WorkshopStandlack bei Windsurfboards erneuern - nie mehr rutschige Decks

Manuel Vogel

 · 28.11.2023

Im Laufe der Jahre verlieren fast alle Bretter an "Bodenhaftung". Wir zeigen euch, wie ihr den Standlack erneuert!
Foto: Oliver Maier
Von der Behandlung mit Quarzsand über Vogelstreu und Zucker in Epoxydharz reichen die „Hausmittel“ gegen rutschige Boards. Dabei ist es denkbar einfach, einem rutschigen Deck mit Standlack wieder den alten Grip zu verpassen – wie unser Workshop zeigt.

Surfen auf rutschigen Boards, das grenzt manchmal an Slapstick. So wie jeder schon mal Erfahrungen mit Rutschpartien an Deck gemacht hat, so hat auch jeder sein „eigenes“ Hausrezept, um das Problem in den Griff zu bekommen. Von Lack mit eingestreutem Vogelsand, über Harz mit Zucker oder Salz bis hin zu Quarzsand reichen die vermeintlichen Lösungen. Dein altes Brett mit neuem Standlack zu versehen ist keine komplizierte Sache. Der Zeitaufwand beläuft sich auf ca. 30-45 Minuten.

Das braucht man für eine Standlack-Erneuerung

  • Malerkrepp zum Abkleben
  • Feines Trockenschleifpapier mit Körnung zwischen 200 und 320
  • Staubschutzmaske bzw. Mundschutz
  • Fettlösendes Reinigungsmittel (z.B. Bremsenreiniger oder spezielle Fettlöser)
  • Nautix Finishing Grip 2-Komponenten-Standlack (Online ca. 35 Euro)
  • Gefäß zum Mischen
  • Farbroller mit Schale

„Dabei sollte man sich die Sache nicht unnötig schwer machen“, betont Andi Widmann, Shaper von WARK und Reparaturprofi. „Mit einem 2-Komponenten-Standlack, wie dem von Nautix, erzielt man sehr gute Ergebnisse. Bei „Hausmitteln“ wie etwa Epoxydharz mit Zucker sehe ich das Problem, dass das Harz relativ schnell unschön vergilbt. Zucker als Granulat ist meistens auch viel zu grobkörnig und scharfkantig, wer dann mal mit dem Shorty einen Abgang macht und auf dem Deck landet, läuft Gefahr, sich richtig zu verletzen.“ Quarzsand ist zwar feinkörniger und weniger kantig, dafür aber sehr schwer – also keine Option.

„Ich würde daher jedem empfehlen, es mit dem 2-Komponenten-Lack zu machen – das ist einfach und es gibt wenig Fehlerquellen. Genau das haben wir auch getan, die genaue Anleitung seht ihr oben in der Galerie oder hier im Video!

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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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