Neues WavesegelDas NeilPryde Apex HD im Test - Prydes Stolz

Surf Testteam

 · 28.02.2026

Wir konnten das neue NeilPryde Apex bereits testen
Foto: Manuel Vogel

Als Nachfolger des Atlas präsentiert NeilPryde nicht ohne Stolz das Apex. Wir konnten das Apex HD 5,1 bereits auf Nord- und Ostsee ausgiebig testen.

An Land

Wie auch beim Combat sind zwei Bauweisen verfügbar: die vollvergitterte HD-Variante sowie die noch etwas leichtere Pro-Fuse-Bauweise. Wir konnten das Apex in der Größe 5,1 ausgiebig Probe fahren, geriggt wird das Segel auf einem 400er RDM-Mast. Bereits beim Aufriggen fällt auf, dass das Apex gefühlt weniger Profil aus der Masttasche zieht, sondern dieses stärker vorgeformt ist. Die Outline unterscheidet sich deutlich vom Combat, das Apex hat eine längere Gabel und auch eine längere Vorliekslänge. Deutlich schlanker gestaltet ist das Segeltopp, was der Kontrolle zuträglich sein soll. Hilfreich sind die Trimmpunkte im Segeltopp, die beim Finden des passenden Vorliekstrimms gute Dienste leisten. Mit gemessenen 2,86 Kilo fällt das Apex 5,1 erfreulich leicht aus. Die Features, beispielsweise der Mastprotektor oder die werkzeuglos bedienbaren Lattenspanner, sind so bewährt wie funktional.

Auf dem Wasser

Das Apex balanciert sich beim Anfahren bereits gut aus, es liegt ohne größere Lastwechsel in den Händen. In Verbindung mit dem definierten und im Vergleich zum Combat weiter hinten angesiedelten Druckpunkt ergibt sich eine sehr gute Gleitperformance. Auch mit weniger Feingefühl fällt es leicht, den passenden Anstellwinkel zu finden. Angepowert liefert das Apex stets leichten Grundzug auf der Segelhand, es ist dadurch easy, Druck auf die Finnen auszuüben und Höhe zu ziehen. Das schlanke Topp lässt überschüssigen Dampf ab. Voraussetzung ist, dass man dem Segel genüg Loose Leech verpasst und die aufgedruckte Empfehlung nicht deutlich unterschreitet. Obwohl das Segel auf der Geraden kraftvoll wirkt, lässt es sich mit erfreulich wenig Kraft ablegen – egal ob zur Halse oder in den Bottom Turn. Auch hier liefert es immer Drive, was hilft, den Speed gut mit durch den Turn zu nehmen und in kraftvolle Cutbacks umzumünzen.

surf-Fazit zum NeilPryde Apex HD 5,1

Das Apex ergänzt mit dieser Charakteristik das bekannte Combat sehr gut und wirkt im Vergleich zum „alten“ Atlas spürbar agiler und auch in der Welle deutlich handlicher. Aus dem hausinternen Duell mit dem aktuellen Combat geht das Apex als Gleitsieger hervor, die Kontrolle bei Starkwind ist auf Top-Niveau. In Summe ergibt sich daraus eine sogar größere Windrange und eine ebenso große Zielgruppe, die von Starkwind-Freeridern über Manöversurfer bis hin zu versierten Wavesurfern reicht. Das Combat präsentiert sich unterm Strich als etwas gedämpfter, bietet eine bessere On/Off-Charakteristik und dürfte daher bei Wavesurfern, die voll auf Welle-­Performance, Leichtigkeit beim Abreiten und gelegentliche Freestyle-Moves setzen, weiterhin die erste Wahl sein.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Technische Daten NeilPryde Apex

Größe m2Vorliek cmGabel cm
3,6358142
3,9374147
4,3388153
4,7406160
5,1421166
5,5435172
5,9452178
6,3468184

Meistgelesen in der Rubrik Windsurfen