Julian Wiemar
· 25.09.2026
Gerade erst hat Arne Jörn beim Youth World Cup U21 in Cold Hawaii mit einem starken dritten Platz auf sich aufmerksam gemacht. Das Verrückte: Er ging dort in der Wave-Disziplin mit seinem Freestyleboard an den Start und zeigte, was mit 20-Zentimeter-Single-Fin möglich ist. Spätestens da wurde klar: Arne ist Freestyler mit Herzblut – und kommt mit seinem Board offenbar überall zurecht. Nun wartet schon das nächste Highlight: sein erster Freestyle World Cup bei den Herren. Egal, wie ruppig oder wellig es vor Sylt wird – Arne Jörn hat ohnehin immer das passende Board.
Für den deutschen Newcomer wird der Start beim Heim-Event damit noch besonderer: Arne ist laut aktueller Meldeliste der einzige deutsche Starter im Freestyle beim Sylt World Cup. Kurze Anreise, Semesterferien, große Bühne – besser könnte der Einstieg in den Herren-World-Cup kaum passen. Wir haben Arne vor seinem Sylt-Debüt fünf Fragen gestellt.
Die Idee, international bei Wettkämpfen mitzumachen, hat sich schon vor einem Jahr entwickelt. Eigentlich wollte ich erst einmal ein oder zwei Events der FPT mitfahren, leider fielen dann im Laufe des Jahres alle Events bis auf Podersdorf weg. Dort konnte ich wegen Windmangels leider nur einen Heat fahren. Ohne weitere FPT-Events, die auf jeden Fall stattfinden, habe ich mir dann gedacht: Warum nicht einfach World Cup Sylt? Kurze Anfahrt und direkt in den Semesterferien – perfekt also.
Puh, eine perfekte Schlagzeile fällt mir gerade nicht ein. Aber es müsste auf jeden Fall etwas mit mehreren Tagen Südwind, epischen Bedingungen und guter Laune sein.
Es bräuchte 22 Knoten Südwind, schöne Rampen beim Rausfahren und glatte Wellentäler beim Reinfahren.
Was sie über mich erzählt, wäre mir gar nicht so wichtig. Cool fände ich, wenn diese Person danach zu sich selbst sagen würde: “Das sah geil aus – im nächsten Urlaub lerne ich Windsurfen.”
Das ist jetzt mein erstes Mal auf Sylt, deshalb werde ich sicher die Insel erkunden. Außerdem stehen ein paar Workouts von Sascha (Lange, Anm. d. Red.) auf dem Programm – die kommen an den windigen Tagen öfter mal zu kurz.

Redakteur surf
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