Manuel Vogel
· 13.04.2026
Nach der Session noch direkt am Spot stehenbleiben - viele Wassersportler machen das seit vielen Jahren in Dänemark. Dass wildes Campen offiziell nicht erlaubt ist, ist dabei den meisten bekannt, weil aber vergleichsweise selten kontrolliert wurde, nahmen viele Windsurfer, Kiter und Foiler das “Restrisiko” in Kauf.
An den Spots Nørre Vorupør und Hanstholm könnte sich dies allerdings nun ändern, denn es mehren sich die Anzeichen, dass ab dieser Saison strenger kontrolliert wird. So weist eine neue Beschilderung nun offiziell darauf hin, dass das Campen im Hafenbereich von Hanstholm verboten ist. Dafür ist das Übernachten am Spot nun legal möglich, wenn man eine Übernachtungsgebühr von 170 Kronen bezahlt, das entspricht ungefähr 23 Euro. Ein QR-Code weist den Weg zur Zahlung. Am Spot selbst wurden bereits vor einigen Jahren Toiletten und Müllcontainer aufgebaut, um die Hinterlassenschaften der Wassersportler zu minimieren.
Die Gebühr nicht zu bezahlen, könnte teuer werden, denn bei Missachtung droht eine Strafe von 650 Kronen (ca. 87 Euro). Die bezahlte Gebühr von 170 Kronen ist allerdings keine Einladung zum Campen, sondern erlaubt lediglich das “legale Übernachten”, will heißen: Wer Campingstühle, Kinderspielzeug und Grill vor dem Bus stehen lässt, kann auch in Zukunft für “wildes Campen” belangt werden - hier drohen im Extremfall sogar Strafen bis 500 Euro.
Während in Hanstholm das Parken (und Übernachten) weiterhin uneingeschränkt möglich ist, gibt es Einschränkungen am Spot Nørre Vorupør. Dieser ist vor allem unter Wellenreitern, aber auch unter Windsurfern und Foilern beliebt. Nun wird berichtet, dass die Parkplätze im Ortskern, also im Bereich von Räucherei, Surfshop und Nationalparkcenter, mit einer Höhenbeschränkung (max. 2,0 Meter) versehen wurden. Auch die Parkplätze weiter westlich an der Straße Havstokken sollen davon betroffen sein. Damit bleibt Wassersportlern aktuell nur noch die Möglichkeit, mit einem kleinen Auto anzureisen, oder auf die Parkplätze weiter östlich (”Hawblink”) auszuweichen.

Redakteur surf