Die Halle 17 war in den letzten Jahren das Herz der Surf-Szene auf der boot Düsseldorf. Profi-Action aus fast allen Sparten auf dem XXL-Pool, Stars zum Anfassen und grandiose Stimmung bei den Contests. Aber auch eine gewisse Ernüchterung bei vielen Besucherinnen und Besuchern angesichts der wenigen Aussteller aus der Surf-Branche, die mit ihren Produkten noch nach Düsseldorf gekommen sind. Neue Boards, Segel oder Wings gab es 2026 kaum, auch die Schnäppchen bei den Händlern waren rar gesät.
Kurz nach dem Ende der Messe dann die Nachricht, dass die boot für 2027 umstrukturiert wird. Wegen Bauarbeiten zieht neben anderen Veränderungen der Surf-Bereich im kommenden Jahr in die Halle 12 und teilt sich diese mit der “World of Paddling” - also Kanus, Kajaks und Co. “Mit dabei sind der XXL-Pool, die Skimboardbahn und der Kanukanal. Zusätzlich wird es in der Halle 12 einen großen gemeinsamen Händlerbereich für Surfen und Paddling geben”, heißt es in der Mitteilung.
Wir haben bei Andrea Hoeppner, die mit ihrer Marketing-Agentur die Surf-Halle betreut, nachgefragt, wie sich der Umzug auswirkt. Bleibt es beim Industrial-Look mit Stahlcontainern? “Auch in Halle 12 wird der Surfsport seinen coolen Look behalten”, schreibt sie. “Er ist bei den vergangenen zwei Messen super angekommen und wir werden mit ihm in die Halle 12 umziehen!” Auch das Herzstück der Surf-Halle, der große Action-Pool, ist für 2027 gesetzt: “Die Halle 12 ist deutlich größer als die Halle 17. Insofern werden alle notwendigen Attraktionen dort ausreichend Platz finden. Pool, Surf Academy und Skimboardbahn sind natürlich mit dabei.” Dabei verspricht Hoeppner: “Die Action auf dem Pool wird natürlich weiterhin im Mittelpunkt stehen. Und nicht zu vergessen das Ausprobieren für unsere Besucher, dem weiterhin viel Raum und Zeit gewidmet ist.”
Hoeppner betont die Bedeutung der Messe als Schaufenster: “Mit unserem Surfsportprogramm auf der boot wollen wir vor allem auch dem jungen Publikum den Sport schmackhaft machen und den sehr niederschwelligen Einstieg für Anfänger präsentieren.” Das ganze Jahr über seien die verschiedenen Surf-Disziplinen in den Kanälen der Messe präsent, außerdem werden Nachwuchssurfer von der Messe beispielsweise durch die Übernahme der Startgelder gefördert.
Und die Lage bei den Ausstellern? “Aus den Befragungen unserer Besucher können wir lesen, dass sie sich auch eine größere Sichtbarkeit der Industrie auf der Messe wünschen. Deshalb wollen wir auch hier noch einmal an die Branche appellieren und raten, sich auf der boot 2027 zu präsentieren.” Die Messe biete eine internationale Reichweite wie kaum ein anderer Event, so Hoeppner. Man sei seit vielen Jahren im Austausch, um die Wünsche der Marken bei der Planung zu berücksichtigen. Und auch in der neuen Halle 12 werde es “attraktive Präsentationsstände neben den Sportflächen geben”.
Wir wissen, dass Vertreter fast aller Marken die boot 2026 besucht haben, und sie als Plattform für ihr Business genutzt haben.”
Zum Schluss wird Andrea Hoeppner deutlich: “Wir wissen, dass Vertreter fast aller Marken die boot 2026 besucht haben, und sie als Plattform für ihr Business genutzt haben, denn in Düsseldorf kann man großartig Networken. Schön, aber auch motivierend für die Projektleitung wäre es jedoch, wenn sie beim nächsten Mal auch ihre Sportgeräte dabei hätten und sie dem Publikum präsentieren würden. Denn uns alle verbindet ein Mammutprojekt: den Surfsport wieder wachsen zu lassen!”