fertig!Foto: Manuel Vogel
Reparatur beidseitig durchführen. Fertig!
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.    Foto: Manuel Vogel
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.  
Reparaturmaterial: Möglich ist Duct Tape (am besten von Tesa) oder auch ein gewöhnlicher Sticker. Sticker halten länger, wenn du die Ecken abrundest.Foto: Manuel Vogel
Reparaturmaterial: Möglich ist Duct Tape (am besten von Tesa) oder auch ein gewöhnlicher Sticker. Sticker halten länger, wenn du die Ecken abrundest.
Sticker beidseitig aufkleben und darauf achten, dass diese nicht, wie im Bild, auf Nähten oder Dacronmaterial enden.Foto: Manuel Vogel
Sticker beidseitig aufkleben und darauf achten, dass diese nicht, wie im Bild, auf Nähten oder Dacronmaterial enden.
Endet der Riss an einer Naht oder am Dacronmaterial, wird’s schwieriger. Wer auf schöne Optik Wert legt, geht jetzt zum Segelmacher, gerade bei älteren Segeln oder wenn die nächste Session schon vor der Tür steht, ist es aber oft sinnvoller und günstiger es selbst zu reparieren:    Foto: Manuel Vogel
Endet der Riss an einer Naht oder am Dacronmaterial, wird’s schwieriger. Wer auf schöne Optik Wert legt, geht jetzt zum Segelmacher, gerade bei älteren Segeln oder wenn die nächste Session schon vor der Tür steht, ist es aber oft sinnvoller und günstiger es selbst zu reparieren:  
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.    Foto: Manuel Vogel
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.  
Verwende selbstklebendes und möglichst dünnes Tuchmaterial. Dieses bekommst du als Meterware bei Segelmachern zum selber Zuschneiden (Quadratmeterpreis etwa 15 Euro). Vorteil: Größe selbst wählbar und damit auch für große Löcher verwendbar. Ebenfalls empfehlenswert für kleinere Risse ist das extrem reißfeste und selbstklebende "Spinnaker-Tape", (Beispiel PSP Marine Tapes, ca. 10 Euro bei Segelmachern oder im Internet). Klebetuch zuschneiden: Großzügig abschneiden und Ecken abrundenFoto: Manuel Vogel
Verwende selbstklebendes und möglichst dünnes Tuchmaterial. Dieses bekommst du als Meterware bei Segelmachern zum selber Zuschneiden (Quadratmeterpreis etwa 15 Euro). Vorteil: Größe selbst wählbar und damit auch für große Löcher verwendbar. Ebenfalls empfehlenswert für kleinere Risse ist das extrem reißfeste und selbstklebende "Spinnaker-Tape", (Beispiel PSP Marine Tapes, ca. 10 Euro bei Segelmachern oder im Internet). Klebetuch zuschneiden: Großzügig abschneiden und Ecken abrunden
Klebetuch aufkleben: Auf harte und ebene Unterlage auflegen und bis zur Naht aufkleben.Foto: Manuel Vogel
Klebetuch aufkleben: Auf harte und ebene Unterlage auflegen und bis zur Naht aufkleben.
Klebstoff (am besten Pattex) auf Tuch und Naht beidseitig auftragen, 10-15 Minuten warten und zusammenpressen.Foto: Manuel Vogel
Klebstoff (am besten Pattex) auf Tuch und Naht beidseitig auftragen, 10-15 Minuten warten und zusammenpressen.
Reparatur beidseitig durchführen. Fertig!Foto: Manuel Vogel
Reparatur beidseitig durchführen. Fertig!
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.    Foto: Manuel Vogel
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.  
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.    
Reparaturmaterial: Möglich ist Duct Tape (am besten von Tesa) oder auch ein gewöhnlicher Sticker. Sticker halten länger, wenn du die Ecken abrundest.
Sticker beidseitig aufkleben und darauf achten, dass diese nicht, wie im Bild, auf Nähten oder Dacronmaterial enden.
Endet der Riss an einer Naht oder am Dacronmaterial, wird’s schwieriger. Wer auf schöne Optik Wert legt, geht jetzt zum Segelmacher, gerade bei älteren Segeln oder wenn die nächste Session schon vor der Tür steht, ist es aber oft sinnvoller und günstiger es selbst zu reparieren:    
Befindet sich das Loch in der Mitte eines Fensters und endet nicht an einer Naht oder Tuchbahn, kann man dieses leicht selbst kleben: Folie trocknen und von Salz und Sand befreien (z.B. mit fettlösendem Spülmittel) Auf die Schnelle reicht oft ein gewöhnlicher Sticker. Am besten hat man jedoch immer zwei große Stücke selbstklebendes Tuchmaterial dabei.    
Verwende selbstklebendes und möglichst dünnes Tuchmaterial. Dieses bekommst du als Meterware bei Segelmachern zum selber Zuschneiden (Quadratmeterpreis etwa 15 Euro). Vorteil: Größe selbst wählbar und damit auch für große Löcher verwendbar. Ebenfalls empfehlenswert für kleinere Risse ist das extrem reißfeste und selbstklebende "Spinnaker-Tape", (Beispiel PSP Marine Tapes, ca. 10 Euro bei Segelmachern oder im Internet). Klebetuch zuschneiden: Großzügig abschneiden und Ecken abrunden
Klebetuch aufkleben: Auf harte und ebene Unterlage auflegen und bis zur Naht aufkleben.
Klebstoff (am besten Pattex) auf Tuch und Naht beidseitig auftragen, 10-15 Minuten warten und zusammenpressen.
Reparatur beidseitig durchführen. Fertig!

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