Finals in HannoverDeutsche Meisterschaft im SUP

Stephan Gölnitz

 · 10.07.2026

Finals in Hannover: Deutsche Meisterschaft im SUPFoto: DKV
Auf dem Weg zum Titel kommt man an Normen Weber nicht vorbei. Der Meister von 2025 will es den “Jungen Wilden” auch 2026 so schwer wie möglich machen. | C.Böttinger | Die Finals 2025
Vom 23. bis 26. Juli 2026 kämpfen die besten deutschen Stand-Up-Paddler auf dem Maschsee um die Deutschen Meistertitel. Im Parallelsprint über 160 Meter treten 16 Athletinnen und Athleten an. Titelverteidigerin Skadi Langbein strebt ihren dritten Erfolg in Folge an, während Normen Weber seinen Titel bei den Herren verteidigen will.

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Hannover wird erstmals Gastgeber der Finals, dem größten Multisport-Event Deutschlands. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten aus 24 Sportarten kämpfen um insgesamt 143 Deutsche Meistertitel. Der Kanusport präsentiert sich auf dem Maschsee mit vier Disziplinen: Kanu-Rennsport, Parakanu-Rennsport, Stand-Up-Paddling und Kanu-Polo. An allen vier Wettkampftagen erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm. Vizepräsident Leistungssport Karl Hauk erklärt: „Ich freue mich auf spannende Wettkämpfe bei den Finals in Hannover. Unser Ziel ist es, den Zuschauerinnen und Zuschauern die Vielfalt und Faszination des Kanusports zu präsentieren. Ich wünsche allen Athletinnen und Athleten faire Wettbewerbe und allen Beteiligten, dass die intensive Planung mit einem erfolgreichen Event belohnt wird." Der Eintritt zu allen Kanu-Wettbewerben ist frei. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, verfolgt die Entscheidungen live im Stream über ARD und ZDF.

Parallelsprint über 160 Meter

Die Stand-Up-Paddler entscheiden ihre Deutschen Meisterschaften im spektakulären Parallelsprint-Format über die kurze 160-Meter-Distanz. Bei den Damen startet ein hochkarätiges Feld mit acht Athletinnen. Skadi Langbein vom WPH Berlin dominierte die vergangenen beiden Austragungen und gewann 2023 sowie 2025. Die Berlinerin strebt in Hannover ihren dritten Titel in Folge an. Ihre stärkste Konkurrenz kommt aus der niedersächsischen Landeshauptstadt selbst: Julia Georgi und Efe Eribo vom HKC Hannover 1921 kennen die Bedingungen auf dem Maschsee bestens und wollen vor heimischem Publikum angreifen. Oda Diestel vom Kanu-Verein Laubegast Dresden, Frederike Ohnesorge von SUPSTART Spandau, Laila Daskiran vom WPH Berlin, Sonja Straub vom Kanu-Club Radolfzell und Vivien Franke von den Wasserfreunden Spandau 04 komplettieren das Starterfeld.

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Etablierte Namen gegen junge Generation

Bei den Herren verspricht das Rennen um den Deutschen Meistertitel besonders spannend zu werden. Titelverteidiger Normen Weber vom Kanu Schwaben Augsburg setzte sich 2025 in Dresden durch und reist als Favorit nach Hannover. Doch die junge Generation will den etablierten Namen den Titel streitig machen. Marlon Daskiran vom WPH Berlin zählt zu den vielversprechendsten Nachwuchsathleten und greift die Routiniers an. Ole Schwarz vom WSV Blau Weiß Bonn, Manuel Lauble als Einzelperson des Deutschen Kanu-Verbands, Cedric Fahlbusch vom Wander-Paddler-Havel, Oscar Schönwald vom KC Radolfzell, Anton Birkicht vom Rundendreher und Benyam Bossack von SUP Kids Makkum komplettieren das achte Starterfeld der Herren. Die kurze Sprintdistanz über 160 Meter verspricht packende Duelle, bei denen Starts und Wendetechnik über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Vielfalt des Kanusports auf dem Maschsee

Neben dem Stand-Up-Paddling präsentiert sich der Kanusport mit drei weiteren Disziplinen. Im Kanu-Rennsport steht ebenfalls der 160-Meter-Parallelsprint im Mittelpunkt. Lokalmatadorin Paulina Paszek vom HKC Hannover, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2024 in Paris, möchte ihren Titel vor heimischem Publikum verteidigen. Bei den vergangenen Finals in Dresden setzte sich Paszek im Kajak vor Pauline Jagsch vom SC Berlin-Grünau durch. Jule Hake vom KSC Lünen kehrt nach einer Babypause zurück ins Kajak. Die 26-Jährige gewann 2022 und 2023 die Finals-Ausgaben. Bei den Herren kommt es zum Duell der Topfavoriten: Titelverteidiger Jacob Schopf vom KC Potsdam trifft auf seinen Vereinskollegen und Kajak-Zweier-Partner Max Lemke.

Parakanu und Kanu-Polo komplettieren das Programm

Die Parakanutinnen und Parakanuten kämpfen im Verfolgungsrennen um Deutsche Meistertitel. Im Kajak und Va'a treten die Athletinnen und Athleten im Parallelsprint-Format gegeneinander an. Felicia Laberer vom SC Berlin-Grünau setzte sich bei den vergangenen Austragungen 2023 und 2025 in packenden Duellen gegen Anja Adler vom SV Halle knapp durch. Erstmalig werden die Kajak- und Va'a-Rennen separat ausgetragen. Nach den Ausgaben 2021, 2022 und 2023 kehrt Speed-Kanu-Polo in das Programm der Finals zurück. Bereits am Donnerstag stehen die Halbfinals der Damen auf dem Programm, am Sonntag geht es bei den Polo-Herren um den Titel. Bei den Frauen treten KRM Essen, WSF Liblar, 1. MKC Duisburg und PSC Coburg an. KRM Essen gewann 2023 den Titel und möchte diesen Erfolg wiederholen. Bei den Herren kämpfen KRM Essen, KGW Essen, KSVH Berlin und 1. MKC Duisburg um den Deutschen Meistertitel. KSVH Berlin reist als Sieger der Finals 2023 nach Hannover.

SUP-Starterfeld

Damen:

  • Skadi Langbein – WPH Berlin
  • Julia Georgi – HKC Hannover 1921
  • Efe Eribo – HKC Hannover 1921
  • Oda Diestel – Kanu-Verein Laubegast Dresden
  • Frederike Ohnesorge – SUPSTART Spandau
  • Laila Daskiran – WPH Berlin
  • Sonja Straub – Kanu-Club Radolfzell
  • Vivien Franke – Wasserfreunde Spandau 04

Herren:

  • Ole Schwarz – WSV Blau Weiß Bonn
  • Manuel Lauble – EP Deutscher Kanu-Verband
  • Cedric Fahlbusch – Wander-Paddler-Havel
  • Normen Weber – Kanu Schwaben Augsburg
  • Oscar Schönwald – KC Radolfzell
  • Anton Birkicht – Rundendreher
  • Benyam Bossack – SUP Kids Makkum
  • Marlon Daskiran – WPH Berlin
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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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