Slim & Fast3-teiliges Paddel “Travel Fix” von Black Project im Test

Stephan Gölnitz

 · 06.07.2022

Slim & Fast: 3-teiliges Paddel “Travel Fix” von Black Project im TestFoto: STEPHAN GOELNITZ
Federgewicht auf der Waage und auf dem Wasser
Das vermutlich leichteste und sportlichste dreiteilige Paddel erkennt man als solches fast gar nicht. Black Project verzichtet beim „Travel Fix“ auf die Längenverstellung, das dünne Rohr (26 mm) ist an beiden Verbindungen wackelfrei gesteckt. Die gewünschte Länge wird nur einmal auf Maß geschnitten und der Griff mit Heißkleber fixiert.

Mit 538 Gramm kommt so absolutes Racefeeling rüber. Das bewährte HydroX-Blatt überzeugt mit sauberstem Catch und gleichmäßiger Zugphase. Der Druckaufbau geschieht sehr zeitig nach dem Einstechen und bleibt über die gesamte Zugphase gleichmäßig hoch. Der dünne Schaft (Beim Testmodell: Medium 75; 545 Euro) liegt zierlich aber griffig in der Hand, wirkt ausreichend steif, wenn auch nicht bockhart (es sind verschiedene Varianten, auch dickere Standarddurchmesser wählbar). Das sorgt für leichte Dämpfung, die in dieser Form auch für recht kräftigen Zug noch nicht schwammig wirkt. Wer es racemäßig hart mag, hat aber ja verschiedene Schaftvarianten zur Auswahl.

Black Project “travel fix”Foto: STEPHAN GOELNITZBlack Project “travel fix”

Im Schwung wirkt das Paddel super leicht, der dünne Schaft bietet weniger dabei Windangriff als dicke Rohre. Ganz neu ist bei Black Project der Griff, der wie eine Mischung aus Palm-Grip und T-Griff in der Hand liegt. Voluminös, aber mit recht gerader, breiter Oberkante. Das verbindet das Gute von beiden Systemen auf sehr angenehme Weise.

Das Black Project “Fix Travel” im TestFoto: Laura DuschekDas Black Project “Fix Travel” im Test

Die Sechkant-Steckverbindungen sitzen spielfrei, von der Teilung sind nur zwei kleine Druckknöpfe auf der Rückseite des Schaftes zu sehen.

Fazit: Das Travel Fix ist die Nobelvariante des Reisepaddels für SUPer, die ihre bevorzugte Paddel- Länge genau kennen oder für Racepaddler. Der Unterschied zu einem fixen Paddel ist kaum spürbar und kaum zu erkennen.

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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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