Die PWA hat den California Windsurf Cup St. Peter-Ording als dritten Tourstopp in der Disziplin Foiling in die PWA World Tour 2026 aufgenommen. Die Veranstaltung findet vom 15. bis 19. Juli statt und trägt die offizielle IFCA Foiling European Championship aus. Die Ergebnisse gehen als 4-Sterne-Wertung mit 9.000 Punkten für den Sieger in das PWA World Tour Ranking ein. Dies entspricht etwa Platz zehn bei einem vollwertigen 5-Sterne-World Cup. Ein ähnliches System gibt es bereits seit einigen Jahren im Waveriding.
Mit nur zwei weiteren Tourstopps in der Disziplin Foiling auf Sylt Ende September und in Japan Ende Oktober oder Anfang November wird der neue Stopp zu einem nicht unwichtigen Faktor für die Gesamtwertung. Die Kombination aus offiziellen Europameistertiteln, einem Preisgeld von 40.000 Euro und wichtigen Ranglistenpunkten wertet den Event international auf.
Doch der Termin überschneidet sich mit dem World Cup auf Fuerteventura vom 17. bis zum 27. Juli. Auf Fuerte steht neben Freestyle auch Slalom X auf dem Programm, viele Top-Fahrer starten sowohl dort als auch im Foiling. In den vergangenen Jahren gab es immer festgelegte Slots auf Fuerte, sollte der Event mit Freestyle starten, könnten die Top-Leute direkt von der Nordsee auf die Kanaren reisen und gerade noch rechtzeitig eintreffen.
Die Verhandlungen zwischen der Choppy Water GmbH als Veranstalter, der IFCA und der PWA liefen laut einer Mitteilung bereits seit Monaten hinter den Kulissen. Die verschiedenen Partner mussten ihre Interessen fair ausbalancieren, bevor die Kooperation zustande kam. „Choppy Water organisiert seit fast 30 Jahren Windsurf Events. In all dieser Zeit hat uns die PWA als Institution begleitet und war immer der Karrieretraum vieler Windsurfer. Für uns als Eventagentur war es immer der Traum, irgendwann einmal einen Tourstopp der Profitour zu organisieren. Jetzt hat sich hierfür endlich die Chance geboten", sagt Matthias Regber von der Choppy Water GmbH. Er bedankt sich für das Vertrauen der PWA und der IFCA und bezeichnet die Veranstaltung als wichtigen Schritt zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Funboard Klasse und der Profitour. Deutschland kann sich damit erstmals über einen zweiten Tourstopp der PWA World Tour neben dem traditionellen PWA World Cup Sylt freuen.
Von den 40.000 Euro Gesamtpreisgeld sind laut den Veranstaltern mindestens 25.000 Euro für die Disziplin Foiling als offizielle Championship Disziplin reserviert. Die Ausschüttung erfolgt entsprechend der IFCA Championship Rules. Die Veranstalter rechnen aufgrund der Kombination aus Europameistertiteln, hohem Preisgeld und Weltranglistenpunkten mit einem qualitativ und quantitativ starken Fahrerfeld. Zusätzlich zur Disziplin Foiling bietet der Windsurf Cup auch Fin Slalom als reine “Prize Money Disziplin” mit maximal 15.000 Euro aus dem Preisgeld Topf an. Jeder Fahrer könne selbst entscheiden, ob er in einer, der anderen oder beiden Disziplinen antritt und so seine Chancen auf Preisgeld verdoppelt.
Fin Slalom dient laut den Veranstaltern vor allem als Alternative, wenn die Bedingungen für Foiling wegen zu starkem Wind, zu großer Wellen oder zu hohem Shorebreak zu extrem sind. Es sei aber das feste Ziel, trotz der Priorisierung von Foiling auch im Fin Slalom ein gültiges Ergebnis einzufahren, heißt es.
St. Peter-Ording bietet typische Nordseebedingungen, auf die sich die Rider einstellen müssen. Das Spektrum reicht von Flachwasser bei leichtem ablandigem Ostwind bis hin zu meterhohen Wellen, wenn ein Weststurm den Swell über die offene Nordsee treibt. Im Vergleich zu Sylt bleibt der Shorebreak kleiner und fehlerverzeihender, da das flachere Wasser und die vorgelagerten Sandbänke die Wellen abschwächen. Für die fünf Eventtage wird wieder ein Eventvillage auf dem Ordinger Strand errichtet. Besucher können mit dem eigenen Auto direkt auf den Strand fahren.