AFF Funboard TourExtrem-Slalom in Calais

SURF

 · 23.09.2026

Slalom in Wave-Bedingungen: Beim AFF-Stop in Calais gab es Rennen jenseits der Komfortzone
Foto: photosportNormandy/AFF.net
Der Sturm am Wochenende brachte auch der französischen Funboard-Tour in Calais spektakuläre Bedingungen. Zweieinhalb Meter Welle, starke Strömungen und Böen bis 30 Knoten machten die Rennen zu einer Herausforderung.

Während in Dänemark und an der deutschen Nordsee am Wochenende die Waverider mit grandiosen Bedingungen glücklich gemacht wurden, stand im französischen Calais Slalom auf dem Programm. Die Meerenge von Dover zeigte sich beim dritten Lauf der französischen Funboard Tour AFF gnadenlos. In Sangatte trafen die Athleten auf einen zweieinhalb Meter hohen Swell, extreme Gezeitenströmungen und Windböen um die 30-Knoten-Marke näherten. Diese Kombination verwandelte die französische Funboard-Meisterschaft in einen reinen Überlebenstest, wie uns Francois Lorho berichtet. Unter diesen brutalen Bedingungen stachen vor allem Pierre Mortefon und Justine Lemeteyer hervor, die den Event als Vorbereitung auf den Worldcup auf Sylt nutzten.

Slalom am Samstag: Macquaert überrascht, Mortefon schlägt zurück

Der Samstag forderte Mensch und Material bis an die absolute Belastungsgrenze. Bei sieben Frauen und 19 Männern am Start entwickelte sich das Rennen zu einem Kampf gegen die Elemente. Local Pierre Macquaert überraschte die Favoriten mit Siegen in den ersten beiden Läufen. Doch Mortefon fand schnell seinen Rhythmus zurück. Mit einem 6,0er Segel startete er eine Siegesserie und sicherte sich die Gesamtführung. Brendan Lorho komplettierte das Podium auf Rang drei. Bei den Frauen demonstrierte die Slalom X-Weltmeisterin Justine Lemeteyer ihre Klasse mit einer makellosen Performance. Sie gewann alle fünf Durchgänge und ließ ihrer engsten Konkurrentin Maé Davico keine Chance. Charlotte Philip, die in der U21-Kategorie antritt, rundete das Podium ab.

Windfoil am Sonntag: Leichtere Bedingungen, klare Verhältnisse

Der Sonntagmorgen brachte einen Wetterumschwung mit deutlich schwächerem Wind. Die Rennleitung entschied, die gesamte Flotte mit dem Foil aufs Wasser zu schicken. Bei nachlassendem Swell konnte sieben weitere Rennen gefahren werden. Mortefon zeigte sich nahezu unantastbar und gewann sechs der sieben Rennen. Benoît Merceur und Alexis Mathis folgten auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Frauen startete Lemeteyer mit zwei Stürzen im ersten Rennen, das Maé Davico für sich entschied. Doch die Foil-Weltmeisterin von 2024 und 2025 reagierte schnell, passte ihr Setup an, dominierte die folgenden sechs Läufe und sicherte sich den Doppelsieg.


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