Windsurfer-Parkplatz am KirchlwandtunnelBaustelle verhindert Zugang zum besten Spot am Walchensee

Stephan Gölnitz

 · 15.06.2026

Hinter der Galerie parken Baumaschinen statt wie bisher beladene Surfer-Bullis.
Foto: surf Magazin
Baumaterial statt Surfmaterial. Die Arbeiten am Kirchlwandtunnel werden bis Ende August andauern. Die Einspurigkeit wird jetzt - laut Bauamt “ungeplant” - ebenso lange beibehalten.
Die Sanierung des Kirchlwandtunnels am besten Windplatz des Walchensees war offenbar nötig. Die deutliche Verlängerung der einseitigen Straßensperrung - statt bis nach Pfingsten jetzt bis Ende August - ist dagegen laut Bauamt “ungeplant”. Für Windsurfer und Wingfoiler sorgt das mittelfristig für sehr starke Einschränkungen und bedeutet vermutlich langfristig auch nichts Gutes.

“Die Galerie” am Walchensee hat zumindest für süddeutsche Windsurfer eine Historie mit Kultstatus wie “das Pier” am Gardasee. Hier weht der beste Wind und als hätte es der Zufall gewollt, an der ansonsten kilometerlang Parkplatz-losen Straße liegt versteckt zwischen Tunnel und See ein schmaler Streifen Freifläche, der von Windsurfern bislang gerne genutzt wurde, und wo man an guten Windtagen und am Wochenende früh aufstehen muss, um einen Platz zu ergattern.

Eine Stunde Stau von der Herzogstandbahn bis nach dem Tunnel!” (Walchensee-Anwohnerin)

Aktuell muss man sogar früh aufstehen, um an die vom Wind deutlich weniger begünstigte “Surferwiese” weiter im Süden zu gelangen. Denn eine etwa 600 Meter lange Sektion der B11 ist im Bereich des Tunnels einseitig gesperrt. Die oben genannten Flächen neben der Galerie und auch der kleine, ausgeschilderte Parkplatz vor dem Tunnel, neben der Straße, sind voraussichtlich bis Ende August nicht zugänglich. Der Verkehr wird abwechselnd durch eine Ampel freigegeben, die Wartezeiten sollen laut Anwohnerberichten bis zu einer Stunde betragen können. Wohl auch, weil die Ampel nicht nach Verkehrsaufkommen gesteuert würde. surf hat beim Staatlichen Bauamt Weilheim nachgefragt:

  • Wird die Ampelschaltung jetzt - nach der unvorhergesehen Bauverlängerung - für den Sommer verbessert?
  • Werden die Flächen zwischen Galerie und See nach der Sanierung weiterhin als Parkfläche zugänglich sein?

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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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