Severne bringt mit dem “Speed Package” ein als System entwickeltes Setup zum Speedsurfen auf den Markt. Die Kombination besteht aus dem Segel Monster und dem Board Fury und entstand in direkter Zusammenarbeit mit Antoine Albeau und Cedric Bordes, die beide ihre jüngsten Top-Speeds auf diesem Material erzielten. Albeau fuhr in Lüderitz 52,25 Knoten, Bordes erreichte beim Prince of Speed auf dem offenem Meer 47,62 Knoten.
Die Entwicklung von Segel und Board erfolgte laut Severne gemeinsam unter identischen Bedingungen, wobei jede Produktionsentscheidung – von der Camber-Konfiguration über die Profiltiefe bis zur Board-Outline – direkt aus den Anforderungen der Rekordversuche resultierte. Die Kombi soll demnach sowohl für den Speed-Kanal als auch auf dem offenen Meer funktionieren, im Windbereich von 20 Knoten bis Vollpower. Insgesamt gibt es fünf Segelgrößen und vier Board-Größen.
Das Speedsegel Severne Monster basiert auf einer Sieben-Latten-Konstruktion mit vier Cambern. Der obere Bereich fällt laut Hersteller schlanker aus, um Gewicht und Luftwiderstand zu reduzieren. Das tiefere Profil soll die Power über den gesamten Windbereich konstant halten, ohne dass Druckspitzen entstehen. „Ein gutes Speedsegel muss die Bedingungen einfacher erscheinen lassen, als sie sind. Man braucht eine große Windrange, starke Beschleunigung und Stabilität gleichzeitig", erklärt Albeau. Bordes ergänzt: „Das Segel ist super stabil. Man wird nie nach vorne gerissen und hat konstante Power in den Händen. Wenn man gegen Wind und Chop kämpft, spürt man nicht wirklich, ob der Wind etwas nachlässt oder zunimmt. Man kann sich also auf den Lauf konzentrieren.” Das Monster ist laut Severne für RDM-Masten optimiert, funktioniere aber auch mit SDM. Die Größen umfassen 4,9, 5,3, 5,7, 6,3 und 6,9 Quadratmeter.
Das Speedboard Severne Fury wurde für Weltrekorde entwickelt, soll aber in der Praxis auch seine Vielseitigkeit zeigen, verspricht der Hersteller. Bordes fuhr in La Palme ein 5,7er Monster mit dem 45er Fury. Die Größenpalette orientiert sich an diesem Einsatzspektrum. „Beim Board gilt das gleiche Konzept wie beim Segel. Man braucht etwas, das leicht zu fahren ist, gute Beschleunigung hat, und wenn man Vollspeed fährt, kann man pushen und dem Material vertrauen. Kein Spin-out, kein Tail-Lift”, beschreibt Bordes die Anforderungen. Die CNC-Präzisionsfertigung kombiniert Carbon-Faser-Layup mit strategischen Verstärkungen, heißt es. Doppelreihige Inserts, fixierte Schlaufen und eine Tuttle-Box gehören zur Ausstattung. Die verfügbaren Größen sind 42, 45, 49 und 55 cm Breite.
Antoine Albeau, erst kurz zuvor zu Severne gewechselt, stellte seine Boards am Diaz Point nahe Lüderitz ein – ein Spot, der mehr einem europäischen Strip ähnelt als einem Kanal. Er betont das einfache Handling der Kombo: „Man nimmt einfach sein Segel, steckt den Mast rein, die Gabel dran, setzt die Finne ins Board, und dann geht man auf den Strip und ist der Schnellste", fasst Albeau zusammen. Das Material funktioniert unabhängig vom Spot. „Es ist nicht extrem. Es ist schnell, es ist kraftvoll, aber auf gute Art. Man kann das Monster fast wie ein Slalomsegel nutzen”, sagt Bordes über das Segel.
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