iQFoil Youth EM BrestNachwuchs kämpft mit schwierigen Bedingungen

Tobias Frauen

 · 10.11.2022

iQFoil Youth EM Brest: Nachwuchs kämpft mit schwierigen BedingungenFoto: Michael Schleicher
Lenny Friemel (l.) und Jacob Ditzen bei der EM in Brest

Fast 300 jugendliche IQFoiler kamen vom 30.10. - 5.11. zur EM ins französische Brest Auch sieben deutsche Nachwuchs-Surfer waren dabei und hatten mit starken Winden zu kämpfen

In den Jahrgängen U17 und U19 wurde Deutschland von insgesamt sieben Jugendlichen vertreten (4 U19, alle aus Berlin, 3 U17 aus Bayern und dem Saarland). Schon in der Woche vor der EM bereitete sich das Team in einem vom DWSV und DSV unterstützten Trainingslager mit dem Coach Diderik Bakker vor. Trainingslager und Regattabegleitung wurden übrigens von den unterstützenden Eltern organisiert.

Der erste Regatta-Tag war gekennzeichnet durch wechselnde Winde mit Spitzen von bis zu 25 Knoten. Es konnten in allen Altersgruppen vier Wettfahrten durchgeführt werden . Am Dienstag ging gar nichts, ein Sturmtief zog mit Winden von bis 40 Knoten durch. Damit standen schon nach einem Renn-Tag die Gruppen für die Gold- und Silber-Rennen fest

Verlagssonderveröffentlichung

Am Mittwoch sahen die Bedingungen ähnlich aus, der Wind wehte zwar immer noch mit mehr als 25 Knoten, dafür aber etwas konstanter. Das ging mächtig an die Kräfte, in einigen Läufen kamen gerade einmal drei Fahrerinnen und Fahrer innerhalb des Zeitlimits ins Ziel. “Warum hier nicht bei der Jugend abgebrochen wurde wird uns ein Rätsel bleiben”, sagte Dirk Meyer, der Vorsitzende des WSeV, der als Betreuer vor Ort war.

Auch an den folgenden Tagen änderte sich an den Bedingungen nicht viel. Erst am Freitag ließ der Wind etwas nach, es wurde erst der Marathon gestartet, bevor weitere Slalom-Läufe anstanden.

Keine Deutschen in den Final-Rennen dabei, Sophie Meyer im Marathon auf Rang 10

Ihr bestes Ergebnis fuhr Sophia Meyer mit dem 10. Platz nach fast eineinhalb Stunden Rennen über die Bucht von Brester ein. Im Slalom zeigte Lenny Friemel bei den U17 mit den Plätzen 2 und 3, was möglich ist. Am Ende wurde er dann mit Platz 15 bester Deutscher. Das Finale fand dann in allen Gruppen ohne deutsche Beteiligung statt. Durch den Olympischen Modus mit Vorläufen, Gold- und Silber-Rennen gewannen aber immer nicht diejenigen, die in der Woche mit bis zu 30 Punkten dominiert hatten.

“Das Potential wäre zwar da, aber der Anschluss an die internationale Spitze ist nur durch gezieltes und intensiveres Training zu schaffen”, so lautet das Fazit von Dirk Meyer nach eine Woche mit anspruchsvollen Bedingungen. “Die internationale Orientierung auf die surfende Foil-Klasse sollten unsere Vereine und Verbände zum Umdenken und zur besseren Unterstützung bewegen!” So hätten beispielsweise zwei auf eigene Kosten angereiste Väter spontan die Betreuung auf dem Motorboot übernommen. Polen, Frankreich und Italien hätten mit an die 40 Startern teilgenommen, und das mit Ausrichtung auf U17 - “da fighten schon heute die Talente für Olympia 2028!” Mangels Organisation durch die Verbände planen die Eltern ein Training in den Weihnachtsferien, damit der Anschluss nicht verloren geht. Außerdem werden noch U19-Starter und Damen gesucht, die im iQFoil antreten möchten.