Spot-X auf Fünen in Dänemark - Wingsurfen in Laborbedingungen

Andreas Erbe

 · 13.03.2023

Spot-X auf Fünen in Dänemark - Wingsurfen in Laborbedingungen
Die Ostseeinsel Fünen bietet mit dem “Spot-X” einen überragenden Flachwasserspot in reizvoller Landschaft. Hört sich gut an? Hier gibt’s einen Spotbericht.

Ein Bericht von Andreas Erbe:

Manchmal geht alles ganz schnell: Surfbretter aufs Dach, den besten Surfkumpel aus alten Tagen angerufen – und nach kurzer Telko beschlossen: Lass uns nach Fünen in Dänemark fahren, denn die große Insel zwischen Jütland und Seeland kannten wir noch nicht. Der Blick auf Google Maps zeigte viele flache Sandstrände, interessante Buchten und außergewöhnliche Küstenformationen. Da muss doch was Surfbares dabei sein.

Die weitere Internet-Recherche mit den Stichworten Fünen und Surfen ergab allerdings eine sehr überschaubare Zahl an Treffern. Ein sehr interessanter war aber dabei: Spot-X an der südwestlichen Küste. Eigentlich eher als Kitespot empfohlen, machten wir uns trotzdem mutig auf den Weg. Nach der imposanten Brücke, die Jütland mit Fünen verbindet, geht es Richtung Süden durch idyllische Ortschaften, die durch ihre gepflegten Bauten den Reichtum der Insel widerspiegeln.

Campingplatz in Assens auf FünenFoto: Andreas ErbeCampingplatz in Assens auf Fünen

Fährt man von dem Hafenstädtchen Assens weiter in Richtung Helnaes, kann man Spot-X gar nicht verfehlen – man fährt praktisch auf der Straße durch den Spot. Nur ein schmaler Damm trennt die Ostsee von einer Lagune, er verläuft schnurgerade von Norden nach Süden.

Windsurfer, Kiter, Wingsurfer - auf Fünen wird brüderlich geteiltFoto: Andreas ErbeWindsurfer, Kiter, Wingsurfer - auf Fünen wird brüderlich geteilt

Das heißt, der Westwind schaufelt auf der Luvseite unfahrbare Kabbelwellen gegen die Steinbefestigungen und schafft auf der Leeseite dagegen eine spiegelglatte Speed- und Freeridepiste - ideal zum Üben aller Manöver. Am nördlichen Ende bietet eine Wiese ausreichend Parkmöglichkeiten. Wir sind die einzigen Surfer, doch die rund 15 Kiter geben freundlich und entspannt Auskunft zu ihrem Spot.

Der Einstieg ist recht klein und schmal, Bretter und Wings am Ufer bei einer Pause liegen zu lassen, das ist eher keine gute Idee. Und auch der erste Eindruck, es gäbe einen großflächigen Stehbereich, täuscht zu Glück. So entpuppt sich Spot-X als toller Flachwasserspot, der vor allem bei Windrichtungen von Süd über West bis Nord tadellos funktioniert - ideal ist estlicher Wind, dann fährt man komplett im spiegelglatten Wasser hinter dem Damm. Man hat ausreichend Platz, um nicht mit den Kitern ins Gehege zu kommen. Nach ein paar Stunden verabschiedet sich der Wind, und wir suchen uns eine Bleibe auf einem Campingplatz direkt am Wasser in Assens.

In den nächsten Tagen finden wir unzählige, potenziell sehr gute Spots, doch der Wind reicht nicht, um sie gebührend zu testen. Beim nächsten Besuch von Fünen – und der wird schon bald sein – werden wir euch die nächsten tollen Wingspots vorstellen.

Wingsurfen lernen in Dänemark? HIER gibt’s die Wingsurf-Center im Überblick.

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Andreas Erbe

Redakteur surf

Andreas, 1962 in Osnabrück geboren, surft seit 1974 und lernte in einer der ersten Ostsee-Surfschulen Wenden und Halsen. Nach ersten Jahren am Dümmer See begann er 1988 als Tester und Redakteur beim surf-Magazin. Seit 2002 war er Chefredakteur und verantwortete die Inhalte des Magazins – dabei blieben die Spots an der dänischen Nord- und Ostseeküste seine Lieblingsreviere.

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