SUP-Package bei Old Bulli BerlinMit dem Kult-Bulli zur SUP-Tour - fünf Fragen an Lucas Kohlruss

Tobias Frauen

 · 09.07.2026

Bei Old Bulli Berlin und Betreiber Lucas Kohlruss könnt ihr eine Flotte kultiger VW T1 und T2 mieten
Foto: Old Bulli Berlin/David Kohlruss
Lucas Kohlruss vermietet mit “Old Bulli Berlin” eine top-gepflegte Flotte von VW T1 und T2. Wer mag, kann für den Kurztrip ans Wasser gleich ein SUP mit dazubuchen und bekommt noch einen echten Spot-Geheimtipp in der Nähe der Hauptstadt obendrein.

Coole Bulli-Oldtimer inklusive SUP-Board im Verleih - welche Idee steckt dahinter?

Wir probieren alles möglich zu machen was irgendwie nur geht. Wir haben hier insgesamt vier SUPs von Kajakprofi, wenn jemand seine Bulli-Tour mit einer Paddel-Tour verbinden möchte, dazu noch zwei Kajaks. Wenn jemand ein Date hat oder eine andere Idee für eine Tour, dann lässt sich das gut mit Wassersport verbinden. Alles im Style der Siebziger, das versuchen wir immer auch mit rüberzubringen! Wir haben zwei Busse, wo die Boards auch aufgeblasen reinpassen, und auch einen tollen Geheimtipp als Ziel: Der Stienitzsee, das noch ein Undercover-See, ungefähr eine halbe Stunde entfernt, da kommst du mit der Bahn gar nicht hin. Ein Kumpel betreibt da das Strandbad, da kann man direkt mit Blick aufs Wasser stehen, paddeln und anschließend einen Sundowner genießen. Wir versuchen, das im nächsten Jahr auch direkt mit einer Übernachtung dort anbieten zu können!

Und welche Bullis habt ihr in eurer Flotte?

Bei uns dreht sich eigentlich alles um T1- und T2! Ich hab mich in den letzten zwölf Jahren auf diese beiden ersten Baureihen eingeschossen. Wir wollen den Sechziger und Siebziger Jahren treu bleiben, auch was den Camping-Sytle angeht - kein Strom, kein Gas, das Wasser musst du selber pumpen Wasser, wirklich so “low budget” und so wenig wie möglich. Ich hab auch in allen Bullis eine Karte liegen, damit man nicht nach dem Handy fahren muss, sondern so, wie es früher halt war. Einige Kunden kommen direkt mit Hippie-Klamotten und Blümchen im Haar.Was wir da an Emotionen zurückkriegen und Geschichten erzählt bekommen, da kriegt man eine Gänsehaut. Mit den Bullis wird man oft an der Tankstelle angequatscht und kriegt immer wieder den Daumen hoch gezeigt, jeder freut sich mit dir mit. Für viele ist das ein sehr emotionales Ding, die wollen abends gar nicht mehr aussteigen. Das ist schon echt ein Lebenswerk, die Autos am Leben zu erhalten für sowas.

An der Bulli-Tanke in berlin-Marzahn werden etwa 15 Bullis vermietet und gewartetFoto: Old Bulli Berlin/David KohlrussAn der Bulli-Tanke in berlin-Marzahn werden etwa 15 Bullis vermietet und gewartet

Wie viele Bullis habt ihr insgesamt?

Ich sag mal, 15 sind immer grob einsatzbereit für verschiedene Einsatzzwecke. Wir haben Autos zum selber fahren, dann haben wir die Hochzeitsautos, die wir nur mit Chauffeur vermieten. Und dann haben wir noch welche als Fotobox ausgebaut, da sind wir viel auf Festivals unterwegs oder auf Geburtstagen, Hochzeiten, Firmen-Events. Selbstfahrer-Busse haben wir etwa acht bis zehn.

Kann ich mir dann aussuchen, welchen Bulli ich für die SUP-Tour fahren möchte?

Wenn sich jemand genau eine Farbe wünscht oder einen bestimmten Bulli, kann es manchmal schwierig werden. Ich muss immer danach gehen, welcher Bus sich gerade am besten fährt, weil jeder Bulli kommt mit irgendwelchen Wehwehchen zurück. Ich versuche immer alle Wünsche zu erfüllen, muss ich immer schauen, welchen kann ich rausgeben, ohne mir Sorgen zu machen. Mit den SUPs achte ich drauf, wo passen die unkompliziert rein, wo sind jetzt keine Kopfstützen drin, wo kann ich die reinschieben, ohne dass was passiert.

Und wie ist die Verbindung von Bullis und SUP zustande gekommen?

Ich versuche selber einmal die Woche paddeln zu gehen - weil es halt so simpel ist, einfach das Brett ins Auto und ab an den See. Ich habe da schon relativ am Anfang mit angefangen und irgendwann kam dann die Idee, das zu kombinieren!

Vielen Dank und viel Erfolg weiterhin!


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Tobias Frauen

Tobias Frauen

Redakteur

Tobi verantwortet alles Digitale – von der surf-Webseite bis zu den Social-Media-Kanälen – und sorgt täglich für frischen Bild- und Videocontent. Seine Surf-Wurzeln reichen vom Münsterland über Ijsselmeer, Brouwersdam und Sylt bis nach Kiel und Heidkate. Heute lebt er seit über zehn Jahren in Hamburg als „Weekend Warrior“ und ist so oft wie möglich mit Campingbus und Familie unterwegs – bevorzugt an Ostsee, SPO, Dänemark sowie in Finnland, Schweden oder Sardinien.

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