13 km nordwestlich von WarnemündeSeenotretter bergen Teilnehmer der Baltic Crossing Challenge

Stephan Gölnitz

 · 10.08.2026

13 km nordwestlich von Warnemünde: Seenotretter bergen Teilnehmer der Baltic Crossing ChallengeFoto: Archivfoto : Die Seenotretter - DGzRS
Seenotrettungskreuzer ARKONA / Station Warnemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf einer Kontrollfahrt.
Die Seenotretter der Station Warnemünde haben am Freitag, 7. August 2026, einen entkräfteten Windsurfer aus der Ostsee gerettet. Im Einsatz war der Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Gegen 13.15 Uhr erhielt die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, eine Meldung über einen überfälligen Windsurfer. Er war Teilnehmer der „Baltic Crossing Challenge“ – ein Programmpunkt der diesjährigen „Hanse Sail“. Die Regatta führte vom dänischen Gedser ins etwa 26 Seemeilen (rund 48 Kilometer) entfernte Warnemünde. Wo genau der Wassersportler sich befand, war zu diesem Zeitpunkt unklar.

Die Regatta führte vom Dänischen Gedser ins etwa 26 Kilometer entfernte Warnemünde.”

Vier Schiffe an der Aktion beteiligt

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See der DGzRS die Seenotretter der Station Warnemünde. Diese liefen wenige Minuten später mit dem Seenotrettungskreuzer ARKONA aus. Außerdem nahm die Rettungsleitstelle See unter anderem das Küstenstreifenboot „Warnow“ der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock, den Hochseebergungsschlepper „Baltic“ des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und das Forschungsschiff „Elisabeth M. Borgese“ des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) in den Einsatz mit auf. Dank eines Hinweises der beiden Warnemünder Hafenmeister konnte die genaue Position des Vermissten ermittelt werden: Alle Teilnehmer der „Baltic Crossing Challenge“ hatten einen sogenannten Tracker dabei, mit dem ihr Standort auf eine Live-Karte übertragen wurde. Dies nutzten die Seenotretter für die Suche nach dem Vermissten.

Windsurfer eine Stunde nach Alarmierung geborgen

Etwa eine Stunde nach der Alarmierung fanden die Seenotretter den 57-jährigen Mann schließlich etwa sieben Seemeilen (rund 13 Kilometer) nordwestlich von Warnemünde. Der Windsurfer saß völlig entkräftet und bereits unterkühlt auf seinem Surfbrett. Aus eigener Kraft war es ihm bei nordwestlichem Wind der Stärke fünf (bis zu 38 km/h) und bis zu zwei Metern Seegang nicht mehr gelungen, das Segel aus dem Wasser zu ziehen und zu starten. Mit dem Tochterboot CASPAR des Seenotrettungskreuzers ARKONA nahmen die Seenotretter den Wassersportler auf. Die an Bord befindliche freiwillige Seenotärztin versorgte den Patienten medizinisch. Im Hafen übergaben die Seenotretter ihn an einen Rettungswagen. Währenddessen hatten die „Warnow“ und die „Baltic“ Segel und Surfbrett aus dem Wasser geborgen.

Wer sich weiter über die DGzRS und Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchte, findet alles hier:
Die Seenotretter: Freiwillig - Unabhängig - SPENDENFINANZIERT

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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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