Ehrlich gesagt immer noch eine Mischung aus beidem. Hätte ich den Sieg selbst verspielt, könnte ich das akzeptieren. Dass er durch den Crash mit Nico entschieden wurde, ist aber doppelt bitter, zumal sich damit ein Fahrer in den Titelkampf eingemischt hat, der selbst weit von den Top-Platzierungen entfernt war. Für den Crash mache ich ihm keinen Vorwurf, das kann passieren. Mir selbst kann ich auch nichts vorwerfen: Bis dahin war ich in keinem Rennen schlechter als Vierter und habe mit drei Laufsiegen die meisten des Events geholt!
Im ersten Moment dachte ich nur: Das ist jetzt nicht sein Ernst! Ich hatte ihm extra Platz gelassen, und dann so ein Fehler von ihm – das war für mich natürlich fatal. Ich wusste sofort, dass es das war. Der Wind hatte stark nachgelassen und war schon am unteren Limit, dazu sollte auch noch die Strömung drehen. Realistisch gab es da keine Hoffnung mehr auf weitere Rennen.
Definitiv, so etwas ist echt schade. Aber wie gesagt: Crashes gehören dazu. Manchmal braucht man am Ende eben auch das kleine Quäntchen Glück, damit einem so etwas nicht passiert. Sonst wäre das Finale aus meiner Sicht ein offener Schlagabtausch zwischen Matteo und mir geworden. Dass ich dorthin gehört hätte, konnte ich danach zeigen. Das B-Finale habe ich ohne wirkliche Probleme für mich entschieden.
Ich habe eigentlich keinen Unterschied gespürt. Wie gesagt, bis zu dem Vorfall bin ich bei allen Bedingungen um den Sieg mitgefahren. Ich fühle mich in jeden Bedingungen top vorbereitet und in der Lage, ganz vorne mitzufahren.
Ich habe es total genossen, wie mich die Zuschauer und die Medien getragen haben. Das war phänomenal!”
Das war wirklich gigantisch. Da es dieses Jahr kein Waveriding gab, Philip Köster also nicht im Einsatz war, und im Freestyle kein deutscher Fahrer vorne mitgemischt hat, lag natürlich viel Aufmerksamkeit auf mir. Ich habe es aber total genossen, wie mich die Zuschauer und die Medien getragen haben. Das war phänomenal. Es dann auch noch in mehrere TV-Beiträge bis hin zu den Tagesthemen zu schaffen, ist etwas ganz Besonderes. So etwas passiert nicht allzu oft.
Ich muss sagen, dieses Mal hat es eigentlich sehr gut gepasst. Die ersten Tage hatten wir keinen Wind und dadurch viel Freizeit. Ab dem ersten Renntag sind wir dann vier Tage am Stück ohne Pause gefahren. So war es eigentlich perfekt.
Ja, das kommt drauf an. Wenn die Vorhersage so aussieht, dass ich mir wirklich sicher sein kann, dass kein Wind kommt, gehe ich natürlich anders an den Tag ran. Dann stehe ich später auf, gehe erst später zum Event und mache auch andere Dinge, statt nur am Strand rumzuhängen.
Jaein. Die Medien haben das stark aufgegriffen, aber so richtig zusammen trainiert haben wir eigentlich nicht. Als letzte Vorbereitung sind wir beide zufällig bei der Österreichischen Meisterschaft am Gardasee gestartet und so direkt vor dem World Cup noch einmal gegeneinander angetreten, quasi als letztes Kräftemessen vor Sylt. Da habe ich aber gesehen, dass Matteo und ich auf einem Level sind, weil ich ihn konstant schlagen konnte. Das hat mir natürlich viel Selbstvertrauen für Sylt gegeben.
Das würde ich gar nicht unbedingt so sehen. Klar, ich fühle mich auf größerem Material definitiv wohler – das liegt sicherlich auch daran, dass ich in den vergangenen Jahren viel iQFOil gefahren bin. Dadurch habe ich einfach viel Erfahrung bei Leichtwind gesammelt. Aber auch auf dem ganz kleinen Material fühle ich mich mittlerweile sehr wohl und sehe mich dort absolut konkurrenzfähig.
Definitiv! Auf Japan freue ich mich sehr. Ich war bereits vergangenes Jahr dort und habe es extrem genossen. Mit einem fünften Platz konnte ich dort außerdem mein bis dahin bestes Resultat einfahren. Deshalb rechne ich mir auch dieses Jahr definitiv gute Chancen aus und möchte dort wieder vorne mitfahren.
Ich denke, dass das Z-Foil in dieser Saison unter vielen Bedingungen dem Patrik überlegen ist.”
Es hat sich bereits zu Beginn der Saison herauskristallisiert, dass das Z-Foil extrem schnell ist. Ich denke, dass das Z-Foil in dieser Saison unter vielen Bedingungen dem Patrik überlegen ist. Trotzdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, beim Patrik zu bleiben, weil in einem Rennen mehr dazugehört, als nur das schnellste Foil zu haben. Du musst dich auf deinem Material wohlfühlen, gute Starts und Halsen fahren und vor allem fehlerfrei bleiben. All das kann mit einem schnellen Foil natürlich ein Stück einfacher werden – aber am Ende muss das Gesamtpaket für dich funktionieren.
Das ist aktuell noch offen. Ich glaube aber, dass sich das Sponsoring für beide Seiten auf jeden Fall gelohnt hat. Unsere Partnerschaft war eigentlich fast überall Thema Nummer eins, und der fette Blockhouse-Sticker auf meinem Segel ist mittlerweile schon zu einem echten Erkennungsmerkmal für mich geworden.
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