SURF
· 18.05.2026
Der Tramontana zeigte sich nach einigen Flauten-Jahren bei der 24. Auflage des Defi Wind in Gruissan von seiner unerbittlichen Seite. Fünf Langstreckenrennen mit jeweils rund 40 Kilometern konnten in Teils gnadenlosem Sturm gefahren werden, mit dabei war quasi die gesamte Weltspitze im Racing. In der Fin-Kategorie setzte sich Nico Prien mit zwei Siegen durch. “Das ist mit Abstand der größte Erfolg meiner Karriere, und ich habe so lange darauf gewartet”, schrien Nico bei Instagram. “Ich könnte im Moment ehrlich gesagt nicht glücklicher sein!”
Sein härtester Konkurrent Matteo Iachino sammelte dreimal den zweiten Platz und einmal den vierten Rang, was am Ende nicht für den Gesamtsieg reichte. “Ich habe in den letzten beiden Rennen ein paar Fehler gemacht, bin aber mit meiner Geschwindigkeit und meiner Leistung sehr zufrieden”, kommentierte Iachino das Ergebnis. Mit Jordy Vonk, Bruno Martini, Pierre Mortefon und Nico Prien gab es insgesamt vier verschiedene Sieger in der Finnen-Klasse. Bei den Damen zeigte Jenna Gibson eine makellose Performance und gewann jedes einzelne Rennen. Die Französin Mae Davico folgte auf dem zweiten Rang hinter der dominanten Gibson. Die Niederländerin Femke Van Der Veen sicherte sich den dritten Platz.
In der Unlimited-Kategorie durften die Athleten zwischen Finne und Foil wechseln. Amado Vrieswijk von Bonaire entschied sich gemeinsam mit dem Franzosen Alexis Mathis sowie dem Griechen John Soukos ausschließlich für das Foil - selbst in mehr als 40 Knoten Tramontana-Sturm am Auftakt-Tag. Der Mut wurde belohnt, Vrieswijk gewann vier der fünf Rennen in seiner Kategorie. “Was für ein unglaubliches Event! Eine fantastische Atmosphäre, extreme Bedingungen und unvergessliche Rennen von Anfang bis Ende!” freute er sich anschließend. Mathis sicherte sich den zweiten Gesamtrang vor Soukos. Bei den Frauen wählten Justine Lemeteyer und Blanca Alabau einen gemischten Ansatz und wechselten je nach Bedingungen zwischen Finne und Foil. Die amtierende Foil-Weltmeisterin Lemeteyer setzte sich am Ende durch. Alabau belegte den zweiten Platz, gefolgt von Lola Brotschi auf Rang drei. ”Das ist ein Kindheitstraum, der wahr wird”, freute sich Lemeteyer.
Das Defi Wind faszinierte auch in diesem Jahr wieder mit seiner einzigartigen Kombination aus Profi-Wettkampf und Breitensport-Event. Der französische Name bedeutet Herausforderung – und genau das bietet die Veranstaltung auf mehreren Ebenen, vom Rennen um den Sieg, gegen Freunde oder gegen sich selbst.
Neben den Profi-Kategorien bot das Defi Wind auch den Nachwuchsfahrern eine Bühne. In der U17-Klasse der Mädchen sicherte sich Bobby-Lynn De Jong den Sieg. Ihre Schwestern Kit und Lone De Jong komplettierten einen bemerkenswerten Dreifacherfolg der Familie auf den Plätzen zwei und drei. Bei den U16-Jungen triumphierte Gaetan Obin vor Alexandre Levalois und Alexis Litou. Die U20-Kategorien gewannen Lola Brotschi-Eibel bei den Mädchen sowie Ulysse David bei den Jungen. Alle Sieger erhielten Wildcards für PWA-Events. In der Windsurfer LT-Klasse setzte sich Luca Guiraud vor Christophe Pringuenon und Leerdam Arjan durch. Die 25. Jubiläumsausgabe im kommenden Jahr verspricht weitere unvergessliche Momente auf und neben dem Wasser.
Alle Ergebnisse des Defi 2026 gibt es unter my.raceresult.com