FahrtechnikSo kommt ihr sicher in die Fußschlaufen

Manuel Vogel

 · 21.04.2026

Die hintere Schlaufe sauber zu treffen, ohne dass es spritzt und sprudelt, ist nicht immer leicht - wir geben Tipps!
Foto: Tobi Frauen
In der neuen Rubrik “Frag surf” beantworten wir eure Fragen – schreibt einfach an redaktion@surf-magazin.de. Zum Auftakt: “Was läuft schief, wenn der Schritt in die hintere Schlaufe schwerfällt?”

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Ende 2025 ging es im ersten surf-Webinar um das Thema Trapezsurfen & Gleiten. Über 100 Teilnehmende waren dabei, holten sich Tipps und konnten auch eigene Fragen stellen. Dabei wurde deutlich: Vor allem der Schritt in die hintere Schlaufe sorgt offensichtlich immer wieder für Probleme, und das nicht nur bei Einsteigern ins Gleitsurfen, sondern auch bei Surfern, die schon länger mit Trapez und Fußschlaufen surfen. Exemplarisch dafür hier die Frage von Teilnehmer Kai B.:

“Den vorderen Fuß bekomme ich meistens ganz gut in die Schlaufe. Beim hinteren Fuß fällt mir das oft schwer. Meine Ferse schleift im Wasser, es spritzt Wasser auf und das Einsteigen ist schwierig. Wie kann ich dieses Problem am besten vermeiden?“

Damit der Schritt in die hintere Schlaufe problemlos gelingt, sind mehrere Dinge entscheidend: die passende Größe der Fußschlaufe, die Position der Schlaufe auf dem Deck und natürlich die Technik, mit der man in die Schlaufen schlüpft. Zu allen Aspekten gibt’s im Folgenden Tipps:

Schlaufenposition und Größe

Wer das Schlaufensurfen lernt, sollte besonders darauf achten, eine Schlaufenposition zu wählen, die möglichst weit vorne und innen liegt. Boards der Kategorie Freeride, Freemove und Freestyle-Wave bieten diese Möglichkeiten. Vorsicht ist bei sehr leistungsorientierten Konzepten geboten, etwa Brettern der Freerace- und Slalom-Kategorie. Hier befinden sich die Schlaufen automatisch sehr nahe an der Kante, eine Innenposition ist weder vorgesehen noch für diese Board-Gattungen sinnvoll. Wenn du also regelmäßig Probleme beim Schritt in die Schlaufen hast, wähle zunächst eine der inneren Plug-Reihen.

Auch wenn die Größe der Schlaufe falsch eingestellt ist, erschwert das den Schritt. Idealerweise sollten die Füße so weit hineinschlüpfen können, dass auf der Innenseite der Schlaufen mindestens die Zehen zu sehen sind. Wichtig ist aber auch der seitliche Halt! Über drehbare Platten unter den Schrauben der Schlaufen kannst du die Schlaufenbreite anpassen. Auch die Verwendung von nicht zusammengehörenden Plugs – für die vordere und hintere Schraube einer Schlaufe – ist absolut legitim, um die Schlaufenbreite an deine Fußbreite individuell anzupassen. Mit der richtigen Weite und Größe kannst du leicht hineinschlüpfen, bekommst aber auch genug seitlichen Halt.

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Die Grundtechnik: Der Weg in die Fußschlaufen

In die Schlaufen wechselst du, wenn das Board aus der Verdrängerfahrt ins Gleiten übergeht. Hier der ideale Ablauf: In der Angleitphase steht der hintere Fuß zwischen den Schlaufen an Deck. Der vordere Fuß befindet sich zwischen Mastfuß und den vorderen Straps. Das Nach-vorne-Drehen des Fußes bewirkt, dass der Schub in Fahrtrichtung aufs Board übertragen wird. Achte darauf, den vorderen Fuß nicht quer zur Fahrtrichtung zu stellen – das erhöht die Querkräfte!
Foto: Tobi Frauen

Bei Leichtwind: Speed holen auf Raumwind

Der Kurs, auf dem du in die Schlaufen wechselst, kann einen großen Unterschied bewirken. Bei Leichtwind geht es meist nur darum, überhaupt ins Rutschen zu kommen und die Gleitfahrt durch den Schritt in die Schlaufen nicht abzuwürgen.

In der Angleitposition bist du im Trapez eingehakt, der vordere Fuß steht in Fahrtrichtung gedreht auf dem Deck
Foto: Tobi Frauen

Bei Starkwind: Mehr Sicherheit auf Amwindkurs

Wenn du richtig angepowert bist, bereitet das bloße Angleiten keine Probleme, vielmehr geht es darum, unfallfrei in die Schlaufen zu kommen. Auch in diesem Fall kann ein Kurswechsel den Schritt in die Schlaufen erleichtern – diesmal aber nach Luv.

Gleite jetzt auf Halbwindkurs an und setze wieder zuerst den vorderen Fuß in die Schlaufe
Foto: Tobi Frauen

Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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