Sicherheits-AktionVier Verbände veröffentlichen gemeinsame SUP-Regeln

Stephan Gölnitz

 · 02.06.2026

Sicherheits-Aktion: Vier Verbände veröffentlichen gemeinsame SUP-Regeln
Mit einer gemeinsamen Posteraktion wollen DKV, DLRG, Wasserwacht und VDWS die Sicherheit beim SUP erhöhen.
DKV, DLRG, Wasserwacht und VDWS präsentieren zum Start der Badesaison neue Sicherheitsempfehlungen für Stand-Up-Paddler. Die Organisationen bündeln ihre Erfahrungen aus Ausbildung, Wassersportpraxis und Rettungseinsätzen, um Unfälle auf dem Wasser zu vermeiden. Die Regeln sollen an Wachstationen, Bootshäusern und Wassersportschulen sichtbar werden.

Themen in diesem Artikel

Mehrere Millionen Menschen nutzen in Deutschland regelmäßig Seen, Flüsse und Küstengewässer zum Stand-Up-Paddling. Mit dem Beginn der neuen Badesaison rückt neben dem Freizeitspaß die Sicherheit auf dem Wasser in den Fokus. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutsche Kanu-Verband sowie der Verband Deutscher Wassersportschulen haben sich unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Unfälle vermeiden" zusammengeschlossen. Die vier Organisationen entwickeln praxisnahe Empfehlungen für mehr Sicherheit beim Stand-Up-Paddling. Sie bündeln ihre langjährigen Erfahrungen aus Ausbildung, Wassersportpraxis und Rettungseinsätzen. Das Ergebnis sind neue SUP-Regeln, die Paddlerinnen und Paddlern helfen sollen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Risiken auf dem Wasser zu vermeiden.
Alles über Vorfahrtsregeln findest du auch hier.

Unterschätzte Gefahren auf dem Wasser

Stand-Up-Paddling gilt als vergleichsweise leicht zu erlernen und vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Freiheit und Entspannung auf dem Wasser. Gleichzeitig werden äußere Bedingungen häufig unterschätzt. Wind, plötzlich auftretende Gewitter, Strömungen, intensiver Schiffsverkehr oder starker Wellengang können selbst erfahrene Wassersportlerinnen und Wassersportler in gefährliche Situationen bringen. Auch intensive Sonneneinstrahlung oder mangelnde Kenntnis von Regeln auf Wasserstraßen erhöhen das Unfallrisiko erheblich. Die beteiligten Organisationen beobachten seit Jahren, dass viele Einsätze und Rettungsaktionen auf Fehleinschätzungen oder mangelnde Vorbereitung zurückzuführen sind. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Menschen frühzeitig für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und gleichzeitig konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

Verständliche Darstellung für alle Könnensstufen

Die neuen SUP-Regeln setzen bewusst auf eine einfache und leicht verständliche Darstellung. Aussagekräftige Illustrationen lenken die Aufmerksamkeit gezielt auf wichtige Sicherheitsaspekte und vermitteln die zentralen Hinweise auf einen Blick. Die Aufbereitung soll sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch erfahrene Paddlerinnen und Paddler erreichen. Die Sicherheitsregeln werden dort sichtbar, wo sich Wassersportlerinnen und Wassersportler unmittelbar informieren: an Wachstationen der DLRG und der Wasserwacht, in Bootshäusern und Ausbildungsstätten des Deutschen Kanu-Verbandes sowie an den Stationen und Schulen des VDWS. Ergänzend verbreiten die Organisationen die Empfehlungen über Pressearbeit, Veranstaltungen und soziale Medien, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Gemeinsame Verantwortung für sicheren Wassersport

Die beteiligten Organisationen verbindet das gemeinsame Ziel, den Wassersport sicherer zu machen und gleichzeitig das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Gewässern zu stärken. Sicherheit auf dem Wasser beginnt bereits vor dem Einstieg auf das SUP-Board – mit guter Vorbereitung, Rücksichtnahme und dem Wissen um mögliche Gefahren. Mit den neuen SUP-Regeln setzen der Deutscher Kanu-Verband, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes und der Verband Deutscher Wassersportschulen ein gemeinsames Zeichen für mehr Sicherheit, Prävention und verantwortungsvollen Wassersport in Deutschland.

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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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