boot 2026Mission “Windsurfen wieder größer machen” - drei Fragen an Björn Dunkerbeck

Tobias Frauen

 · 21.01.2026

boot 2026: Mission “Windsurfen wieder größer machen” - drei Fragen an Björn DunkerbeckFoto: Messe Düsseldorf/Tillmanns
Dunki als Schirmherr bei den Schnupperkursen, die der VDWS in Zusammenarbeit mit surf und der boot auf dem XXL-Pool angeboten hat. Die Legende tut viel dafür, mehr Menschen für den Sport zu begeistern!
Wer einmal vom Windsurf-Virus befallen ist, den lässt der beste Sport der Welt nicht mehr los. Damit wieder mehr Menschen so weit kommen, ist Björn Dunkerbeck auf der Mission “Windsurfen größer machen” unterwegs.

Der Mann ist ein Phänomen: Wo auch immer Björn Dunkerbeck auftaucht, wird er von Fans umringt. Am Stand des surf Magazins ließen sich unzählige Besucher mit ihrem Idol und seinem Segel ablichten und holten sich mit leuchtenden Augen Autogramme. Björns Mission auf der boot und überall, wo er hinreist: Windsurfen wieder größer machen und mehr Leute für den Sport begeistern. Wie das gehen kann, hat er uns erzählt.

Wie ist dein Eindruck von der boot?

​Wir hatten nicht so viel Publikum wie in den 90er Jahren, aber ich muss sagen, die, die hier vorbeigekommen sind, sind sehr enthusiastisch. Wir haben sehr viele Familien gehabt, wo sowohl Vater, Mutter und auch zwei Kinder oder drei Kinder surfen. Das zeigt, Windsurfen macht Spaß, egal ob jung oder alt. Und wirklich jedes Surfcenter muss die Verantwortung übernehmen und das vermitteln, über die Schulen, über die Zeitungen, über Aktionen bei ihnen im Shop! Windsurfen ist wirklich die Mutter aller Funsportarten, und wenn man einmal ein Windsurfer ist, dann hat man es immer im Herzen und es macht auch am meisten Spaß. Du hast Wasserkontakt, du hast Spaß, du hast Spritzwasser, du musst dich anstrengen, du spürst den Wind!

​Wenn sie einmal ins Gleiten kommen, dann haben wir sie!”

​Wo siehst du da den entscheidenden Punkt: Bei den Neu-Einsteigern oder bei denen, die schon angefixt sind nach ihrem Kurs und dann doch nicht dranbleiben?

​Ich glaube, das ist eine Kombination von allen. Es gibt 20-, 30-, 40.000 Anfängerschüler in Deutschland, aber die müssen auch betreut werden, damit sie wirklich den Nachfolgerkurs machen. Dass sie nicht nur Schotstart, Wende und Halse lernen, sondern auch ins Trapez kommen. Wenn sie einmal ins Gleiten kommen, dann haben wir sie! Gleichzeitig muss das einfache Surfen wieder populärer werden, um mehr Zeit auf dem Wasser zu verbringen. Es muss nicht jeder 30 Knoten schnell surfen. Man kann auch viel Spaß haben beim Leichtwind-Windsurfen, da müssen wir alle ein bisschen umdenken. Es hat vor 30 Jahren Spaß gemacht, es macht immer noch Spaß. Und es gibt eine ganz große Gruppe, die wir wieder motivieren können.

Windsurfen wieder größer machen, das ist ja schon immer deine Mission. Was siehst du für Möglichkeiten?

​Es müssen alle zusammenarbeiten, die Windsurfen lieben! Ein Ansatz wäre, immer wieder Menschen einzuladen, doch mal mit zum nächsten Windsurf-Center zu kommen und es auszuprobieren. Du lernst es innerhalb von der ersten Stunde, dann kannst du hin und her surfen. Wenn du selber Surfer bist, bring doch deine Kinder wenigstens mal zur Surfschule, wenn es wieder wärmer wird, damit wir Nachwuchs haben. Nicht warten, bis sie 17 sind und dann andere Interessen haben!

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