Hannover wird erstmals Gastgeber der Finals, dem größten Multisport-Event Deutschlands. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten aus 24 Sportarten kämpfen um insgesamt 143 Deutsche Meistertitel. Der Kanusport präsentiert sich auf dem Maschsee mit vier Disziplinen: Kanu-Rennsport, Parakanu-Rennsport, Stand-Up-Paddling und Kanu-Polo. An allen vier Wettkampftagen erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm. Vizepräsident Leistungssport Karl Hauk erklärt: „Ich freue mich auf spannende Wettkämpfe bei den Finals in Hannover. Unser Ziel ist es, den Zuschauerinnen und Zuschauern die Vielfalt und Faszination des Kanusports zu präsentieren. Ich wünsche allen Athletinnen und Athleten faire Wettbewerbe und allen Beteiligten, dass die intensive Planung mit einem erfolgreichen Event belohnt wird." Der Eintritt zu allen Kanu-Wettbewerben ist frei. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, verfolgt die Entscheidungen live im Stream über ARD und ZDF.
Die Stand-Up-Paddler entscheiden ihre Deutschen Meisterschaften im spektakulären Parallelsprint-Format über die kurze 160-Meter-Distanz. Bei den Damen startet ein hochkarätiges Feld mit acht Athletinnen. Skadi Langbein vom WPH Berlin dominierte die vergangenen beiden Austragungen und gewann 2023 sowie 2025. Die Berlinerin strebt in Hannover ihren dritten Titel in Folge an. Ihre stärkste Konkurrenz kommt aus der niedersächsischen Landeshauptstadt selbst: Julia Georgi und Efe Eribo vom HKC Hannover 1921 kennen die Bedingungen auf dem Maschsee bestens und wollen vor heimischem Publikum angreifen. Oda Diestel vom Kanu-Verein Laubegast Dresden, Frederike Ohnesorge von SUPSTART Spandau, Laila Daskiran vom WPH Berlin, Sonja Straub vom Kanu-Club Radolfzell und Vivien Franke von den Wasserfreunden Spandau 04 komplettieren das Starterfeld.
Bei den Herren verspricht das Rennen um den Deutschen Meistertitel besonders spannend zu werden. Titelverteidiger Normen Weber vom Kanu Schwaben Augsburg setzte sich 2025 in Dresden durch und reist als Favorit nach Hannover. Doch die junge Generation will den etablierten Namen den Titel streitig machen. Marlon Daskiran vom WPH Berlin zählt zu den vielversprechendsten Nachwuchsathleten und greift die Routiniers an. Ole Schwarz vom WSV Blau Weiß Bonn, Manuel Lauble als Einzelperson des Deutschen Kanu-Verbands, Cedric Fahlbusch vom Wander-Paddler-Havel, Oscar Schönwald vom KC Radolfzell, Anton Birkicht vom Rundendreher und Benyam Bossack von SUP Kids Makkum komplettieren das achte Starterfeld der Herren. Die kurze Sprintdistanz über 160 Meter verspricht packende Duelle, bei denen Starts und Wendetechnik über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Neben dem Stand-Up-Paddling präsentiert sich der Kanusport mit drei weiteren Disziplinen. Im Kanu-Rennsport steht ebenfalls der 160-Meter-Parallelsprint im Mittelpunkt. Lokalmatadorin Paulina Paszek vom HKC Hannover, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2024 in Paris, möchte ihren Titel vor heimischem Publikum verteidigen. Bei den vergangenen Finals in Dresden setzte sich Paszek im Kajak vor Pauline Jagsch vom SC Berlin-Grünau durch. Jule Hake vom KSC Lünen kehrt nach einer Babypause zurück ins Kajak. Die 26-Jährige gewann 2022 und 2023 die Finals-Ausgaben. Bei den Herren kommt es zum Duell der Topfavoriten: Titelverteidiger Jacob Schopf vom KC Potsdam trifft auf seinen Vereinskollegen und Kajak-Zweier-Partner Max Lemke.
Die Parakanutinnen und Parakanuten kämpfen im Verfolgungsrennen um Deutsche Meistertitel. Im Kajak und Va'a treten die Athletinnen und Athleten im Parallelsprint-Format gegeneinander an. Felicia Laberer vom SC Berlin-Grünau setzte sich bei den vergangenen Austragungen 2023 und 2025 in packenden Duellen gegen Anja Adler vom SV Halle knapp durch. Erstmalig werden die Kajak- und Va'a-Rennen separat ausgetragen. Nach den Ausgaben 2021, 2022 und 2023 kehrt Speed-Kanu-Polo in das Programm der Finals zurück. Bereits am Donnerstag stehen die Halbfinals der Damen auf dem Programm, am Sonntag geht es bei den Polo-Herren um den Titel. Bei den Frauen treten KRM Essen, WSF Liblar, 1. MKC Duisburg und PSC Coburg an. KRM Essen gewann 2023 den Titel und möchte diesen Erfolg wiederholen. Bei den Herren kämpfen KRM Essen, KGW Essen, KSVH Berlin und 1. MKC Duisburg um den Deutschen Meistertitel. KSVH Berlin reist als Sieger der Finals 2023 nach Hannover.
Damen:
Herren:

Redakteur surf
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