Der Windsurf Cup St. Peter-Ording, gleichzeitig IFCA-EM im Foiling, ging nach fünf Veranstaltungstagen zu Ende. 65 Athleten aus 16 verschiedenen Nationen kämpften auf der Nordsee um die Europameistertitel, 40.000 Euro Preisgeld und sogar Punkte für die PWA Weltrangliste. Amado Vrieswijk dominierte sowohl die Rennen auf dem Foil als auch die Fin Slaloms und krönte sich damit zum überlegenen Champion von St. Peter-Ording. Bei den Damen triumphierte Lina Erzen ebenso souverän. Die weitgehend perfekten Bedingungen ermöglichten bei den Herren sieben komplette Eliminationen und bei den Damen 17 Wettfahrten.
Amado Vrieswijk startete mit einem siebten Platz nach einem Sturz und einer Disqualifikation schwach in den Event. Nach einem zweiten Platz in Wettfahrt Nummer drei fasste er aber Tritt und gewann alle weiteren Wettfahrten. Ab sieben Wettfahrten gibt es drei Streicher, mit denen die Teilnehmer ihre schlechtesten Ergebnisse aus der Wertung streichen können. Vrieswijk brachte vier erste Plätze in die Wertung ein und kam so auf die Idealpunktzahl 2,80. Damit ist der PWA-Profi der neue IFCA Foiling Europameister 2026. Fabi Wolf lag lange auf Titelkurs bei der Europameisterschaft. Er punktete mit einem Laufsieg und drei zweiten Plätzen. Wolf fuhr so konstant stark, dass er einen dritten und vierten Platz streichen konnte. Mit 6,70 Punkten wurde er Vize-Europameister bei der Heim-EM in St. Peter-Ording.
John Soukos gewann das Eröffnungsrennen, leistete sich danach aber einige Ausrutscher und rutschte zwischenzeitlich in der Wertung bis auf Platz fünf zurück. Erst mit einem dritten Platz in der letzten Wettfahrt wendete er das Blatt noch einmal und schaffte den Sprung auf Platz drei des EM-Podiums. Der Platz um die verbleibenden Top-5 Platzierungen gestaltete sich extrem eng. Am Ende lagen drei Athleten nur einen Punkt voneinander entfernt. Im Tiebreak zwischen dem Franzosen Alexis Mathis und Bob van de Burgt aus den Niederlanden setzte sich Mathis durch und eroberte Platz vier. Van de Burgt komplettierte die Top 5 vor dem Dänen Noah Vinther.
Bei den Damen war die Europameisterschaft eine Machtdemonstration der Slowenin Lina Erzen. Sie gewann 14 der insgesamt 17 Wettfahrten und siegte so mit der Idealpunktzahl 9,80. Auch wenn jede Wettfahrt spannende Zwei- oder Dreikämpfe mit Tuva und Helle Oppedal lieferte, setzte sich die Slowenin letztendlich fast immer durch. Der Abstand zu den Konkurrentinnen war in der Endabrechnung deutlich. Tuva Oppedal aus Norwegen gewann einen Lauf und punktete darüber hinaus mit 13 zweiten Plätzen. So kam sie auf 26,70 Punkte und sicherte sich damit den Vize-Europameistertitel. Auf Platz drei folgte ihre Schwester Helle Oppedal, die sogar zwei Wettfahrten gewinnen konnte. Mit Ausnahme von zwei zweiten Plätzen lief sie aber fast ausschließlich auf Platz drei ein. Insgesamt kam sie so auf 35,40 Punkte. Die Dänin Christina Larsen und die US-Amerikanerin Kate Tonge komplettierten die Top-5 bei den Damen.
Neben den Foiling-Rennen um die IFCA Europameisterschaft wurde im Rahmen des California Windsurf Cups St. Peter-Ording auch die Disziplin Fin Slalom ausgetragen. Diese kam am Samstag zur Austragung, als die Bedingungen bei bis zu sieben Windstärken und mehr als zwei Meter Wellenhöhe zu radikal für die Disziplin Foiling wurden. Außerdem konnte ganz zum Abschluss am Sonntag noch eine dritte Wettfahrt durchgeführt werden. Im Fin Slalom traten 36 Herren an, die zwei komplette Slalom Eliminationen absolvierten. Auch in dieser Disziplin war Amado Vrieswijk extrem stark. Er gewann beide Eliminationen am Samstag und sicherte sich damit nach seinem Foiling-Triumph auch bereits vorzeitig den Sieg in der Disziplin Fin Slalom. So konnte er es im letzten Rennen etwas ruhiger angehen lassen, zeigte sich aber trotzdem mit Platz drei sehr stark.
Der vielfache Deutsche, Europa- und Weltmeister Vincent Langer nutzte seine Chance. Er war extra nur für die Disziplin Fin Slalom zum California Windsurf Cup St. Peter-Ording angereist. Nach einem schwachen Auftakt mit Platz sieben wurde der Kieler immer stärker und schob sich mit einem zweiten Platz aufs Podium. Mit einem Sieg im Abschlussrennen gelang ihm schließlich sogar der Sprung auf Platz zwei. Tycho Smits, ein Youngster von der Karibikinsel Bonaire, fuhr mit Platz fünf, drei und zwei konstante Top-5 Platzierungen ein. Das sicherte ihm letztendlich Platz drei auf dem Podium. Der Niederländer Thijs Hanemaaijr und der Franzose Alexis Mathis komplettierten die Top-5 in der Disziplin Fin Slalom.
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