Big Day in SchottlandMiguel Chapuis und Izzy Adcock triumphieren beim Tiree Wave Classic - Frida und Emma Miron auf Platz zwei und drei

SURF

 · 15.10.2026

Die besten Bilder vom Big Wednesday beim Tiree Wave Classic 2026
Foto: Carter/PWA
Bei extremen Bedingungen mit 40 bis 50 Knoten Wind und masthohen Wellen entschieden Miguel Chapuis und Izzy Adcock den Tiree Wave Classic 2026 für sich. Chapuis setzte sich in einem rein spanischen Finale gegen Marino Gil durch, während die Adcock erst in letzter Sekunde gegen Frida Miron gewann.

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Gestern war beim Tiree Wave Classic der „Big Wednesday" – und die Bedingungen am Spot Balevullin erfüllten alle Erwartungen. Ablandiger Wind zwischen 40 und 50 Knoten peitschte über die Hebrideninsel, während masthoch laufende Wellen die perfekte Bühne für spektakuläre Manöver boten. Große Aerials und radikale Turns in kritischen Sektions wurden belohnt, doch jeder Fehler im Timing konnte drastische Folgen haben. In dieser anspruchsvollen Arena setzten sich Miguel Chapuis bei den Männern und Izzy Adcock bei den Frauen durch. Während Chapuis seine zweite Teilnahme in Tiree mit dem ersten Sieg krönte, gelang Adcock ein dramatischer Last-Minute-Erfolg. Die Veranstaltung brachte zudem eine Überraschung: Weder Weltmeister Marc Paré noch die Nummer zwei Philip Köster erreichten das Winners' Final.

Spanisches Duell im Männer-Finale

Das Winners' Final entwickelte sich zu einer rein spanischen Angelegenheit zwischen Miguel Chapuis und Marino Gil. Beide hatten sich durch beeindruckende Leistungen durchgesetzt – Gil eliminierte Köster, Chapuis bezwang Paré. Der 25-jährige Chapuis zeigte sich den gesamten Tag über in Topform und überzeugte mit dynamischem Waveriding sowie seinem Aerial-Repertoire. Im Finale untermauerte er diese Konstanz mit zwei Wellen, die jeweils mit 7,5 Punkten bewertet wurden. Gil, der im Viertelfinale noch brilliert hatte, fand im entscheidenden Heat nicht mehr die gleiche Form. Chapuis kehrte erstmals seit 2023 nach Tiree zurück, als er Zweiter geworden war. Diesmal ließ er sich die Chance auf das berühmte Claymore-Schwert nicht entgehen.

Nach seinem Ausscheiden im Halbfinale musste sich Weltmeister Marc Paré im Duell um Platz drei gegen Ben Proffitt beweisen. Proffitt hatte zuvor bereits den Masters-Wettbewerb am Dienstag gewonnen und ist mehrfacher Tiree-Champion. Das Duell zwischen den beiden Simmer-Teamkollegen gestaltete sich ausgeglichen, doch am Ende setzte sich Paré durch und sicherte sich den dritten Platz. Proffitt beendete den Wettkampf auf einem starken vierten Rang. Köster, der als Weltranglistenzweiter angereist war, schied bereits im Viertelfinale aus und teilte sich Platz fünf mit Andy Chambers, James Cox und Vicente Gonzalez.

Adcocks dramatischer Finalsieg

Im Frauen-Finale lieferte Izzy Adcock eine bemerkenswerte Aufholjagd. Frida Miron hatte mit einer 7,22-Punkte-Welle die höchste Einzelwertung des Finals gesholt und schien auf Siegkurs. Doch ihre zweite Welle brachte nur vier Punkte, was die Tür für Adcock offen hielt. Die Britin kämpfte sich mit einer 6,88-Punkte-Welle zurück ins Rennen und setzte kurz vor Schluss noch einen entscheidenden Buzzer Beater. Mit nur 0,24 Punkten Vorsprung sicherte sich Adcock das prestigeträchtige Tiree-Schwert. Frida Miron musste sich mit Platz zwei begnügen, während ihre Schwester Emma Miron das Podium komplettierte. Cori McFarlane belegte den vierten Rang.

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