Morgen ist es soweit: Der Chile Surazo Infernal World Cup läutet als erstes 5-Sterne-Event die Wave-Saison 2025 ein. Nach den großartigen Bedingungen im Vorjahr, die laut Head Judge Boujmaa Guillou zu "einem der besten Contests aller Zeiten" führten, fiebern Athleten und Fans der bevorstehenden Action in Chile entgegen. Können die Titelverteidiger Lina Erpenstein und Camille Juban ihre Erfolge wiederholen oder werden neue Champions gekürt?
Der Chile World Cup 2024 ging als einer der besten Wettkämpfe in die Geschichte der Wave-Disziplin ein. Masthohe Sets mit schnellen, hohl brechenden Sections forderten die Teilnehmer heraus und boten spektakuläre Down-the-Line-Rides inklusive kerniger Aerials. In einem packenden Finale der Frauen setzte sich Lina Erpenstein gegen Alexia Kiefer Quintana durch. "Ich war nur im Überlebensmodus", erinnert sich Lina Erpenstein an ihren ersten Sieg bei einem World Cup Event. Bei den Herren dominierte Camille Juban mit einer herausragenden Leistung das Finale. Sein radikaler Stil auf den größten Wellen des Tages brachte ihm den verdienten Sieg ein.
Für den diesjährigen Chile World Cup zeigen sich alle Topfahrer hochmotiviert. Titelverteidigerin Lina Erpenstein reist mit viel Selbstvertrauen an: "Ich fühle mich gut vorbereitet und freue mich auf die Herausforderung." Auch Alexia Kiefer Quintana, im Vorjahr Zweite, hat intensiv trainiert: "Die Wellen waren wirklich groß, aber man braucht einfach Selbstvertrauen", erklärt die junge Athletin ihre Herangehensweise. Bei den Herren will Camille Juban seinen Titel verteidigen, muss sich aber starker Konkurrenz erwehren. Morgan Noireaux, der letztes Jahr zweiter wurde und unter anderem den Mega-360er landete, zeigt sich optimistisch: "Ich fühle mich wirklich gut und habe mir das Ziel gesetzt, wieder aufs Podium zu kommen." Zu den weiteren Favoriten zählen der amtierende Weltmeister Marcilio Browne, Philip Köster oder auch Julian Salmonn, der diesen Winter ebenfalls hart trainiert hat und besonders in Down-the-Line-Bedingungen, bei Wind von links, seine Stärken ausspielen kann.
Der Austragungsort Matanzas hat sich als einer der besten Wavespots weltweit etabliert. Die Kombination aus konstantem Wind und großen, kraftvollen Wellen bietet ideale Bedingungen für spektakuläre Ritte und Manöver. "Das waren mit die besten Bedingungen, die wir je für einen Event hatten", schwärmt Morgan Noireaux. Die Athleten schätzen besonders die Vielseitigkeit des Spots, der sowohl technisches Abreiten als auch massive Aerials ermöglicht. Der Chile Surazo Infernal World Cup 2025 verspricht, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Wenn die Vorhersage mitspielt, sollte es erneut Action der Extraklasse geben. Das lange, 14-tägige Zeitfenster des Events bietet viel Spielraum und hohe Chancen auf gute Bedingungen.
Der Veranstalter hat in den letzten Tagen ein paar Rider zum Kurzinterview gebeten, um zu lauschen, wie die Stimmung kurz vor dem ersten großen Event des Jahres ist:
Pauline Katz, die das letzte Jahr mit konstanten Ergebnissen glänzte, freut sich besonders auf den World Cup in Chile: „Da zuhause auf Gran Canaria so wenig Wind war, habe ich mich dazu entschieden schon früher nach Chile zu reisen. Letztes Jahr hat mir meine Konstanz viel Selbstvertrauen gegeben. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr endlich den Sprung aufs Podium schaffe. In Chile ist alles möglich!“
Takuma, Sugi, der sich auch bereits seit einigen Tagen vor Ort auf das erste 5-Sterne-Event der Saison vorbereitet, erklärt: „Ich bin bereit! Das Wintertraining in Omaezaki hat mir geholfen, meine Fähigkeiten zu verbessern, und jetzt freue ich mich darauf, endlich in Chile mit Wind von links zu surfen. Ich will ganz vorne dabei sein!“
Auch Finn Mellon aus Irland, der im letzten Jahr knapp die Qualifikation für die Hauptveranstaltung verpasste, ist fest entschlossen, dieses Jahr weiterzukommen: „Ich liebe es hier in Chile und habe mein Setup verfeinert, um die Wellen von Matanzas optimal surfen zu können. Ich will meine Leistung steigern und hoffe, es bis in die Finalrunden zu schaffen.“
Die junge Nachwuchsfahrerin Lisa Wermeister berichtet von ihrer Wintervorbereitung in Guadeloupe: „Ich fühle mich bereit! Nach intensiven Trainings mit perfekten Bedingungen in Guadeloupe und einigen Wettkämpfen bin ich voller Zuversicht für die Saison. Die Bedingungen hier in Chile sind genau das, was ich mag.“
Für Marc Paré, der letztes Jahr verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, bedeutet dieses Event besonders viel: „Chile ist mein Lieblingsspot. Ich freue mich, hier wieder an den Start zu gehen und mein Bestes zu zeigen.“
Neben den Profi-Kategorien finden auch Wettkämpfe in den Masters-, Junior- und Amateurklassen statt. Fans können den Wettkampf live über den YouTube-Kanal der IWT verfolgen. Zusätzlich werden regelmäßige Updates auf den Social-Media-Kanälen @world_wave_tour und @pwaworldtour bereitgestellt. Für alle, die vor Ort sein möchten, verspricht der Veranstalter ein umfangreiches Rahmenprogramm, das die Faszination des Windsurfens hautnah erlebbar macht.

Redakteur surf
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