SURF-SpotMakkum/ Strand Makkum - Hauptspot

Ijsselmeer / Friesland

Dieser Spot funktioniert bei Wind aus südwestlicher bis nordwestlicher Richtung am besten. Bei viel Wind aus Südwest bekommt man hier große Windwellen, die über das gesamte Ijsselmeer gewandert sind, geboten. Dreht der Wind weiter auf nördliche Richtungen, werden die Wellen proportional kleiner. Der Strand von Makkum ist sandig, hat keine Schwierigkeitsbeschränkungen und bietet einem Erwachsenen bei durchschnittlicher Körpergröße überall Stehtiefe. Dies ändert sich erst, wenn man über die letzten Sandbänke hinaussurft, die ungefähr einen Kilometer entfernt sind.

ALLGEMEINE INFOS ZU MAKKUM UND UMGEBUNG:

Wind & Wetter:

Da Makkum ganz am nordöstlichsten Zipfel des Ijsselmeeres gelegen ist, sind natürlich Winde aus SW top. Sie können sich frei entfalten und schieben für einen See beträchtliche Wellen an die Küste. Wie in ganz Nord- und Mitteleuropa üblich, ist auch in Holland ein windiges Wochenende an den Durchzug von Tiefdruckgebieten gebunden. Wind aus SW entsteht also oft, wenn eine Sturmfront an Holland vorbeizeiht - solche Stürme kommen meistens aus dem Kanal, beginnen mit Südwind, der typischerweise im Laufe des Tages über West auf Nordwest dreht. Nachhaltige Sturmtiefs können hier Wind für drei bis fünf Tage bedeuten.

Surf-Bedingungen:

Makkums Sandbänke sind das erste Hindernis, an dem sich die durch starken SW-Wind entstandenen Wellen brechen. Hinter der Brandungszone verlieren die Wellen ihre Kraft, so dass dieses Gebiet, das sich über einen Kilometer erstreckt, der ideale Spot für Flachwasserpiraten, vom Ein- und Aufsteiger über den Slalomheizer bis hin zum Freestyle-As, ist.

Erfahrene Slalomfreaks können auf der
Suche nach einem Adrenalin-Kick zum "Afsluitdijk" (dem Damm, der Friesland mit Nordholland verbindet und das Ijsselmeer von der Nordsee trennt) cruisen, wo sie unter einigen labormäßig flachen Speedpisten wählen können.

Sollte an einem sonnigen Tag der Wind einmal aus Nordost blasen, empfehlen die Locals hier den unter dem Namen „Kornwerderzand“ bekannten Surfspot. Unter diesen Umständen ist der Wind dort nämlich noch mal einen Tacken stärker. Dies ist ein Resultat der dann dort auftretenden thermischen Effekte, die durch die unterschiedlichen Temperaturen von Land und Wasser entstehen. Allerdings muss man hier auf die Sandbänke achten und sollte unbedingt vermeiden, in das angrenzende Naturschutzgebiet hinein zu surfen. Hier verstehen die Holländer zu Recht keinen Spaß und man wird bei Zuwiderhandlung rigoros zur Kasse gebeten.

Bei rein östlichem Wind surft man in Makkum in blütenreinen Offshore-Bedingungen, was zur Folge hat, dass die Uferbebauung und -bepflanzung den Wind in Strandnähe deutlich verquirlt. Wer bei solchen Bedingungen auf eine  Surfsession nicht verzichten möchte, sollte das nötige Fahrkönnen mitbringen und
ganz genau wissen, was er tut. Nicht selten werden Surfer an solchen Tagen sogar 20 Kilometer in Lee eingesammelt.

Kiten:

Während der Sommersaison ist das Kiten an Makkums Stränden verboten. Wer allerdings gerne Kiten möchte, findet gleich ums Eck in Kornwerderzand, im Winkel zwischen Ijsselmeer und Afsluitdijk, hervorragende Bedingungen.

Wohnen & Campen:

Nur einen Steinwurf vor den Toren der Makkumer Altstadt wurde das Beach Resort errichtet, das jeglichen zeitgemäßen Komfort bietet. Alle Mietbungalows im Park haben direkten Zugang zum Binnenmeer und der Strand ist nur wenige Minuten entfernt ist. Alternativen sind dasHotel de Vigilante und das Hotel Villa Mar. Eine kleine Linksammlung findet ihr z.B. hier.

Wer eine gewisse Romantik im Urlaub nicht missen möchte, findet einen ansprechenden Campingplatz direkt am Strand: Das Camping Recreatiecentrum De
Holle Poarte
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Achtung: Wildes Campen ist in Holland generell verboten und in einem derart dicht besiedelten Land ist es ohnehin schwer, abgeschiedene Plätze zum Übernachten zu finden. Verstöße werden mit empfindlichen Strafen bis zu 100 Euro geahndet, die örtlichen Campingplätze sind da deutlich günstiger.

Surfschulen:

Surfshops:

Alternativprogramm:

An einem mildem Sommerabend den Boulevard entlang zu schlendern, oder seine Füße im warmen Ijsselmeer baumeln zu lassen, vermittelt Urlaubsfeeling pur. Die Altstadt von Makkum ist ein Paradebeispiel für einen landestypischen, traditionsreichen Fischerort. Mit ihren engen Gassen und den charakteristischen Häusern werden die alten Zeiten wieder lebendig. An windstillen Tagen lohnt sich auch eine Rad- oder Segeltour zu den historischen Fischerdörfern in der Umgebung. Für alle Nachtschwärmer gibt es einen Club, in dem man die Nacht zum Tag macht, wenn man das denn möchte und die entsprechende Kondition mitbringt.

Für echte Holland-Fans lohnt es sich auch den ausführlichen Reisebericht mit vielen Infos zu den Spots rund ums Ijsselmeer auszuchecken. Ihr findet ihn in der surf-Ausgabe 10/2016, speziell zu Makkum und Umgebung findet ihr einen noch detaillierteren bericht in der surf-Ausgabe 09/2009 - alle Berichte natürlich auch im Reisecenter des surf-Magazins. Im Holland-Bereich findet ihr auch viele weitere Spotguides zu den schönsten Ecken in Holland.

Stand 2009