Wavesegel 2026Duotone Super Hero SLS vs. Duotone Super Hero D/Lab 5,0

Manuel Vogel

 · 08.01.2026

Das Duotone Super Hero SLS ist die "Normalversion"
Foto: surf-Magazin
Auch den vermeintlichen Superhelden aus dem Hause Duotone gibt’s in zwei Varianten – SLS und D/Lab genannt. Wir haben getestet, welche Variante die meisten Superkräfte bietet.

Vor allem die Standardvariante Duotone Super Hero SLS hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Gewicht verloren. So sollen durch das Weglassen von Nähten zu Designzwecken, die Verwendung eines dünneren Hauptfensters und durch den Wechsel des Dacronmaterials zwischen 400 und 500 Gramm abgespeckt worden sein. Und in der Tat ist das Super Hero SLS mit gemessenen 2,77 Kilo nominell in der Liga der leichtesten Wavesegel angekommen. Da stellt sich die Frage: Wer braucht da noch das 400 Euro teurere D/Lab-Modell? Beim Duotone Super Hero D/Lab wurden weite Teile nahtlos konstruiert, was den Stretch minimieren und die Windrange noch mal verbessern soll. Der theoretische Gewichtsvorteil wird dann wieder aufgezehrt, weil man beim D/Lab weiterhin ein dickeres Hauptfenster verbaut.

Beide Modelle punkten mit zahlreichen Trimmmarkierungen, die das Finden der passenden Einstellung erleichtern und verdeutlichen, dass die Superhelden mit recht wenig sichtbarem Loose Leech geriggt werden wollen. Die Segel ziehen enorm viel Profil aus der Masttasche, die Latten stehen selbst bei voll durchgezogenem Vorliek noch am Mast über. Deshalb darf man an der Trimmschot durchaus einige Zentimeter mehr flachziehen, damit das Profil nicht an der Gabel anliegt. Gut gelungen und sehr wertig wirken der Mastprotektor und die übrigen Verstärkungen.

Meistgelesene Artikel

1

2

3

surf/duotone_eb10da21feac2c66202b6f015734e317Foto: surf-Magazin

Viel Bauch, viel Power

Wer nun befürchtet, dass sich die Duotone-Segel aufblähen wie Ballons und keine Kontrolle bieten, kann sich wieder entspannen. Beide Segel ziehen beim ersten Dicht­holen einen satten Bauch und wirken überdurchschnittlich kraftvoll. Die Gabelmaße sind etwas länger als im Durchschnitt, wodurch sich eine gute Fahrstabilität und kon­stant leichter Zug auf der Segelhand ergeben, auch ohne feinfühlige Technik ist die Gleitschwelle im Nu pulverisiert und man kann sich mit Vollspeed auf die Jagd nach ersten Rampen machen.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

In starken Böen muss man schon beherzt zupacken, denn beide Modelle vermitteln satte Power, trotzdem bleibt der Druckpunkt verlässlich zwischen den Händen, wodurch lästiges Umtrimmen meist kein Thema ist. Die D/Lab-Vari­ante ist diesbezüglich auf vergleichbar hohem Niveau, abgesehen von minimal geringeren Haltekräften im Grenzbereich. Die Lattenrotation in Manövern ist butterweich und lässt keine Wünsche offen, auch wenn beide Segel aufgrund ihrer gedämpften Charakteristik und der längeren Gabel nicht zu den absolut agilsten Modellen gehören, die man mit zwei Fingern durch Front- und Backloops zwirbelt.

Hohes Level mit marginalen Unterschieden

Wie aus einem Guss performen die Segel auf der Welle: Auch bei wenig Wind und mit geringem Wellenschub holt man mit Super Hero SLS und D/Lab noch genug Vortrieb für einen kraftvollen Turn heraus. Dass man auf der hinteren Hand verlässlich etwas Zug hat, hilft auch bei schräg auflandigen Wavebedingungen, um mit genug Speed an der Wellenlippe anzukommen. Spürbar ist aber auch, wie gut das Profil hier arbeitet: Legt man das Segel flach, zieht sich das Profil auf Knopfdruck auch wieder raus, weshalb das Super Hero Vortrieb („Drive“) und Neutralität („Off“) gut vereint. Dass hier immer von beiden Segeln die Rede ist, verdeutlicht aber auch, dass der tatsächliche Vorteil der teureren D/Lab-Variante marginal ist.

Abgesehen von minimalen Vorteilen bei den Haltekräften auf der Geraden ist kein wirklicher Pluspunkt auszumachen – was angesichts des hohen Performance-Levels des SLS aber auch ­verschmerzbar ist. Tadellos funktioniert haben beide Segel auch auf dem alternativen „Gold“-Mast mit 90 Prozent Carbon. Im direkten Vergleich wirken beide Segel – so wie man es erwarten kann – mit dem edlen „Platinum“-Mast eine Spur leichter, agiler und spielerischer. Unterm Strich kann man bei Duotone aber sowohl beim Segel als auch beim Mast zur günstigeren Variante greifen, ohne große Performance-Verluste hinnehmen zu müssen.

10 Prozent mehr Carbon macht 200 Euro an der Ladentheke.10 Prozent mehr Carbon macht 200 Euro an der Ladentheke.

surf-Fazit zu Duotone Super Hero SLS und Duotone Super Hero D/Lab 5,0

​Die Performance-Unterschiede von Super Hero SLS und D/Lab sind marginal, beide Segel bieten mit überdurchschnittlicher Gleitpower und toller Druckpunktstabilität eine sehr große Windrange. Heldenhaft kann man damit sowohl bei Starkwind auf Flachwasser, auf Nord- und Ostsee als auch in fetten Ozeanwellen performen.

​(+) Gleitpower, Windrange
-
-

Technische Daten Duotone Super Hero SLS/Duotone Super Hero D/Lab 5,0

​Segelgewichte

  • Super Hero SLS: 2,77 kg*
  • Super Hero D/Lab: 2,80 kg*

​Verwendete Masten

  • Duotone Platinum RDM 400; 100 % Carbon; 849 Euro
  • Duotone Gold RDM 400; 90 % Carbon; 649 Euro

Mastgewichte

  • Duotone Platinum: 1,48 kg*
  • Duotone Gold: 1,50 kg*

Gabelaussparung: 99–148 cm*
Infos unter duotonesports.com

*surf-Messung

Duotone Super Hero: Verfügbare Größen und Daten

GrößeVorliekLattenMastGabelPreis €
3,0k.A.4k.A.k.A.899/–
3,4k.A.4k.A.k.A.909/–
3,73634340/370148929/1289
4,03744370148949/1309
4,23784370154959/1339
4,53904370158969/1359
4,74044400162979/1389
5,04184400166999/1419
5,343044001701019/1459
5,743844301761039/1499

Meistgelesen in der Rubrik Windsurfen