Windsurfer WM am Gardasee

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor einem Jahr

Wie in den guten alten Zeiten! Bei der Windsurfer WM am Gardasee ging es ordentlich zur Sache – auf dem neu aufgelegten Winsurfer LT. Aber seht selbst...

Über 170 Teilnehmer aus 18 Nationen sorgten beim Circolo Surf Torbole für viel Betrieb an Land, aber auch auf dem Wasser. Damit hatte die internationale Wasser-Orga, vom Weltsegel-Verband geschickt, reichlich zu tun, war aber leider nicht immer sattelfest was die zügige Abwicklung der Rennen betraf. Denn es standen vier Disziplinen auf dem Programm: Kursrennen und Slalom in den vier Gewichtsklassen der Herren plus Damenfeld sowie das Long Distance (all in one) und das Freestyle.

Südwind Ora brachte reichlich Vortrieb, Die Bojen für Course Racing lagen am Ponale auf der Westseite des Gardasees, dort, wo die Ora am stärksten bläst. Auf dem neuen Windsurfer LT stellten aber selbst 25 Knoten die wenigsten Teilnehmer vor Probleme. Kenterstürze an der Kreuz wie in den 70ern kennen die jüngeren Teilnehmer nur vom Hörensagen.

Während Holländer, Franzosen, Australier mit Teams von über 20 Startern antraten, die Italiener über die Hälfte des Feldes stellten, kamen Deutschland (5), Schweiz (2) und Österreich (2) nur mit Mini-Teams an den Lago. Trotzdem reichte es auch für Austria gleich zu zwei Medaillen. Thomas Wallner, in den 80ern schon mal sehr erfolgreich und 1988 in Südkorea Olympiasurfer, holte gleich zwei Vize-WM-Titel – im Slalom und im Course Racing der leichten Herren. Dirk Meyer, im Frühjahr noch mit neuer Hüfte ausgestattet, war für Deutschland ebenfalls erfolgreich: Der WSeV-Präsident, als Olympionike 1984 auf dem Windglider und 1988 auf dem Div. II-Verdränger Deutschlands erster Starter im Windsurfen, zockte bei den sechs Kursrennen mit ausgefeilter Taktik seinen ärgsten Gegner, Nick Bez aus Australien, um einen Punkt ab.

Dirk Meyer (Mitte) – erfolgreich bei der WM

Sogar Robby Naish, der als 13-jähriger Nobody im Jahr 1976 auf dem Windsurfer den ersten seiner insgesamt 28 WM-Titel gewann, meldete sich per Grußbotschaft auf der Videoleinwand: „Schade, dass ich nicht dabei sein kann, wünsche aber allen Teilnehmern viel Erfolg.“ Nicht persönlich war Naish anwesend, aber immerhin hatte er zehn Windsurfer LT, versehen mit seinem Logo als Leihboards an den Gardasee geliefert – zusammen mit etwa 50 Boards, die die International Windsurfer Class Association (IWCA) zum Mieten aufs CST-Clubgelände antransportiert hatte.

Mit der EM im holländischen Hoorn (10. bis 13. Oktober) und der Weltmeisterschaft im australischen Freemantle/Perth (28.12.2019 bis 4.1.2020) folgen schon die nächsten Highlights für den Windsurfer LT.

Alle Ergebnisse und viele Bilder auf www.circolosurftorbole.com


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