Sommer-PaddelnDie 9 wichtigsten SUP-Tipps bei Hitze

Stephan Gölnitz

 · 19.06.2026

Sommer-Paddeln: Die 9 wichtigsten SUP-Tipps bei HitzeFoto: Andy Klotz
Board- und Badespaß bei brütender Hitze. Ein paar simple Tipps sorgen für unbeschwertes Vergnügen ohne Nebenwirkungen.
Ab heute “drohen” in Deutschland 30 Grad und mehr. Als Alternative zum kühlenden Getränk beim Public Viewing bietet sich auch der eine oder andere feucht-fröhliche SUP-Ausflug mit Badeeinlage an. Bei großer Hitze gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten.

30 Grad und Sonnenschein - spätestens jetzt wird das SUP aus dem Winterschlaf geholt. Wer regelmäßig auf dem Wasser unterwegs ist, kennt die oft unterschätzten Seiten hinsichtlich Sonneneinstrahlung und Materialbelastung vielleicht. Hier haben wir die jedenfalls aus unserer Sicht relevantesten Tipps für die heiße SUP-Phase des Sommers zusammengestellt.

  • Wassertemperatur einschätzen: Gerade an Bergseen können die Wassertemperaturen auch nach einer Hitzeperiode noch empfindlich niedrig sein und im Kontrast zur Lufttemperatur regelrecht abschreckend wirken. Checke deshalb die Wassertemperatur vorab - ob du auch aufgeheizt und nur im Badegewand gerne reinplumpsen würdest.
  • Leash: Plötzlich einsetzender thermischer Wind, kaltes Seewasser - die Gründe sind vielfältig, warum auch im Sommer bei einer SUP-Tour die Leash sinnvoll ist, damit du nicht vom Board getrennt wirst. Auf Fließgewässern ist eine Leash allerdings oft NICHT angesagt.
  • Sonnenschutz: wie langärmliges Lycra (nass auch kühlend), Sonnenbrille (mit Sicherungsband), Kopfbedeckung (hier im Test) und wasserfester Sonnenschutz an allen unbedeckten Stellen (hier ein surf-Praxistest)
Der ION-Hut schützt rundum und lässt sich bei Wind sichern.
Foto: Stephan Gölnitz
Hüte, Caps und Bandanas, die sich sich optimal für SUP-Touren im Sommer eignen.
  • Regelmäßig trinken - klingt banal, wird bei leichter Brise oder regelmäßigen Badeeinlagen aber leicht vergessen. surf-Praxistipp: Eine isolierte Trinkflasche hält Wasser auch auf dem Board stundenlang lecker frisch.
  • SUP auf dem Autodach: Während der Fahrt kein Problem, auf dem sonnigen Parkplatz wird das Board regelrecht gegrillt - mit Ober- und Unterhitze. Verbiegen oder sogar ein Aufplatzen sind bei längerer Lagerung von aufgeblasenen iSUPs möglich.
  • SUP am Strand: Ein SUP heizt sich am Strand in der Sonne - je nach Farbe unterschiedlich - aber immer recht stark auf. Das erhöht den Druck. Im Extremfall könnte es tatsächlich platzen, auch weil die Verklebung durch hohe Temperaturen geschwächt wird. SUPs mit verschweißten Nähten sollten das besser überstehen. Häufiger kann ein SUP aber einfach krumm werden (Bananenform), weil sich die aufgeheizte Sonnenseite bei sehr starker Einstrahlung ausdehnt.
Mineralischer Sonnenschutz, wie hier von Suntribe, hat sich beim Wassersport als besonders gut und lange haltend bewährt.Foto: Stephan GölnitzMineralischer Sonnenschutz, wie hier von Suntribe, hat sich beim Wassersport als besonders gut und lange haltend bewährt.
  • SUP im Auto: Auch wenn ein aufgeblasenes SUP in deinen Bulli passt, sollte es an heißen oder sonnigen Tagen nicht im Auto lagern. Bei Temperaturen über 50 Grad im Innenraum kann der Druck stark steigen. Sollte ein Board tatsächlich im Auto platzen, fliegen vermutlich die Scheiben raus und die Trommelfelle ebenfalls.
  • Ausbleichen durch UV: Neben der Temperatur ist die UV-Strahlung für SUPs - wie für alle Kunststoffe - nicht gut. Dauerhafte UV-Belastung wird das Pad und das Dekor aufhellen und verblassen lassen. Der einfachste Trick dagegen ist, das Board im Schatten zu lagern oder abzudecken.
  • Luftdruck reduzieren: Das gilt ganzjährig. Einfach mal ausprobieren. Kostet nix. Wir haben es getestet und zwischen 13 und 15 psi keinen nennenswerten Unterschied gespürt, außer, dass man deutlich weniger pumpen muss. Die Belastung der Verklebung wird dabei verringert, was besonders bei großer Hitze schonend sein kann.

Wenn du Lust auf eine ausgedehnte Fluss-Paddeltour haben sollten, findest du hier noch einige weitere Tipps.


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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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