Test 2020Innovative Board-Konzepte vs Hardboard

Stephan Gölnitz

 · 02.04.2021

Test 2020: Innovative Board-Konzepte vs HardboardFoto: Stephan Gölnitz
Test 2020: Innovative Board-Konzepte vs Hardboard
Im Packmaß klein, auf der Welle ganz gross – vier ganz unterschiedliche Konzepte versuchen ein Mini-Packmaß mit Maxi-Wavespass in Einklang zu bringen. Das SUP-testTeam hat den Praxischeck gegen ein richtiges Hardboard gemacht.

Die Halbwertzeit wird für Stand-up-Paddler neu definiert: Wie lange es dauert, ein SUP auf halbe Länge oder noch kleiner zu falten. Die Zeiten auf der Uhr sind bei allen „Kompakten“ ähnlich – die Leistung auf dem Wasser nicht.

Reisen, Paddeln – und das mit dem eigenen Board: Ein Traum. Leider logistisch oft nicht einfach machbar. Für Touren und zum Flusspaddeln leisten aufblasbare Boards mit kleinem Packmaß bereits hervorragende Dienste und passen in die Bahn, ins Flugzeug oder unters Bett im Campervan.

Doch wer im Fernweh-Fieber von endlosen Stränden und feinsten Wellen träumt, steht meist vor einem dicken Problem. Dick – weil aufblasbare Boards mindestens vier Inch, meistens aber sogar fünf oder sechs Inch in der Höhe messen und das durchgehend bis zur Kante. Was aber jeder Surfer weiß, gilt auch für Stand-up-Paddler in der Brandung: Für Turns vor der Welle benötigt man ein Board mit dünnem Heck und definierten Kanten, dazu drei oder vier Finnen für guten Halt. Die auch ums Heck durchgehend runden Kanten klassischer iSUPs laufen auf dem See super. Doch bei höherer Geschwindigkeit, sobald das Board ins Gleiten kommt, saugt sich das Wasser am Heck hinauf und bremst das Gleitvergnügen auf der Welle spürbar.

Sehr kompakte „Stubby-“ Hardboards, wie das Starboard Hyper Nut, kommen dem Transportgedanken zwar bereits entgegen, aber ein 2,40-Meter-Board ist noch immer kein Handgepäck. Hier liegt der Ursprung auch eher im Streben nach verbesserten Dreheigenschaften und mehr Wendigkeit in kleineren Wellen, was durchaus funktioniert.

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Das Starboard dient daher mit bestmöglichen Fahreigenschaften in der Welle eher als Referenz für die vier Herausforderer, die tatsächlich ein transportables Packmaß bieten und dabei dennoch echte Welleneignung versprechen. Die Boards haben wir in der Größe für ambitionierte Wellen-Einsteiger ausgewählt.

Den gesamten Vergleichstest dieser fünf kompakten und innovativen Waveboards mit allen Daten und Bewertungen findet ihr als PDF unten im Download-Bereich:

  • Hybridboard: I-99 Duo WindSUP 8’6”x30”
  • iSUP mit Gummikante: RRD Air Cotan 8’6”x30”
  • Teilbares Hardboard: Sunova Speed 8’10”x29 1/8”
  • Vacuum-Technologie: Tripstix Allround 10’x31”
  • Compact Hardboard: Starboard Hyper Nut 8’0”x31,5”
Das Starboard Hypernut stellte als Stubby-Hardboard die Referenz für alle kompakten Konzepte.
Foto: Stephan Gölnitz

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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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