Neue Outline, neuer Volumenfluss, Deck und Rumpf vollständig aus Carbon – selbst die Struktur der Footpads wurde beim Air 7 neu durchdacht. Besonders auffällig sind die für ein Freestyleboard spitz zulaufende Nase und die sehr flache Rockerlinie. Zudem: Geschraubt wird per FCS-Schlüssel in einer trimmbaren US-Box. 21 Zentimeter misst die mitgelieferte MFC-Finne. Auch die schlichten Fußschlaufen tragen das Logo von der Maui Fin Company und lassen sich besonders einfach Freestyle-typisch groß stellen, befestigt werden diese allerdings klassisch per Kreuzschlitz. Das für Freestyleboards ungewöhnlich aufgebogene Kicktail am hinteren Footpad unterstreicht den Wave-Hintergrund der Marke.
Schon beim ersten Draufspringen fühlt sich das Board sehr geschmeidig unter den Füßen an – dabei eher gedämpft als besonders spritzig. Das Board gleitet für einen Freestyler mit vergleichsweise wenig Körpereinsatz harmonisch an. Die neuen Footpads sind griffig und durchschnittlich weich. Durch die bis weiter vorne flache Rockerlinie und das ausgeprägte Vee surft sich das 61 Zentimeter breite Board beinahe Freeride-mäßig komfortabel und ist in jeder Lebenslage gut zu kontrollieren. Diese Laufruhe sorgt für das nötige Vertrauen, um bei Vollgas auf Switch umzusteigen oder das Segel auch bei kabbeligen Bedingungen bedenkenlos zu ducken. Auch die 21er Finne mit relativ viel Grip spielt hier ihre Stärken aus. Wer nach einem etwas looseren Gefühl sucht, kann dank der US-Box, bevor er eine kleinere Finne kauft, mit der Finnenposition in Relation zur hinteren Fußschlaufe spielen.
Keineswegs mehr nach Freeride fühlt es sich an, wenn der Air 7 in der Luft ist, denn dann wirbelt das kompakte Gefährt bei stets guter Kontrolle problemlos in alle Richtungen. Das im Vergleich zum Vorgänger dünnere Heck ist reaktiv und poppt auch gerne zweifach hintereinander (zu Doppelmoves) aus dem Wasser, bietet aber trotzdem genügend Plattform zum Sliden. Die spitz zulaufende Nase gibt Sicherheit bei harten Landungen von Powermoves und hilft dem flachen Shape dabei, sauberer durch Chop zu schneiden. Sie bedurfte zu Beginn (bei Sliding-Moves) allerdings auch etwas Eingewöhnung, da sie in Kombination mit dem bis nach vorne gezogenen Vee im Unterwasserschiff langsamer und gefühlt mit etwas weniger Auftrieb über die Wasseroberfläche slidet.
Der neue Air7 von Goya ist modern-radikal, doch nicht zu radikal, sondern fein ausbalanciert. Für Freestyler, die es besonders spritzig und loose mögen, könnte das Board eher zahm wirken. Dennoch sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

Redakteur surf