SUP-, Windsurf- und WingfoilboardsDaher kommt die Blase oder Beule im aufblasbaren Board

Stephan Gölnitz

 · 25.08.2026

Oft wird die kleine Beule oder Delle von den Besitzern erst nach einer Weile entdeckt und sorgt dann für Unsicherheit.
Foto: Manuel Vogel
​In Foren, genauso wie im Freundeskreis, taucht immer mal wieder die Frage auf: “In meinem SUP ist so eine kleine Beule, ist das schlimm?” In den meisten Fällen ist das überhaupt kein Problem, sondern war bereits beim Neukauf so. Die “Beule” oder “Blase” wurde lediglich erst im Nachhinein - teilweise erstaunlich spät - entdeckt. Der Grund für diesen kleinen, produktionsbedingten, optischen Makel ist dabei ganz simpel.
Die kleine Beule befindet sich gegenüber dem Ventil, ist produktionsbedingt und völlig harmlos!Foto: Stephan GölnitzDie kleine Beule befindet sich gegenüber dem Ventil, ist produktionsbedingt und völlig harmlos!

Beule im iSUP - das ist der Grund

Wenn eine kleine, nach außen gewölbte Beule (oder “Blase”) im Board sichtbar ist, dann in den allermeisten Fällen genau auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils: also vorne oder hinten auf der Unterseite. Oder bei SUP-Boards die eine Mastfußaufnahme zum Windsurfen haben ebenfalls auf der Unterseite, dann ziemlich in Brettmitte. Für das Ventil oder den Mastfuß muss bei der Produktion ein Loch in das Gewebe geschnitten werden. Dabei wird das Drop Stitch (tausende senkrechte Fäden, die Ober- und Unterseite miteinander verbinden) ebenfalls durchtrennt. Mit dem Ergebnis, dass sich das Material auf der Gegenseite leicht wölben kann.

So sieht eigentlich jedes aufblasbare Board im Querschnitt aus. Ober- und Unterseite sind mit tausenden Fäden miteinander verbunden, die verhindern, dass das Board nur eine runde Wurst ist. Diese Fäden fehlen am Ventil oder Mastfuß. Das Laminat kann sich auf der Unterseite deshalb leicht wölben. Hier zur besseren Verständlichkeit stark übertrieben dargestellt.So sieht eigentlich jedes aufblasbare Board im Querschnitt aus. Ober- und Unterseite sind mit tausenden Fäden miteinander verbunden, die verhindern, dass das Board nur eine runde Wurst ist. Diese Fäden fehlen am Ventil oder Mastfuß. Das Laminat kann sich auf der Unterseite deshalb leicht wölben. Hier zur besseren Verständlichkeit stark übertrieben dargestellt.

So elegant wird die Beule “vertuscht”

Viele Hersteller greifen mittlerweile zu einem eigentlich simplen Trick. Das Ventil wird auf dem Heck beispielsweise so weit vorne montiert, dass auf der Gegenseite der Finnenkasten klebt. JP-Australia montiert das Ventil vorne auf dem Bug: Auf der Unterseite deckt die aufgeklebte Abschleppöse die kleine Beule geschickt ab. Egal, ob sichtbar oder nicht: diese Beulen haben nur einen kleinen kosmetischen Makel und sind produktionsbedingt nicht zu verhindern.


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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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