Spotguide Ostholstein und Lübecker BuchtDie besten Windsurf-Spots zwischen Dazendorf und Pelzerhaken

Manuel Vogel

 · 03.09.2026

Die Windsurfspots an der Lübecker Bucht und in Ostholstein brauchen sich nicht vor dem großen Nachbarn Fehmarn zu verstecken
Foto: Manuel Vogel
Für einen Windsurfurlaub an der Ostsee ist Ostholstein für die meisten nur Plan B – nach Fehmarn. Dabei bietet die Region tolle Flachwasser-, Dünungs- und Brandungspots und damit genügend Gründe, um auch zum Masterplan zu werden.

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Für viele Wassersport-Fans aus den Ballungsgebieten Lübeck und Hamburg ist ein Trip in die Region Ostholstein Normalität, schließlich sind die Spots zwischen Heiligenhafen und Niendorf auch für eine Feierabend-Session schnell zu erreichen. Bei Wassersportlern, die für einen Urlaub nach Schleswig-Holstein kommen, steht die Region meist im Schatten Fehmarns. Aber warum? Bei objektiver Betrachtung muss sich die Region Ostholstein nämlich keineswegs hinter Destinationen wie Rügen und Fehmarn verstecken.

Zwischen Dazendorf und Niendorf in der Lübecker Bucht gibt es zahlreiche Spots mit teilweise völlig unterschiedlichen Gesichtern. Man findet hier auf wenigen Kilometern alles, von perfektem Flachwasser, über Bump & Jump-Spots bis hin zu kraftvollen Ostseewellen. Vor allem der nördliche Teil der Region, mit den Topspots Heiligenhafen und Großenbrode, punktet mit einer hohen Windwahrscheinlichkeit, weil hier sowohl Ostwind- als auch Westwindlagen funktionieren. Hinzu kommt, dass Ostholstein eine hervorragende Infrastruktur für Wassersportler bietet – es reihen sich nicht nur die Spots wie an der Perlenkette auf, sondern auch Campingplätze, Unterkünfte und Surfschulen.

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Vom Flachwasser direkt in die Welle – das geht teilweise sogar am gleichen Spot.

​Wie an Nord- und Ostsee typisch, sollte man allerdings etwas mobil sein, um auf unterschiedliche Wetter-und Windbedingungen reagieren zu können. Aber auch allen, die ortsfest bleiben wollen, haben wir in diesem Spotguide ein paar Tipps zu bieten.

Die besten Windsurf-Spots in der Lübecker Bucht und Ostholstein

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Legende zu den Symbolen

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1. Blank-Eck

54.3533, 10.8680

surf/100223471_735264271a56121fc269bd8f23716ed5Foto: Manuel Vogel

An der Steilküste zwischen Weissenhaus und Heiligenhafen und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Truppenübungsplatz Putlos liegt abgeschieden Blank-Eck. Einen öffentlichen Parkplatz gibt es nicht, einsteigen kann man über den Campingplatz, von dem man teilweise einen schönen Blick über die Bucht hat. Der Spot funktioniert bei Südwestwind, der von links ankommt. Der Einstieg über den Kiesstrand ist einfach, dann stören auch die kleinen Steinbuhnen nicht. Draußen gibt es dann typische Bump & Jump-Bedingungen. West-Südwestwind ist noch fahrbar, dann entsteht sogar eine kleine Brandungswelle, die aber moderater ausfällt als in Dazendorf. Dreht der Wind weiter auf West- bis Nordwest, wird es zunehmend unmöglich, zwischen den Buhnen und im Luvstau noch Fahrt aufzunehmen. Auch wenn Blank-Eck sicher nicht der Topspot der Region ist, so kann man hier doch entspannte Tage auf dem Campingplatz verbringen – sofern nicht gerade eine Schießübung stattfindet. Auch Nordostwind ist hier fahrbar.

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2. Dazendorf

54.3707, 10.9136

surf/100223431_f1c74cf6c8c55ae0db7e28c25c4df417Foto: Manuel Vogel

Der Weg nach Dazendorf führt über schmale Wege zu einem kleinen Strandparkplatz. Dieser ist höhenbeschränkt (1,80 Meter). Mit größeren Fahrzeugen parkt man vor der letzten Kurve, etwa 300 Meter vom Strand entfernt und läuft von dort ans Wasser. Südwestwind kommt hier sideshore von links an und bringt Bump & Jump Bedingungen, manchmal eine Mini-Brandung im Uferbereich mit. Feuert es aus West-Südwest bis West, wird „Daze“ zu einem guten Wavespot, der auch mal kopfhohe Wellen abbekommt und dann Sprünge und kernige Turns ermöglicht, aber auch fordernd ist: Im Uferbereich lauern einige Steine. Der Shorebreak hat Appetit und frisst zum Frühstück gerne Masten – deutlich entspannter surft man als Wave-Novize bei Westwind eindeutig in Heiligenhafen.

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3. Heiligenhafen

54.3814, 10.9582

surf/100223444_5bef5b04d9fdcc385ce1b00e2ffee1b4Foto: Manuel Vogel

Der vielleicht beste Multi-Spot Schleswig-Holsteins! Treffpunkt der Szene ist der Parkplatz am Steinwarder. Hier hat man bei Wind aus West bis Nordwest gleich zwei Möglichkeiten: Auf der Nordseite der Landzunge kommt man in den Genuss eines gemäßigten Wavespots. Der Einstieg erfolgt über Sand, ab 20 Knoten laufen die ersten Wellen sanft in die Bucht und brechen auf den vorgelagerten Sandbänken. Das Tolle ist, dass es keinen störenden Shorebreak gibt und man in Ruhe Fahrt aufnehmen und sich weiter draußen über die erste Rampe katapultieren kann. Zum Lernen von Sprüngen, Loops oder Wellenritten gibt es kaum einen besseren Spot. Zwischen den Wellen bleibt das Wasser recht glatt – ideal zum Freestylen oder für Manöver. In der Bucht laufen die Wellen sanft aus, auch bei Sturm wird die Welle kaum höher als 1,5 Meter. Etwas mehr Power hat die Brandung vor der westlichen Uferbefestigung: Hier bricht die Welle allerdings knapp vor den Steinen und der Untergrund ist ebenfalls steinig. Bei reinem Westwind wird die Bucht von der Landzunge in Luv etwas abgedeckt, dann kann man alternativ am DLRG-Turm einsteigen und in Luv der kleinen Mole surfen, hier kommt der Wind freier rein.

In den letzten Jahren hat die Stadt Heiligenhafen auch den Binnensee massiv aufgewertet. Statt einer Geröllwüste gibt es jetzt einen feinen Sandstrand, Dünen und sogar Spielplätze. Somit kann man in „Halli“ quasi zu Fuß von der Welle aufs Flachwasser wechseln. Im Uferbereich gibt es etwas Stehbereich, der in Richtung Hafen größer ausfällt, wodurch auch weniger geübte Windsurfer völlig gefahrlos üben können. Ohnehin orientiert man sich bei West- bis Nordwestwind besser weiter nach Lee, da die Bebauung am Westende den Wind böig werden lässt. Gute Einstiegsstellen für eine Session auf dem Binnensee findet man zwischen dem gut sortierten Wassersportcenter Heiligenhafen und dem Hafen. Ebenfalls einen Besuch wert ist Halli bei Wind aus Ost bis Nordost. Dann weht es von rechts, es bleibt bei kleinen Chops.

Abseits des Wassers findet man vor Ort alles, was man benötigt. Rund um den Hafen gibt es ein großes Angebot an Gastronomie, Cafés und Bars. Auch eine große Auswahl an Unterkünften sowie Wohnmobilstellplätzen muss man nicht missen.

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4. Orthmühle

54.3692, 11.0134

surf/100223437_8bdcd12692c2b7b2cd11db0208e7acd4Foto: Manuel Vogel

Dieser etwas vergessene Spot unweit östlich von Heiligenhafen wurde durch den Foiltrend wieder auf die Landkarte gespült. Geparkt wird entlang des Lütjenbroder Wegs, direkt am Straßenrand. Bis an die Wasserkante sind es dann nur wenige Meter. Der kleine Kiesvorsprung ist eine gute Startposition, nach wenigen Metern endet der Stehbereich. Im Gegensatz zu den Spots in Heiligenhafen surft man hier geschützt vor Wellen, hat aber trotzdem mehr Platz als auf dem Binnensee. Perfekt geeignet ist der Spot zum Freeriden, Freestylen und natürlich zum Foilen. Ideal ist Wind aus Westnordwest bis Nordwest (sideshore von links), aber auch östliche Windrichtungen kommen frei und konstant rein. In der Fahrrinne sind im Sommer viele Boote unterwegs, hier hält man besser Abstand. Gleiches gilt für das gegenüberliegende Ufer, Graswarder genannt. Dabei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, welchem man sich nicht zu sehr nähern sollte.

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5. Großenbrode

54.3543, 11.0809

surf/100223425_07ec6b0af30088fdc65d3ac7921ff61dFoto: Manuel Vogel

Neben Heiligenhafen kann Großenbrode als Top-Multispot der Region bezeichnet werden. Die exponierte Lage sorgt für eine Top-Windquote, der Spot selbst ist sowohl bei Westwindlagen, als auch bei Ostwind einen Besuch wert. Großenbrode hat eine lange Mole, die den Spot in zwei Bereiche teilt: Auf dem Binnensee surft man teilweise auf perfektem Flachwasser, die Ostseeseite kann, je nach Windrichtung, als Wave- bis Bump & Jump-Spot punkten. Bei strammem West- bis Nordwestwind zieht der Wind im rechten Winkel und trotzdem erstaunlich gleichmäßig über die Steinmole. Auf der Ostseeseite entfaltet sich ein perfekter Speed- und Freestylespot! Einziges Manko: Der Wind ist ablandig, das nächste Stück Land gut 80 Kilometer entfernt. Auf dem Binnensee, in Luv der Mole, surft man dann sicherer, hier kann es im Bereich der Steinmole aber etwas kabbeliger werden.

Bei Ostwind dreht sich die Charakteristik um: Dann gibt es direkt hinter der Mole, auf dem Binnensee, 1A-Flachwasser. Den Spot teilt man sich dann mit zahlreichen Kitern und Wingfoilern. Achtung auch vor den Booten, die auf dem Weg zum Hafen hier vorbeikommen. Der Einstieg erfolgt am Nordende des Binnensees und ist teilweise steinig. Bei starkem Ostwind mausert sich Großenbrode auf der Luvseite zu einem passablen Wavespot. Das Windfenster ist allerdings recht klein: Weht es zu sehr aus Nordost, blockt die Ostspitze Fehmarns die Wellen. Pustet es zu östlich, kommt der Wind platt auflandig an. Ideal ist also Ost-Nordost. Dann steigt man im Bereich der Wassersportschule Großenbrode über Sand ein, Parkplätze sind vorhanden. Die Welle bricht über den vorgelagerten Sandbänken und kann bei Sturm kopfhoch werden. Im Auge haben sollte man die kleinen Buhnen. Weiter in Lee lauert die lange Mole, vor der man sich als Wave-Einsteiger fernhalten sollte. Im Sommer Seegrasfinne einpacken!

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6. Dahmeshöved

54.1980, 11.0916

surf/fotoweb/100223478Foto: Manuel Vogel

Seit sich die Parksituation massiv verschlechtert hat, ist „Dahme“ ins Abseits geraten. Schade, denn der Spot am Leuchtturm gehört zu den Perlen Ostholsteins. Man folgt vom Ort kommend der Leuchtturmstraße, parken muss man nun illegal am Wegesrand. Achtung beim Einstieg am kleinen Kap, im Uferbereich ist es steinig und es gibt Buhnenreste. Traumhaft sind die Bedingungen bei starkem Nord-Nordost-bis Nordostwind. Dieser schaufelt amtliche Dünung heran, die sauber sortiert über den vorgelagerten Untiefen bricht und in der Bucht sanft ausläuft. Hier kann man in aller Ruhe Speed aufnehmen und sich in die Lüfte schießen. Dahme ist sowohl zum Springen als auch zum Abreiten ein schöner und weitgehend harmloser Spot. Einzig die Strömung zieht kräftig ums Kap.

Nordwind ist ebenfalls surfbar, dann wird die Windabdeckung in der Bucht allerdings zunehmend größer. Alternativ kann man auch in Kellenhusen (Parkplatz Nord) starten und einige Langschläge nach Dahme aufkreuzen. Der Parkproblematik kann man ebenfalls entgehen, wenn man am südlichen Ortsausgang am Parkplatz Leuchtturmstraße parkt. Hier ermöglicht die Welle bei schräg auflandigem Nordostwind ebenfalls Sprünge und Wellenritte – allerdings läuft die Welle weniger sauber und auch das steinige Ufer ist nicht gerade einladend.

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7. Kellenhusen

54.1851, 11.0569

surf/100223453_8d80d503065492fa7c7cde36755c3d72Foto: Manuel Vogel

Der Parkplatz am Zeltplatzweg ist bei guter Vorhersage schnell voll, dann nutzt man den an der Seebrücke etwas weiter nördlich. Die Szene kommt vor allem an Tagen mit starkem Nordost- bis Ost-Nordostwind hierher. „Kelle“ bietet ähnlich gute Wavetage wie Dahme, die Welle bricht bei starkem Wind über mehrere Sandbänke und ermöglicht Sprünge und Wellenritte gleicher- maßen. Unter 25 Knoten sind die Bedingungen meist easy und reichen von Bump & Jump bis hin zu moderater Brandung, die auch für Wave-Novizen problemlos zu meistern sind. Beim Starten vor der Wassersportschule aber unbedingt die Buhnen im Auge behalten! Diese sorgen auch dafür, dass sich hier mehr Seegras sammelt als anderswo. Dreht es auf Nordost blockt die Seebrücke den Wind im Uferbereich, dann ist Dahme besser. Auch Süd- bis Südwestwind ist hier gut surfbar, dann bleibt es bei entspanntem Bump & Jump mit Wind von rechts.

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8. Grömitz

54.1377, 10.9481

surf/100225494_9d8fe057a5e64a1aec2d8143ffdb73c2Foto: Surfschule Grömitz

Der Strand ist mehr West-Ost ausgerichtet als in Dahme oder Kellenhusen, wodurch man auch bei West-Südwest passable Bedingungen vorfindet. Der Wind kommt dann schräg ablandig von rechts, auf dem Wasser gibt es entspannte Flachwasser- und Foilbedingungen. Dreht es mehr auf Süd, verändert sich das Bild hin zu einem Bump & Jump- Spot, bei östlichen Windrichtungen wird dann das Wavematerial ausgepackt. Zum Wavesurfen ideal ist Ost-Nordostwind. Dieser schiebt solide Wellen ans Ufer, die man direkt in Luv des Hafens bearbeitet. Dort befindet sich die Wassersportstation. Bei schräg auflandigem Wind von links hat man anfangs einen kleinen Stehbereich, draußen sind gute Rampen zu finden. Nur die Hafenmolen in Lee sollte man im Auge behalten! Der Ort bietet zudem Optionen für ein Feierabend-Getränk oder einen Restaurantbesuch mit Blick aufs Meer. Parkplätze gibt‘s rund um den Jachthafen, in der Hauptsaison ist es hier aber schnell voll. Alternativ checkt man den Parkplatz Königsredder.

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9. Pelzerhaken

54.0883, 10.8741

surf/100223642_e0db50c60e142941831d6f2705b1e702Foto: Ben Behrendt

Das surf-Festival war hier nicht umsonst jahrelang zu Gast – Pelzerhaken bietet ein großes Windfenster und ist sogar bei reinem Westwind noch fahrbar. Dann bleibt es freilich bei Flachwasser mit kleinen Chops. „Pelze“ bietet einen großen Stehbereich, in dem auch Windsurf-Aufsteiger bei allen Windrichtungen sicher üben können. Bei starkem Westwind kann das Flüssige unter der Finne über den Sandbänken mitunter knapp werden. Ostwind drückt umgekehrt das Wasser in die Lübecker Bucht. Auch dann bleibt es im Uferbereich bei kleinen Chops, weiter draußen laufen dann moderate Wellen über die Sandbank, die auch bei kräftigem Ost-Nordost- bis Nordostwind nicht besonders kraftvoll und steil werden. Parken kann man östlich des Leuchtturms, wo sich auch ein Wohnmobilstellplatz und die Wassersportstation Surf & Sail befinden. In Richtung Neustadt gibt es zahlreiche Unterkünfte, Campingplätze und Gastronomie, sodass Pelze nicht nur aufgrund der tollen Spotbedingungen eine gute Basis für einen längeren Aufenthalt ist.

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10. Scharbeutz/Haffkrug

54.0451, 10.7496

surf/100223637_e0db50c60e142941831d6f2705b1e702Foto: Ben Behrendt

Tief in der Lübecker Bucht liegt Scharbeutz, ein Spot, der bei kräftigem Wind aus Ost bis Nordost eine Alternative zu Kellenhusen & Co. sein kann. Aufgrund der Lage ist hier der Wind aber oft leichter als weiter nördlich. Der Hauptstrand rund um die Seebrücke ist herrlich: mit feinem Sand und einfachem Einstieg ins Wasser. Nordwind weht sideshore von links, dann bleibt es bei kleinen Chops. Dreht es auf Nordost, werden die Wellen größer und brechen über den vorgelagerten Sandbänken. Allerdings ist der Winkel dann nicht ideal zum Springen und Abreiten, weil relativ auflandig. Alternativ geht es mit vergleichbarem Set-up auch weiter südlich, am Timmendorfer Strand. Hier kann man am besten südlich der Ostsee-Therme aufs Wasser, wo sich auch die Surfschule befindet. Sind im Hochsommer Strand und Brandungszone sowohl hier, als auch in Scharbeutz voll mit Badegästen, kann der Bereich um die Surfschule Haffkrug eine gute Lösung sein. Hier startet man bei Nordost hinter einer kleinen Mole, der Stehbereich erleichtert das Starten. Südostwind funktioniert rund um Scharbeutz ebenfalls für Freeride bis Bump & Jump.

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11. Niendorf

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surf/100225497_e0db50c60e142941831d6f2705b1e702Foto: Arne Jörn

Von Hamburg kommend, ist Niendorf für einen Feierabend-Surf oft die erste Adresse. Ostwind kommt östlich des Hafens sideshore von rechts an, der Einstieg erfolgt über feinen Sand. Der Stehbereich ist klein, wodurch man auch mit dem Foil hier schnell aufs Wasser kommt. Je nach Windstärke bleibt es bei moderaten Chops, bei starkem Ostwind können auch kleine Brandungswellen im Uferbereich hereinrollen. Neben der Seebrücke, am östlichen Ende des Ortes gelegen, befindet sich die Surfschule Niendorf. Dreht der Wind auf Ost-Nordost, kann man alternativ westlich des Hafens raus, hier blockt die Hafenmole die Wellen teilweise. Schwierig kann es in der Hochsaison mit dem Parken werden. Optionen sind der „Parkplatz am Hafen“ sowie der „Parkplatz am Vogelpark“ an der B76, von dem es bis zu beiden Einstiegstellen etwa 400 Meter Fußmarsch sind.

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Spot Infos Lübecker Bucht/Ostholstein

Anreise

Die Region Ostholstein erstreckt sich nördlich von Lübeck bis hoch nach Fehmarn und ist über die Autobahn A1 gut erreichbar. Die Ferienorte Heiligenhafen und Großenbrode sind als dauerhafte Basen ideal, weil man hier die beste Windquote der Region geboten bekommt und obendrein viele Windrichtungen abgedeckt werden. Alle anderen Spots sind von hier innerhalb von 30 bis 45 Minuten mit dem Auto erreichbar.

Wohnen & Campen

Die Ostküste Schleswig-Holsteins gehört zu den am besten erschlossenen Tourismusregionen Deutschlands. Vom feinen Hotel bis hin zu Appartements findet man auf den üblichen Buchungsplattformen im Internet zahlreiche Angebote. Wer in den Sommerferien anreisen möchte, sollte rechtzeitig buchen.

Auch für alle, die eine Reise mit dem Campervan oder Wohnmobil planen möchten, gibt es diverse Angebote. Wildes Campen ist verboten und daher keine Option. Das ist auch gar nicht nötig, denn die Region bietet zahlreiche Campingplätze. Hier eine Auswahl der Plätze in Spotnähe:

Wind, Wetter & Neopren

Egal ob Ostwind- oder Westwindlage, Ostholstein liefert! Die beste Windstatistik hat eindeutig die Gegend rund um den Fehmarnsund (Meerenge zwischen Festland und Fehmarn). Aufgrund der exponierten Lage und der lokalen Verstärkung im Kanal, zieht es in Heiligenhafen und Großenbrode oft stärker durch als an den weiter südlich gelegenen Spots. Bei durchziehenden Tiefs mit Wind aus Südwest bis Nordwest, sind die West- und Nordküste von Blank-Eck bis nach Großenbrode die besten Anlaufstellen. Die Ostküste ist dann überwiegend abgedeckt. Ostwindlagen, die verstärkt im Frühling und Frühsommer vorkommen, rücken hingegen die Spots an der Ostküste Ostholsteins in den Fokus.

Im Sommer reicht angesichts von Luft- und Wassertemperaturen um die 20 Grad ein 4/3er Neo, in der Übergangszeit gehört ein warmer 5/3er sowie eventuell eine Haube ins Gepäck. Schuhe sind an manchen Spots auch im Sommer kein Fehler, denn nicht überall ist der Untergrund sandig. Passende Windvorhersagen über windfinder.de, windguru.com und windy.com. Sehr zuverlässig funktioniert die dänische Vorhersage: app.fcoo.dk/ifm-maps.

Surfschulen

Surfschulen gibt es an fast jedem Spot, oft bieten diese neben Windsurfen auch noch Wingfoilen und SUP an. Der Fokus liegt meist auf Anfängerschulung. Wer kleine Funboards ausleihen möchte, sollte vorher die Angebote auf den Websites checken.

Shops

Wer Materialersatz benötigt, bekommt diesen am besten bei:

Alternativprogramm

Auch an windlosen Tagen wird es hier nicht langweilig. Die Altstadt von Lübeck ist immer ein lohnendes Ziel. Wer auf Action nicht verzichten möchte, findet in Weissenhäuser Strand (weissenhaeuserstrand.de) und Scharbeutz (ostseetherme.de) große Thermen bzw. Spaßbäder. Auch der Hansapark (hansapark.de) garantiert so manchen Adrenalinschub.

Gut zu wissen

Von Juni bis in den Spätherbst hinein gehört eine Seegrasfinne zur Grundausstattung.


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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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