Stephan Gölnitz
· 15.06.2022
Das Board überzeugt im Test vor allem (Test Bomber Version I hier) erneut mit der überragenden Kippstabilität, fast wie ein Boot mit Kiel – was vor allem wohl durch den tieferen Standpunkt im Vergleich zu Inflatables kommt. In der richtigen Lage und Abfolge montiert, sind die Teile am Ufer recht flott und ohne Werkzeug mit den großen Rändelschrauben zusammengefügt. Das mühsame Aufpumpen entfällt auf jeden Fall komplett.
Die Finne wird kurz vor der Wasserung einfach von oben eingesteckt und rutscht bei Grundberührung praktischerweise hoch. Im Wasser ist dann das ansonsten sehr hohe Gesamtgewicht etwas weniger spürbar, mit mehr Paddeldruck schneidet der Verdrängerbug schön durchs Wasser und vermittelt optisch ein geschmeidiges, ruhiges Dahingleiten. Das Brett bevorzugt dabei eindeutig glattes Wasser. Der schwarze „Test“-Bomber in Bauweise aus recyclingfähigem Thermoplast (robust, aber auch schwerer als laminierte Boards – dafür gibt es bei Croslake am Heck montierbare Rollen) war noch Vorserie, das endgültige Gewicht soll auf der Webseite folgen. Ein Dreiteiler in 11 Fuß (hier im Test) mit etwas längerem Mittelteil ist zwischenzeitlich auch am Start, aktuell (Stand März 2025) allerdings nicht lieferbar.
PLUS: Robust, kein Pumpen erforderlich, kippstabil, sehr spurtreu
Nachteil: Sperriger beim Transport, Gewicht

Stellvertretender Chefredakteur surf
Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.