Deutscher Windsurf CupGunnar Asmussen will neu durchstarten

SURF

 · 13.03.2025

Deutscher Windsurf Cup: Gunnar Asmussen will neu durchstartenFoto: Peter Davis
Bei der Lüderitz Speedchallenge stellte Gunnar Asmussen mit 52,69 Knoten einen neuen deutschen Rekord auf
Als frischgebackener Vater und Gründer einer Segelmacherei jongliert Gunnar Asmussen zwischen Familie, Selbstständigkeit und sportlichen Ambitionen. Trotz veränderter Prioritäten plant er sein Comeback bei internationalen Regatten.

Gunnar Asmussen, eine feste Größe im Racing und Speedsurfen, ist kürzlich Vater geworden und hat sich selbstständig gemacht. In einem Interview auf der Seite des California Windsurf Cups gibt er Einblicke in sein neues Leben zwischen Windeln, Werkstatt und Wettkämpfen. Trotz der großen Veränderungen bleibt seine Leidenschaft fürs Windsurfen ungebrochen.

“Mein Alltag hat sich komplett verändert!”, berichtet Asmussen. Wo er früher morgens bereits ein bis zwei Stunden Sport absolviert hatte, drehe sich nun alles um Tochter Emmi. Nun komme meist erst am späten Nachmittag zum Training. Die neue Situation erfordere viel Planung, doch Asmussen nimmt die Herausforderung gerne an: “Die Prioritäten verschieben sich einfach, und das fühlt sich richtig an.”

Comeback-Pläne für die Saison 2025

Trotz der familiären Verpflichtungen plant Asmussen sein Comeback: “Ich werde 2025 definitiv wieder voll im Wave-Bereich durchstarten!”, kündigt er an. Mit neuem, etwas ungewöhnlichem Equipment - einem 122-Liter Starboard Carve in Kombination mit einem 6,2er Severne Gator - will er besonders bei den Onshore-Bedingungen auf Sylt angreifen. Auch die Speedchallenge in Lüderitz steht wieder auf seinem Programm, 2024 konnte er dort einen neuen deutschen Rekord aufstellen.

Die vergangene Saison verlief für Asmussen nicht optimal. Kurz vor der IFCA-Weltmeisterschaft in St. Peter-Ording erhielt er ein neues Foil, mit dem er sich erst einfinden musste. “In SPO und Sylt bin ich dann eher herum geeiert”, gibt er zu. Erst Ende August sei er mit dem neuen Material zurechtgekommen. Bei der IFCA Finnen-WM konnte er mit Rang vier dann zeigen, dass er noch immer mit den Top-Fahrern der PWA mithalten kann.

Neue berufliche Herausforderung mit eigener Segel-Werkstatt

Neben seiner Sportlerkarriere hat Asmussen nun auch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. In Handewitt bei Flensburg eröffnete er die Segelmacherei “Sailmakers Dedication”. Dort bietet er Reparaturen und individuelle Änderungen für Segel, Wings und Kites an. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem klassischen Segelsport mit der Fertigung von Sprayhoods, Sonnensegeln, Polstern und Persenningen.

Asmussen ist sich bewusst, dass der Aufbau seines Geschäfts Zeit braucht: “Noch ist alles überschaubar, aber das ist ganz normal. Realistisch gesehen dauert es 1-2 Jahre, bis der Rubel wirklich rollt und die Segler mich und meinen Laden kennen.” Er blicke aber optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die neue Herausforderung als Unternehmer.

Das vollständige Interview könnt ihr unter windsurfcup.de nachlesen!


Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Meistgelesen in der Rubrik Windsurfen