DM SyltZu wenig Wind für Finne, zu viel Welle für Foil

Manuel Vogel

 · 30.07.2026

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Foto: CW

Der erste Tag der Deutschen Meisterschaften auf Sylt geriet zur Geduldsprobe. Wenig Wind und kerniger Shorebreak zogen beiden Disziplinen den Stecker. Aber Besserung ist in Sicht.

Zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften mussten sich die Teilnehmenden zunächst in Geduld üben. Dabei sahen die Bedingungen zunächst vielversprechend aus. Deshalb fiel bei 12 bis 16 Knoten die Entscheidung, das 27 Teilnehmer starke Feld der Fin-Slalom-Fahrer zum ersten Start um 12:00 Uhr aufs Wasser zu schicken. Leider ließ der Wind dann etwas nach und in Verbindung mit der starken Strömung waren keine fairen Bedingungen für offizielle Fin-Slalom-Wettfahrten mehr gegeben.

Ein Wechsel auf die Disziplin Foiling war jedoch ebenfalls keine echte Option. Durch den starken Wind an den Vortagen hatte sich noch ein kräftiger Shorebreak an den Brandenburger Strand geschoben. Das bedeutete ein zu großes Risiko für Teilnehmer und Material, wenn man sie unter diesen Bedingungen mit Foil-Equipment aufs Wasser geschickt hätte. Die Fahrer wurden deshalb wieder an Land geholt und die Hoffnungen richteten sich auf den Nachmittag. Dann sollte der Wind eventuell wieder zunehmen oder zumindest mit ablaufendem Wasser der Shorebreak kleiner werden, sodass die Foiler aufs Wasser gehen könnten.

28/07 - 02/08/2026; California Surf Cup Sylt 2026, Germany;Foto: CW

Leider bewahrheiteten sich beide Hoffnungen nicht. Der Wind blieb mit 9 bis 12 Knoten unter dem Limit für die Disziplin Fin Slalom und trotz des ablaufenden Wassers blieb der Shorebreak hoch. Um 17:00 Uhr beschloss die Regattaleitung schließlich, den Tag zu beenden. Für Donnerstag versprechen die Prognosen geeignete Bedingungen für Fin Slalom, vielleicht auch Foiling. Das wäre die Chance für Topfavorit Fabi Wolf, einen großen Schritt in Richtung DM-Titel in dieser Disziplin zu machen. Der frischgebackene Vize-Europameister gilt als der Maßstab, an dem sich die anderen Fahrer orientieren müssen.

Es gibt jedoch genügend Fahrer, die sich berechtigte Hoffnungen machen, Wolf einen Strich durch die Rechnung zu machen. Allen voran der vielfache Deutsche Meister sowie Europa- und Weltmeister, der die speziellen Bedingungen auf der Nordsee vor Sylt wie seine Westentasche kennt und im Titelkampf ein gewichtiges Wörtchen mitreden möchte.

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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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