Stephan Gölnitz
· 23.08.2023
Das Board macht sich frei von den angesagten, kanuartigen Formen und setzt auf einen spitzen, hochgezogenen Bug und ein sehr schmales Heck, verbunden mit deutlicher Durchbiegung in der Unterwasserlinie. Damit soll das Board auch gemäßigte Wellen heruntersurfen können. Das konnten wir im Test leider nicht überprüfen, aber es ist durchaus vorstellbar. Durchweg gut hat sich das Board aber auch als Touringgefährte bewährt. Trotz der geringen Breite liegt es deutlich stabiler im Wasser als beispielsweise das aufblasbare GTS RS aus diesem Test. Das liegt an der geringeren Dicke und am Kantenshape.
So lässt sich das Board flott beschleunigen und gut auf Tempo halten. Auch wenn es hier wegen der hochgebogenen Nase nicht ganz an die Geschwindigkeiten reinrassiger Tourer herankommt, macht es dennoch viel Spaß, und der Geschwindigkeitsunterschied ist absolut gesehen sehr gering. Lediglich beim Anpaddeln wirkt es nicht ganz so explosiv, einmal auf Tour folgt es aber brav dem Kurs, und man steht weitgehend trocken, die Nase geht auch über kleineren Chop gut hinweg. Zum Drehen, wenn man nach hinten geht, ist schon einiges an Übung gefragt, da drückt sich das schmale Heck ins Wasser, das Board dreht gut herum, reagiert aber auf jeden Zehenwackler des hinteren Fußes sensibel und anspruchsvoll. Das normale Umdrehen aus der mittleren Standposition heraus ist dagegen völlig problemlos.
Mit dem Generation bekommst du ein gewisses Maß an Wellentauglichkeit, du kannst sicherlich mal die eine oder andere Ostseewelle runterrutschen oder auch einen Downwinder bei starkem Wind am See fahren. Dazu bietet das Bord gute Touringqualitäten, die der Surfshape auf den ersten Blick vielleicht nicht erahnen lässt. Für Paddler bis etwa 90 Kilo bietet das Board ausreichend Tragfähigkeit, darüber empfiehlt sich die 14-Fuß-Version oder zwei Inch mehr Breite.
Welleneignung, kippstabil. Flotter auf dem See unterwegs als man erwartet.

Redakteur surf