WorkshopFoilbox - Einbau und Verstärkung

Stephan Gölnitz

 · 10.02.2021

Workshop: Foilbox - Einbau und VerstärkungFoto: Stephan Gölnitz
Workshop: Foilbox - Einbau und Verstärkung
Lohnt sich der Aufwand, ein altes Board mit Foilboxen aufzurüsten? Kann man das selbst machen? Was kostet es beim Profi? Experten zeigen, was Sinn macht.

Die Motivation für den Griff zu Fräse und Laminierharz kann ganz unterschiedlich sein. Vielleicht soll dem alten Slalomraceboard noch ein zweites Leben zum Windsurffoilen eingehaucht werden – oder das Wave-SUP-Board soll mit dem aufblasbaren „Wing“ für den allerneuesten Trend „Wingfoilen“ aufgemotzt werden. Das Gute an der Bauweise unserer Hardboards – im Groben aus Styropor, Hartschaum, unterschiedlichen Glasgeweben und Laminierharz – ist dabei: Grundsätzlich ist mit einem überschaubaren Einsatz von Werkzeugen so ziemlich alles möglich.

Wie es dann am Ende nach der „Behandlung“ wird – da hat Profi-Shaper Christian­ Koester (www.koestersurf.de) schon so ziemlich alles gesehen, woran sich „Selbstheiler“ in der heimischen Garage versucht haben. „Von drei Eigenreparaturen an eingeschlagenen Boardnasen landen am Ende doch zwei bei mir“, frotzelt der Fachmann „und teurer wird es dann auch noch.“ Wer jetzt weiterhin noch motiviert ist, wer beim Anblick der Bilder den süßlichen Geruch von frisch angerührtem Epoxidharz wieder in der Nase hat und wer vielleicht schon bei früheren Projekten damit gekämpft hat, seine Lieblingsjeans vom Glasfaser-Schleifstaub zu befreien, der darf sich auch an das Projekt „Foilbox“ wagen.

Beim Laminieren muss es nass in nass und schnell gehen.Foto: Stephan GölnitzBeim Laminieren muss es nass in nass und schnell gehen.

Wer Dreck, Mühen und Kosten – zusammen mit dem nicht unerheblichen Risiko – aber lieber einfach abgeben will, findet im Board-Mechaniker seines Vertrauens den passenden Ansprechpartner. Was dort passiert, hat uns Christian Koester in seiner Werkstatt am Beispiel des Einbaus von zwei US-Boxen in einem Board gezeigt, das zum Wingfoilen aufgerüstet werden soll (die Bauweise ist zum Windsurfen identisch). Dazu zeigt er, wie die Boxverstärkung eines älteren Starboard iSonic zum Windsurffoilen aussieht.

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Den gesamten Workshop aus SURF 10/2020 mit ausführlicher Beschreibung und Bebilderung findet ihr unten im PDF-Downloadbereich:

Themen:

  • Tuttle oder Platte?
  • Die richtige Position
  • Materialbedarf
  • Fräsen, Einbau vorbereiten, Einkleben, Schleifen, Überlaminieren, Spachteln, Schleifen, Lackieren
  • Verstärkung einer Deep-Tuttle-Box fürs Foil
Zum Schluss muss noch die richtige Position gefunden werden, dann geht's aufs Wasser.Foto: Stephan GölnitzZum Schluss muss noch die richtige Position gefunden werden, dann geht's aufs Wasser.

Downloads:

Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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