Freestylesegel 2026Das neue Goya Cypher 2 im Test

Julian Wiemar

 · 17.05.2026

Das getestete 4,8er deckte einen großen Windbereich von circa 17 bis gute 25 Knoten ab.
Foto: Zoe Sosa
​Die Marke Goya erscheint 2026 mit völlig überarbeitetem Freestyle-Material auf dem Markt. Wir haben die knallige Kombo Probe getrickst - und fanden mit dem Segel Cypher 2 in 4.8 einen ausgewogenen Mix aus genügend Dampf und Neutralität. Wo es glänzt und für wen es passt, lest ihr im Test.

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An Land

Das unverkennbar knallig ​gelbe Segel namens Cypher 2 wirkt beim ersten Ausrollen hochwertig. Es stechen die Warp-Carbon-Konstruktion im Bereich des Schothorns und das neue weiche Dacron-Vorliekspaneel ins Auge. Rund um das Fenster wurde doppelt genäht, ein gut klappbarer solider Protektor schützt das Deck. Aufriggen lässt sich das Segel mit dem verwendeten Goya-Hundred-Pro-RDM-Mast ganz einfach nach Angaben im gängigen Freestyle-Stil: Kein bis wenig Loose Leech und dazu durchschnittliche Schothornspannung, sodass die zweite Latte von unten den Mast noch streift.

Power auf Abruf

​Beim Cypher 2 wurde eine wunderbare Mischung aus nötigem Dampf und Neutralität getroffen. Die meiste Zeit lässt sich das Segel nämlich mit zwei Fingern steuern und auch ducken, während es sich dann besonders auf der vorderen Hand (über die Dacron-Bahn) im richtigen Moment auflädt und nach oben zieht. Auch die weit geschnittene Masttasche hilft dabei, das Segel „atmen“ zu lassen, und trägt zu dem weichen Gesamtgefühl bei. Auch wenn das Cypher 2 nicht zu den aller agilsten Freestylesegeln gehört, sorgen Rotationsfreudigkeit und Leichtigkeit für die nötige Prise Verspieltheit. Beim Anpumpen spricht das Profil früh an und liefert schnell den nötigen Zug für einen ersten Move. Das getestete 4,8er deckte einen großen Windbereich von circa 17 bis gute 25 Knoten ab. Auch stärkere Böen steckt es problemlos weg und der Vortrieb bleibt weich dosierbar – das Segel verzeiht viel und hält die Motivation hoch. Umtrimmen muss man erst, wenn sich das Segel zu sehr über den Gabelbaum faltet und es anfängt, auf der hinteren Hand zu ziehen. Mit etwas mehr Schothornspannung verteilen sich die Kräfte dann wieder schön gleichmäßig durchs Segel.

Fazit zum Goya Cypher 2

​Das Cypher 2 in 4.8 bietet einen ausgewogenen Mix aus Dampf und Neutralität: viel Lift für moderne Powermoves, leichte Rotation und Zwei-Finger-Kontrolle in einem großen Windbereich. Dank Dacron-Vorliek und weiter Masttasche atmet das Segel spürbar, bleibt in Böen gelassen und lässt sich mit etwas Schothornspannung gut feinjustieren. Kurz: ein Freestyle-Tool, das jedem Trickser, egal ob Einsteiger oder Pro, Laune machen sollte.

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Technische Daten Goya Cypher 2

  • Größen 3,1/3,4/3,8/4,0/4,2/ 4,4/4,8/5,1/5,4 m2
  • Gabel 132/137/144/147/150/ 154/159/164/170 cm
  • Vorliek 333/347/370/374/384/ 396/412/425/430 cm
  • Mast 340/340/340-370/370/ 370/370/400/400/400
  • Preis 860 Euro
  • Infos goyawindsurfing.com

Julian Wiemar

Julian Wiemar

Redakteur surf

Julian, 1996 in Köln geboren, zählt zu den besten deutschen Freestyle-Windsurfern und trainiert bis heute regelmäßig auf dem Rhein. Nach deutschem Meistertitel und mehreren Jahren an internationalen Top-Spots mit Weltcup-Ambitionen fand er über Reise- und Revierberichte den Weg zum surf-Magazin. Dort absolvierte er ein Volontariat und arbeitet heute als Redakteur, der seine Erfahrungen und Leidenschaft für den Windsurfsport mit den Lesern teilt.

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