SURF
· 19.05.2025
Am Ende war dann doch der geschützte Fjord in Thisted das Racing-Revier für den Saisonauftakt der noch frischen European Pro Windsurfing Tour. Das beachtliche Setup stand zwar in Hanstholm, dem eigentlich ausgerufenen Event-Spot, aber der einzige Versuch am Samstag, auf der Nordsee zu starten, musste wegen des Shorebreaks abgebrochen werden. Bob van de Burgt war der Einzige, der es an die Startlinie schaffte. Bei den anderen Fahrern im Heat 1 gab es hier und da Materialbruch, der Rest des Feldes war froh, nicht als Erstes über das kantige Riff nach draußen zu müssen.
Auf dem Limfjord in Thisted hingegen gab es an den anderen Event-Tagen spannende und teils hochdramatische Foil-Races zu sehen. Spektakulärer Schock-Moment war an Tag 2 der heftige Crash von Hugo Sjöberg und Brendan Lorho. In voller Fahrt verlor der Schwede die Kontrolle, Lorho hinter ihm konnte nicht mehr ausweichen. Als sich die Gischt und die herumfliegenden Carbon-Teile gelegt hatten, konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Keiner der beiden war verletzt, nur das Material war hinüber. “Ich habe zu viel gewollt, ich war auf dem großen material, dann kam eine Böe und der Frontwing ist aus dem Wasser gekommen”, erzählte Sjöberg anschließend. Nachdem der Schwede zwischenzeitlich auf Platz drei gelegen hatte, rutschte er danach bis auf Rang elf am Schluß ab.
Nach dem vergeblichen Versuch in Hanstholm konnten die Organisatoren um Finn Noer am Sonntag noch vier komplette Eliminations durchziehen, dieses Mal wieder auf dem Fjord nahe Thisted. Während vorne Johan “The Beast” Søe überragend fuhr und ungefährdet den Sieg holte, entfesselte sich hinter ihm ein spannender Kampf um die Plätze zwei bis fünf. Fabian Wolf profitierte dabei von den Fehlern seiner Konkurrenten: Der Niederländer Sem Stroosma crashte “ohne Grund”, auch Noah Vinther stürzte und musste Fabian Wolf vorbeiziehen lassen, der sich über Rang zwei freuen konnte. Auf Platz drei quetschte sich mit nur 0,3 Punkten Vorsprung der überglückliche Grieche John Soujkos. “Vor mir sind sie gestürzt wie die Fliegen”, so Soukos nach dem letzten Lauf. Hinter dem Top-Leuten gab es einige bemerkenswerte Talente zu entdecken: Der erst 15 Jahre alte Peyton Dits aus den Niederlanden fuhr auf Rang neun, die Dänin Christina Larsen behauptete sich im Männerfeld mit Platz 19. Lars Poggemann blieb mit Rang 13 ein wenig hinter seinen Hoffnungen zurück.