Mal wieder eine Neuheit für die Raceboard-Szene: Der französische Hersteller Exocet präsentiert ein neues “Langschiff” für Regatten. Das RS V7 Carbon 380 basiere unter anderem auf dem Konzept des Unifiber Proteus-Shapes und sei für alle Abschnitte eines Raceboard-Kurses ausgelegt, erklärt Exocet. Das Entwicklungsziel sei ein Board gewesen, das gute Geschwindigkeit am Wind biete, ohne auf den Raumschots und dem Vorwindkurs Leistung einzubüßen. Mit 313 Litern Volumen, 379 Zentimetern Länge und 68 Zentimetern Breite positioniert sich das Board in klassischen Raceboard-Dimensionen. Das Gewicht liegt laut Hersteller bei 14,2 Kilogramm mit einer Toleranz von fünf Prozent. Der empfohlene Segelbereich erstreckt sich von 6,5 bis 9,5 Quadratmetern.
Frühere Raceboard-Generationen hätten oft schwerere Fahrer am Wind und leichtere Fahrer auf Vorwindkursen bevorzugt, heißt es vom Hersteller. Das RS V7 380 verteile das Volumen gezielt an Bug und Heck, um einen breiteren Gewichtsbereich abzudecken. Schwerere Fahrer erreichten bei marginalem Wind früher die Gleitphase, leichtere Fahrer behielten bessere Kontrolle und Höhelauf-Fähigkeit am Wind, ohne gegen die Form arbeiten zu müssen. Diese Anpassung der Volumenverteilung ziele darauf ab, das Board für verschiedene Athletentypen fahrbar zu machen. Die Konstruktion in Carbon-Sandwich-Bauweise halte das Gewicht niedrig und bewahre gleichzeitig die strukturelle Steifigkeit, die für direkte Kraftübertragung nötig sei. Das Board interpretiere nicht, was der Fahrer tue, sondern übertrage es direkt aufs Wasser, so die Beschreibung des Herstellers.
Das Schwert behalte Exocets Pivot-System bei, das sowohl Länge als auch Winkel des Schwerts an die Bedingungen anpassen lasse – vor und während des Rennens. Ein längeres Schwert liefere zusätzlichen Auftrieb und Höhelauf-Leistung auf leichten Kreuzschlägen. Eingefahren reduziere es den Widerstand und verbessere die Kontrolle, wenn der Druck auf den Raumschots zunehme. Das Schwertgehäuse sei so konstruiert, dass es auch Custom-Schwerter aufnehme. Dies gebe Fahrern die Flexibilität, ihre bevorzugte Konfiguration für Kurs und Bedingungen einzustellen. Das Carbon-Schwert gehöre zum Lieferumfang des Boards
Schwert und Mastfuß seien nach vorne verlagert worden, um die Balance über alle Kurse zu optimieren. Eine subtile Vorwärtsverlagerung der Finnenbox verstärke den Vortrieb auf den Raumschots-Kursen – wo Rennpositionen häufig gewonnen und verloren würden – ohne das Setup am Wind zu beeinträchtigen. Die Finnenbox sei als Deep-Tuttle-Box ausgeführt, Finnen gehören nicht zum Lieferumfang. Der Mastfuß lasse sich in der Position verstellen, um die Segelposition an unterschiedliche Windstärken und Kurse anzupassen. In leichtem Wind könne das Rigg nach vorne verschoben werden für frühes Angleiten, bei stärkeren Bedingungen nach hinten für mehr Kontrolle.
Das RS V7 Carbon 380 sei für die World Sailing International Raceboard Class zugelassen und damit von Clubrennen bis zu Weltmeisterschaften einsetzbar. Die Carbon-Konstruktion treffe auf die bewährte RS 380 Plattform, die für Marathon-Rennen und Langstrecken-Performance entwickelt sei. Ein von den Menschen entwickeltes Raceboard, die es auch fahren – verfeinert um die Kursabschnitte, auf denen Ergebnisse tatsächlich gemacht werden, beschreibt Exocet die Philosophie hinter dem Board. Der Preis liegt bei 4.999 Euro.
(Herstellerangaben)
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